Zentralbanker fürchten Deflation und Euro-Exit

In der vergangenen Woche hat die UBS eine Konferenz veranstaltet, auf der rund 80 Zentralbanker, sowie Vertreter von multilateralen Institutionen und Staatsfonds anwesend waren (typischerweise eine Person pro Institution). Die Teilnehmer wurden dabei auch nach ihrer Meinung zu wichtigen Themen befragt.

Über 40% zeigten sich überzeugt, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Land die Eurozone verlassen werde (alle Charts von FT-Alphaville).

Das größte Risiko für die Weltwirtschaft und die Finanzstabilität innerhalb der nächsten 12 Monate wird in einem Eurozonen-Exit gesehen (fast 40%), gefolgt von „Staatsbankrott eines Eurozonen-Landes“ und einer „harten Landung in China“.

Bei der Frage nach dem größten inflationären Risiko innerhalb der nächsten 12 Monate antwortete eine Mehrheit (36%), Deflation sei das größere Risiko. Dann folgen „lockere Geldpolitik“ und „nachhaltige Ölpreissteigerung“ (fast gleichauf mit „steigenden Nahrungsmittelpreisen“).

Gefragt nach dem stärksten „Mis-Pricing“ nannten über 40% die „Bund“-Renditen. Dann folgt die für zu flach gehaltene US-Zinsstruktur, auf dem dritten Platz liegen „zu niedrige Aktienbewertungen“.

Als größtes Risiko für die Weltwirtschaft auf Sicht der nächsten 25 Jahre wird der „Wettbewerb um Ressourcen“ genannt, gefolgt von „demographischer Wandel“ und „staalicher Regulierung“.

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