Dow: Allzeithoch aus Oktober 2007 übertrumpft

Der Dow Jones Industrial Average hat heute sein Allzeithoch auf EoD-Basis bei 14164,53 überwunden. Die Rekordmarke stammt vom 9. Oktober 2007.

Zerohedge hat es zusammengestellt – was war then/damals, was ist now/heute:
· Dow Jones Industrial Average: Then 14164.5; Now 14164.5
· Regular Gas Price: Then $2.75; Now $3.73
· GDP Growth: Then +2.5%; Now +1.6%
· Americans Unemployed (in Labor Force): Then 6.7 million; Now 13.2 million
· Americans On Food Stamps: Then 26.9 million; Now 47.69 million
· Size of Fed’s Balance Sheet: Then $0.89 trillion; Now $3.01 trillion
· US Debt as a Percentage of GDP: Then ~38%; Now 74.2%
· US Deficit (LTM): Then $97 billion; Now $975.6 billion
· Total US Debt Oustanding: Then $9.008 trillion; Now $16.43 trillion
· US Household Debt: Then $13.5 trillion; Now 12.87 trillion
· Labor Force Particpation Rate: Then 65.8%; Now 63.6%
· Consumer Confidence: Then 99.5; Now 69.6
· S&P Rating of the US: Then AAA; Now AA+
· VIX: Then 17.5%; Now 14%
· 10 Year Treasury Yield: Then 4.64%; Now 1.89%
· EURUSD: Then 1.4145; Now 1.3050
· Gold: Then $748; Now $1583
· NYSE Average LTM Volume (per day): Then 1.3 billion shares; Now 545 million shares

Das Allzeithoch (EoD) im S&P 500 stammt ebenfalls vom 9. Oktober 2007, es liegt noch unangefochten bei 1565,15. Der NDX hat sein Allzeithoch bei 4704,73 am 27. März 2000 erreicht. Sein EoD-Hoch vor der Finanzkrise lag am 31. Oktober 2007 bei 2238,98, sein EoD-Hoch danach liegt bei 2864,03 (19. September 2012).

Man mag sich angesichts der „Krisen-Landschaft“ die Augen reiben. Aber auch 2007 war die damals schon deutlich erkennbare Immobilienkrise offenbar kein Hindernis für Allzeithochs. „Wir wissen alle, es wird ein schlimmes Ende nehmen – aber in der Zwischenzeit können wir ordentlich Geld verdienen.“ Etwas mehr als 11 Monate, nachdem US-Aktien ihre Rekordmarken gesetzt hatten, ging mit der Lehman-Pleite die Finanz-Welt unter – fast. Wie lange dauert es dieses Mal, bis nach neuen Allzeithochs das Zähneklappern kommt?

Die Party ist zu Ende, wenn marktbeherrschende Akteure mehr oder weniger gleichzeitig einem Marktsegment den Rücken kehren. Dann steigt die Volatilität sprunghaft an, der Kursverlauf überschlägt sich. Xavier Gabaix, H. Eugene Stanley, Parameswaran Gopikrishnan und Vasiliki Plerou haben in einer von Handelsaktivitäten großer institutioneller Investoren in relativ illiquiden Märkten ausgehenden Studie gezeigt, dass es in solchen Situationen auch zum Crash kommen kann.

Damit soll nicht gesagt werden, dass dies nun bald geschehen wird. Nach Markttechnik liegt weder eine außergewöhnlich bullische (gierige) Stimmung vor, noch sind die Aktienmärkte krass überkauft. Die Party ist daher wahrscheinlich noch nicht vorbei, insbesondere dann nicht, wenn der wichtige S&P 500 in den nächsten Tagen seine Rekordmarke ebenfalls überwindet – ohne in einem Blowoff zu verrauchen.

Die zyklische Prognose der TimePatternanalysis sieht für die Entwicklung des S&P 500 das folgende Szenario:

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