Demokratie – Markt – Prosperität

Demokratie ist eine Staatsform, in der bürgerliche Freiheiten verfassungsrechtlich garantiert sind. Der Freiheitsbegriff hat unterschiedliche Dimensionen.

Negative Freiheit (Freiheit von etwas) bezeichnet einen Zustand, in dem keine von der Regierung, der Gesellschaft oder anderen Menschen ausgehenden Zwänge ein Verhalten erschweren oder verhindern. Hierunter fällt z.B. auch die Abwesenheit von staatlicher Intervention im persönlichen oder künstlerischen Bereich.
Positive Freiheit (Freiheit zu etwas) bezeichnet die Möglichkeit der Selbstverwirklichung, das Recht des Bürgers auf Bewegungs- und Meinungsfreiheit, sowie die Möglichkeit der demokratischen Selbstregierung einer Gemeinschaft.
Äußere Freiheit des Bürgers wird bestimmt durch rechtliche, soziale und politische Rahmenbedingungen.
Innere Freiheit beschreibt einen Zustand, in dem der Mensch seine eigenen, ihm zur Verfügung stehenden „inneren“ Möglichkeiten und Anlagen nutzt. Damit ist auch gemeint, dass er frei ist von inneren Zwängen wie Trieben, Erwartungen, Gewohnheiten, Rollenmustern, Konventionen, Moralvorstellungen usw. So verbessern sich die Bedingungen, rational entscheiden zu können. Der Schlüssel zu dieser inneren Freiheit, bzw. Souveränität liegt v.a. in Erziehung und Bildung.
Bürgerliche Freiheit bezeichnet die Möglichkeit zur Teilhabe an gesellschaftlich-politischer Macht.
Persönliche Freiheit setzt voraus, dass der Einzelne einen ideellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen „Frei“-Raum hat, der seine freie Entfaltung ermöglicht. Dazu gehört Anonymität im Sinne etwa einer geheimen politischen Wahl – und darüber hinaus: Der demokratische Diskurs kann nur dann gute Lösungen hervorbringen, wenn unterschiedlichste Meinungen zum Ausdruck gebracht werden können. Anonymität, eine intakte Privatsphäre, schafft den Raum, in dem sich dem Mainstream widersprechende oder abweichende, irritierende, innovative Einstellungen, Meinungen und Verhaltensmuster entwickeln können.
Zum Komplex persönliche Freiheit und Anonymität gehört zwingend auch das Bargeld – nicht umsonst heißt es: Bargeld ist geprägte Freiheit.
Die persönliche Freiheit, sich für oder gegen eine Handlung entscheiden zu können, wird beschränkt durch Regeln, wie auch durch Entscheidungen, Ansprüche, Interessen oder Handlungen anderer. Dabei geht es um die Legitimität des eigenen und des fremden Handelns.

Der Markt-Mechanismus ist auf der wirtschaftlichen Ebene am ehesten geeignet, Fortbestand und Weiterentwicklung einer Gesellschaft sicher zu stellen. „Daß in die Ordnung einer Marktwirtschaft viel mehr Wissen von Tatsachen eingeht, als irgendein einzelner Mensch oder selbst irgendeine Organisation wissen kann, ist der entscheidende Grund, weshalb die Marktwirtschaft mehr leistet als irgendeine andere Wirtschaftsform.“ (Hajek) Märkte sollen frei sein in dem Sinne, dass sie auf der operativen Ebene möglichst wenig Beschränkungen unterliegen. Dazu gehört übergeordnet ein fester ordnungspolitischer Rahmen, der sicherstellt, dass das Ergebnis dieses Abstimmungs-Mechanismus im Sinne der optimalen Verwendung der gesellschaftlichen Ressourcen ausfällt. Der Markt-Mechanismus kann sein Aufgabe aber nur auf der Basis objektiver Informationen erfüllen; wenn diese nicht zugänglich sind oder, schlimmer noch, bewusst und gezielt manipuliert werden, scheitert er.

Freiheit mit all ihren Facetten ist die Garantie für Vielfalt in einer Gesellschaft. Vielfalt ist eine wesentliche Voraussetzung für konstruktive Entwicklungen. Sie ist der Vorrat, aus dem die Evolution schöpfen kann, um eine Entwicklungslinie an veränderte Umstände anzupassen. Der Marktmechanismus ist die einer evolutionären Vielfalt am ehesten entsprechende Organisationsform der wirtschaftlichen Abstimmungsprozesse in einer Gesellschaft.

Vielfalt auf unterschiedlichsten Ebenen ist in einer ständig im Wandel begriffenen Welt die wichtigste Voraussetzung für ideelle, soziale und wirtschaftliche Prosperität.

[Unter Verwendung von Material von Wikipedia]