Die moderne Pest

Ich versuche im folgenden eine Verbindung herzustellen zwischen der dialektisch-materialistischen Geschichtsauffassung, der Psychoanalyse und dem Krankheitsbild der „emotionellen Pest“ von Wilhelm Reich. Es ist ein teilweise vielleicht etwas mechanistischer Erklärungsversuch für die aktuelle Situation, in der sich die westlichen Gesellschaften befinden – Stichwort „Corona“ und die „Maßnahmen“. Urteilen Sie selbst!

Der Text ist lang geworden – der eilige Leser kann beim Kapitel „Synthese – die Linien im Heute zusammengeführt“ beginnen und von dort aus gegebenfalls „zurückblättern“.

In der materialistischen Weltanschauung zerfällt die Gesellschaft in die wirtschaftliche Basis und in den ideologischen Überbau. Beide zusammen bilden eine dialektische, durch innere Widersprüche verbundene Einheit. Die wirtschaftliche Basis umfasst die Produktivkräfte und die Produktionsverhältnisse. Der ideologische Überbau spiegelt die wirtschaftliche Basis wider. Nach Karl Marx gilt [1]: „Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“ Der Satz darf schon aus Gründen der Dialektik nicht als Einbahnstraße verstanden werden.

Der dialektische Materialismus befasst sich mit der wirtschaftlichen Basis der Gesellschaft und deren Wirkung auf den Überbau, er ist Ausdruck des Bewusstwerdens der Gesetze der Ökonomie, der Ausbeutung einer Mehrheit durch eine Minderheit, den Eignern der Produktionsmittel. Hierauf will ich zunächst eingehen. Die Wirkung auf den Überbau und dessen Rückwirkung soll im Anschluss daran mithilfe der Psychoanalyse und mit Wilhelm Reich erklärt werden.

Der historisch-dialektische Materialismus

Die menschliche Gesellschaft entwickelt sich vor dem Hintergrund der Sicherung der menschlichen Lebensgrundlagen in einem sich stets wiederholenden Muster von Kampf und Einheit der Produktivkräfte und der Produktionsverhältnisse. Produktivkräfte sind all das, was mit der materiellen Produktion der Lebensgrundlagen einer Gesellschaft zu tun hat, alle natürlichen, technischen, geistig-wissenschaftlichen-kreativen Ressourcen. Mit Produktionsverhältnissen sind alle die gesellschaftlichen Beziehungen gemeint, die die Menschen in der Produktion, bei der Verteilung und beim Verbrauch von Produkten eingehen.

Zu Beginn einer neuen Epoche in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft bilden die Produktivkräfte und die Produktionsverhältnisse eine sich selbst verstärkende Einheit. Die Existenzgrundlage der Gesellschaft dieser neuen Epoche verbessert sich. Im Laufe der Entwicklung geraten Produktivkräfte und Verhältnisse aber in immer stärkere Widersprüche zueinander. Der Hauptgrund hierfür ist die ungleiche Verteilung des Mehrprodukts der Gesellschaft zugunsten derer, die das Eigentum an den Produktionsmitteln besitzen. Waren diese zu Beginn der Epoche an der Entwicklung der Produktivkräfte interessiert, so haben sie in reiferen Phasen immer mehr den Bestand des status quo im Auge. Dieser Widerspruch entwickelt sich immer weiter, am Ende werden die Produktionsverhältnisse, resp. die Eigner der Produktionsmittel, zu einem Hemmschuh für die Entwicklung der Produktivkräfte. Die Existenzgrundlage der Gesellschaft wird brüchig, eine neue Epoche in der Entwicklungshistorie der menschlichen Gesellschaft zieht herauf.

Bezogen auf die Epoche des Kapitalismus wurden die Produktivkräfte zum Ende des 18. Jahrhunderts dadurch freigesetzt, dass der im doppelten Sinne freie Lohnarbeiter entstand – frei von Produktionsmitteln und persönlich frei im Verkauf seiner Arbeitskraft. Flankiert durch entsprechende (demokratische) Staatsformen entstand ein freies Bürgertum, das Manufakturen betrieb, die im Vergleich zur handwerklichen Produktionsweise wesentlich produktiver waren.

Mittlerweile ist die Entwicklung so weit gediehen, dass die Produktionsmittel zum großen Teil in den Händen von wenigen Finanzinstituten konzentriert sind, deren hauptsächliches Interesse in einer möglichst hohen Rendite besteht. Ihr Fokus beschränkt sich darauf, aus Geld mehr Geld zu machen, ihr Kontakt zu und das Interesse an der physischen Produktion ist nur mehr sehr unterentwickelt. Sie sind vorrangig an der Zementierung der gegebenen Produktionsverhältnisse interessiert, Kreativität und Veränderung wird zunehmend als Bedrohung wahrgenommen. Insofern ähneln sie den Feudalherren, den Eignern der Produktionsmittel in der dem Kapitalismus vorausgegangenen Epoche. Sie sind im wirtschaftlichen wie im gesellschaftlichen Sinne reaktionär.

Die Psychoanalyse

Marx und Engels wird oft eine Leugnung der materiellen Wirklichkeit der seelischen Tätigkeit unterstellt. Wilhelm Reich [2] widerspricht dem zu Recht u.a. in seiner Schrift „Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse“ (1934). Umgekehrt wird die Psychoanalyse nach Freud oft zu Unrecht auf die Ebene des Individuums und seine Beziehung zu seinem persönlichen Umfeld reduziert.

Welchen Bezug hat die Psychoanalyse zur gesellschaftlichen Ebene? Wilhelm Reich beruft sich auf den frühen Freud, der zwei psychologisch nicht weiter zerlegbare Haupttriebe unterscheidet, den Selbsterhaltungstrieb und den Sexualtrieb. Alle anderen Triebe, den Willen zur Macht, den Ehrgeiz, die Profitgier usw., aber auch den Aggressionstrieb fasst Freud als sekundäre Bildungen auf, als Abkömmlinge dieser beiden Grundbedürfnisse.

Die Freudschen Haupttriebe haben beide unmittelbaren Bezug zur menschlichen Gesellschaft – die Gesellschaft dient der Selbsterhaltung, der Sexualtrieb dient der Gesellschaftserhaltung (und darüber wieder der Selbsterhaltung). Allein an diesem Umstand lässt sich schon klar der gesellschaftliche Bezug der Psychoanalyse erkennen.

Reich schreibt, alles Triebhafte strebt nach Lust und will Unlust vermeiden. Das Ziel des Triebes ist die Aufhebung der Triebspannung durch Beseitigung des Reizes an der Triebquelle. Diese kausale Betrachtung schließt die finale ein, das Ziel, dem der Trieb zustrebt, ist durch die Quelle der Reizung bestimmt. Da alles, was Lust bringt, anzieht, bedingt das Lustprinzip aktive Bewegung, Veränderung der Situation, Ausdehnung. Unlust hingegen stößt ab, behindert, bedeutet Verengung.

Die beiden Grundbedürfnisse des Menschen erhalten durch das gesellschaftliche Dasein des Individuums erst ihre eigentliche Form. Freud fasst das in der Formulierung des „Realitätsprinzips“, das zu Modifikationen des Lustprinzips führt, die Triebbefriedigung einschränkt. Die konkrete Ausformung des Realitätsprinzips hat einen direkten Bezug zu den jeweiligen ökonomisch-gesellschaftlichen Verhältnissen, das Realitätsprinzip dient der Aufrechterhaltung der Macht der jeweils herrschenden Klasse. In diesem Zusammenhang spielt die Religion eine große Rolle.

Das gesellschaftliche Sein ist ideologisch konzentriert in einer Summe von Vorschriften, Geboten, Verboten. Sie sind im Freudschen Über-Ich abgelegt, große Teile hiervon sind selbst unbewusst. Der Freudsche Begriff des Es umfasst das Triebgeschehen, das Freudsche Ich ist ein besonders differenzierter Teil des Es, ein schützender Puffer zwischen Es und äußerer Welt. In seinen Handlungen ist das Ich nicht frei, sondern von Es und Über-Ich, also von Biologischem und Gesellschaftlichem, abhängig.

Wie wirkt die gesellschaftliche Ideologie auf das Individuum ein? Die Marxsche Gesellschaftslehre hat die Antwort auf diese Frage als außerhalb ihres Bereichs liegend offen gelassen. Die Psychoanalyse beantwortet sie so: Für das noch nicht im Produktionsprozess stehende Kind ist die Familie die ideologische Keimzelle, der Repräsentant der Gesellschaft. Sie vermittelt die allgemeine gesellschaftliche Ideologie, dabei ist die durch Gesellschaft bedingte Struktur der Familie wie etwa die Stellung der Eltern im Produktionsprozess von Bedeutung. Die menschlichen Anlagen und Triebe gewinnen erst durch die (gesellschaftlichen) Schicksale der Beziehungen zu Vater, Mutter und Erziehungspersonen ihre endgültige Form und gesellschaftlichen Inhalte. Zentral für die „Sozialisierung“ ist, inwieweit sich das Umfeld im Einklang oder Gegensatz zur menschlichen Natur befindet.

Die im vorigen Absatz aufworfene Frage bedarf einer Einordnung in die konkrete Entwicklungsstufe des Kapitalismus. Während die eine Klasse ausbeutet, die andere ausgebeutet wird, ist die Sexualverdrängung nach Reich eine beide Klassen umfassende Erscheinung. Sie ist aber nicht in beiden Klassen quantitativ gleich. Nach Berichten von Marx im „Kapital“ und von Engels in „Die Lage der arbeitenden Klasse Englands“ zu urteilen, hatte es in den Anfängen des Kapitalismus noch so gut wie keine Einschränkung oder Verdrängung der Sexualität im Proletariat gegeben. Erst im Laufe der kapitalistischen Entwicklung schob sich die zunächst hauptsächlich im (Klein-)Bürgertum vorherrschende Sexualverdrängung auch ins Proletariat. Ein Hinweis darauf, dass die Gängelung der Ausgebeuteten mit der Entwicklung einer Gesellschaftsform zunimmt?

Die emotionelle Pest

Ausgehend vom Aufkommen des Nationalsozialismus hat Wilhelm Reich das Krankheitsbild der „emotionellen Pest“ entwickelt. Zur Verdeutlichung werden drei Wege beschrieben, wie jemand im Beisein eines anderen, der glücklich und zufrieden ist, mit seinen Gefühlen umgehen kann, wenn er/sie diese Gefühle nicht teilt: Man kann nach eigener Zufriedenheit streben und die Hindernisse überwinden, die ihr im Wege stehen. Das ist die gesunde Reaktion, seelische Energie wird konstruktiv eingesetzt. Man kann zweitens durch Panzerung als unerträglich empfundene Gefühle blockieren. Das ist die neurotische Reaktion, seelische Energie wird sublimiert, der Betroffene leidet an einer gehemmten, eingeschränkten Existenz.

Man kann aber drittens auch die Quelle der als unerträglich empfundenen Gefühle real oder im übertragenen Sinne zu zerstören trachten. Das ist die emotionell pestkranke Reaktion, seelische Energie richtet sich nach außen, gegen andere. Jede denkbare freie und spontane Idee, jede Emotion, jedes expansive Gefühl kann sozial ausagierende Hass-Reaktionen auslösen. Schon das bloße Vorhandensein anderer Lebensweisen kann Feindseligkeit hervorrufen.

Emotionelle Pest tritt überall auf der Welt und im gesamten Geschichtsverlauf auf. Emotionell pestkranke Charaktere sind zwar selten, sie haben aber einen unverhältnismäßig großen und tragischen Einfluß in der menschlichen Geschichte. Es braucht nur einen hochenergetischen und gewieften Menschen, um die unterdrückte Wut und Destruktivität in den Massen neurotisierter Menschen zu erschließen und zu organisieren. Hitler, Stalin, Mao Tse-tung, Khomeini, Gaddafi, Hussein, Milosevic, Osama bin Laden mögen Beispiele sein (noch mehr? Siehe unten!). Man muss sich dabei vergegenwärtigen, daß solche Leute ihren negativen Einfluss nicht ohne die Unterstützung der Massen umsetzen können, sei es durch aktive Zustimmung oder durch Passivität.

Die Protagonisten der emotionellen Pest rationalisieren ihre zerstörerischen Motive und Handlungen, ordnen sie einem höheren, gesellschaftlich annehmbaren Motiv unter. Die Maßnahmen seien gut etwa für die Moral der Menschen, zu Ehren Gottes, für das Vaterland, zum Wohle, zur Gesundheit der einfachen Leute, gegen einen äußeren oder inneren Feind, heißt es. Der von der emotionellen Pest Befallene glaubt an die Rationalisierungen, meint, das Richtige zu tun. Die Intoleranz dem Leben gegenüber, die Intoleranz gegenüber echter natürlicher Lust und Freude ist unbewußt. Die Absicht zum Angriff mag bewußt sein, die Motive dahinter sind es nicht. Verhalten und Denken sind irrational und folgen einem inneren Zwang, für Argumente ist der Betreffende nicht zugänglich.

Gesellschaftliche Gruppierungen sind unterschiedlich anfällig für emotionell pestkranke Aktivitäten. Bei Organisationen mit klar definierter, kreativer, praktischer Arbeitsfunktion tritt die Infektion seltener auf. Einrichtungen mit öffentlichem Einfluß, wie politische Parteien, religiöse Organisationen, Bildungseinrichtungen und Medien sind anfälliger. Sie ziehen zudem entsprechend disponierte Charaktere an. Solche Individuen fühlen sich aus ihrem starken Antrieb und Zwang heraus, ihr soziales Umfeld zu kontrollieren, instinktiv zu einflußreichen Stellungen berufen. Ihnen ist häufig auch eine hohe Energieladung eigen und sie fühlen sich dort hingezogen, wo eine intensive emotionale Erregung vorherrscht.

Im Laufe der Geschichte wiesen Diktaturen, Monarchien und Theokratien eine größere Wahrscheinlichkeit auf, in einer emotionell pestkranken Art und Weise zu funktionieren. In republikanischen, bzw. demokratischen Regierungsformen reduziert eine Trennung oder eine Balance der politischen Kräfte, sowie die Trennung von Kirche und Staat die Wahrscheinlichkeit, daß sich die politische Macht in einer Person oder bei einer Handvoll Personen konzentriert.

Reichs Konzept der emotionellen Pest hilft, das Problem der menschlichen Destruktivität aus dem düsteren Bereich von Moralismus und politischer Rationalisierung herauszuholen.

Synthese – die Linien im Heute zusammengeführt

Wirtschaftlich gesehen befinden wir uns heute in Stadium eines sehr reifen Kapitalismus mit hoher Kapitalkonzentration, starker Ausrichtung auf das Finanzsystem, sinkenden Wachstumsraten, hoher und stark weiter wachsender Verschuldung, sehr ungleicher Verteilung von Einkommen und Vermögen, sowie einer im Sinne des laufenden Kondratieff-Zyklus weitgehend „ausgelutschten“, diesen tragende Basis-Innovation. In diesem Stadium von mit sinkenden Wachtumsraten tendenziell sinkenden Profitraten wird der Verteilungskampf um das sinkende jährliche Mehrprodukt immer schärfer.

Die herrschende Klasse der Eigentümer an Produktionsmitteln ist reaktionär in dem Sinne, dass es ihnen (nur noch) um die Bewahrung ihres Status geht. Alles Lebendige, Kreative wird eher als Gefahr und Bedrohung des Status quo angesehen und folglich bewusst oder unbewusst unterdrückt. „Die herrschenden Gedanken sind (…) die Gedanken der Herrschenden“[3] – produktive Energie soll sich nicht nur weniger entfalten, sie kann es auch mit der Verschärfung des Widerspruchs zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen immer weniger (siehe vorne!).

Die Psychoanalyse geht von zwei in Zusammenhang mit der menschlichen Gesellschaft stehenden Haupttrieben als Quelle menschlicher Energie, Lebendigkeit, Lebensfreude und Kreativität aus. Mittels des gesellschaftlichen Überbaus wird diese Energie kanalisiert mit dem Ziel, die Mitglieder der Gesellschaft zu gefügigen Arbeitnehmern und Konsumenten zu machen, sie systemkonform zu sozialisieren.

Je weiter sich die Grundwidersprüche im Lauf der Entwicklung des Kapitalismus entfalten, je stärker muss die Gängelung und „ideologische Indoktrinierung“ der Massen, sowie die Unterdrückung ihres kreativen Potenzials werden. Hierfür ist etwa das allfällige um-sich-greifen der „Krebsgeschwüre“ des „Controllings“ in Unternehmen und allgemein der „Bürokratisierung“ ein beredtes Zeugnis. Die Managerkaste besteht zunehmend aus Bürokraten ohne unternehmerische Fähigkeiten. Die auf die Gesamtgesellschaft übergreifende zunehmende Feindlichkeit gegenüber freier, kreativer Entfaltung trägt im Sinne der Psychoanalyse zu einer „Neurotisierung“ der Massen bei.

Demokratische Staaten funktionieren nach Hannah Arendt zwar im Sinne des Mehrheitsprinzips, werden aber von einer Minderheit dirigiert. Eine demokratische Verfassung ist auf die schweigende Duldung der politisch inaktiven Elemente in der Bevölkerung angewiesen. Dieser Zustand der amorphen Neutralität wird instabil, wenn diese Masse enttäuscht, entwurzelt oder deklassiert wird. Dann entsteht Ablehnung und Hass gegen die früher geachteten etablierten politischen Führer – die Basis dafür, dass „populistische“ Kräfte Oberwasser bekommen, neue Parteien entstehen (siehe etwa AfD).

Die Demokratien der westlichen Länder mit ihrem weit entwickelten Kapitalismus werden immer anfälliger für die emotionelle Pest, je mehr sich die inneren Widersprüche an der wirtschaftlichen Basis verschärfen und je mehr sich daher die Lage der Massen so zuspitzt, dass die von Hannah Arendt genannte Bedingung der schweigenden Duldung zur Illusion wird. Die etablierte Politik trägt zu dieser Entwicklung selbst bei – nicht wenige ihrer Vertreter erinnern eher an einen rückgratlosen, intellektuell minderbemittelten Verwalter denn an einen Volksvertreter mit Standpunkt und Visionen.

Die etablierte Politik hat ein (existentielles) Problem, der eigene Status ist gefährdet – das führt bei ihr zu einem Klima hoher „emotionaler Erregung“. Unter solchen Voraussetzungen wittern bestimmte, von der emotionellen Pest infizierte Personen-(Gruppen) die Chance, politische Macht auzuüben, indem sie ihre seelische Energie fehlgeleitet darauf richten, jeglicher natürlicher Lebensfreude und kreativen Äußerungen mit Ablehnung und Einschränkung zu begegnen, alles unter ihre Kontrolle zu bringen.

Wenn sich dann die zunehmend enttäuschten (und im psychoanalytischen Sinne neurotisierten) Massen auch noch von den durch die Pest-Infizierten ausgegebenen rationalisierten „höheren Motive“ einnehmen lassen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es in den bisher für stabil gehaltenen Demokratien der entwickelten westlichen Länder zu lebensfeindlichen, diktatorischen Zuständen staatlicher Herrschaft kommt. Mag sein, dass die Kaste der etablierten Politik mit Pest-Infizierten aus den eigenen Reihen (zeitweilig) „die Kurve kriegt“. Mag sein, dass (eventuell danach) ganz neue Kräfte das Ruder übernehmen.

Endlich bei ‚Corona’ angelangt

Der Kapitalismus befindet sich in einer hochgradigen Krise. Corona war der willkommene Anlass für die Zentralbanken, die Geldschleusen erneut aufreißen zu können, war der Anlass für eine solch starke Verschuldung der Staaten, dass die Abhängigkeit von den nahe an der Quelle des Geldsegens der Zentralbanken sitzenden Kreditgebern aus der Finanzindustrie extreme Ausmaße angenommen hat. Mit hoher Wahrscheinlichkeit laufen wir auf eine Wirtschaftskrise mit materiellem Elend für weite Teile der Bevölkerung zu. Schon im bisherigen Verlauf der „Corona-Krise“ hat die Ungleichheit der Entwicklung von Einkommen und Vermögen neue Extreme erreicht.

Corona ist das perfekte Narrativ, die Massen über permanente Angst zu gängeln, zu „irrationalisieren“ und ihnen mit der Alternative „Gesundheit oder Freiheit“ Schutz vor Verderbnis anzubieten, wenn sie sich den massiven Abbau der demokratischen Rechte und die Minimierung ihrer sozialen Kontakte gefallen lassen (Lockdown) [4]. Die Gewöhnung an die Einschränkung bürgerlicher Rechte ist (auch) im Kontext ausbrechender Wirtschaftskrisen zu sehen.

Eine Impfung wird als das Tor zum Paradies angeboten, deren (auch dessen…) Nebenwirkungen sind unerforscht [5]. Die Impfung wird mit Virus-Mutationen als Anlass einerseits zu einem permanenten Geschäft der Pharmaindustrie, andererseits wird die Seuchen-Situation perpetuiert, das Corona-Narrativ kann jederzeit neu belebt werden. [6] Und denken Sie auch noch an die Be-, bzw. Entlastung der Rentenkassen durch Überalterung…

Und wer sind die emotionell Pest-Kranken?

Im Hintergrund wirken die Gates-Foundation, die Rockefeller-Foundation, sowie das World Economic Forum, das Zentralorgan des internationalen Großkapitals, mit seinem Sekretär Klaus Schwab (siehe etwa hier und hier!). International orchestriert wurden die „Corona“-Maßnahmen von der WHO, die zu einem erheblichen Teil von der VR China und der Gates-Foundation finanziert wird. Auf die Verbindungen zwischen Schwab und China hat Aya Velázquez hingewiesen. Schwab bewundert die Kontrolle, die die KPCh über die Bevölkerung ausübt, und bewirbt in seinem Buch „Covid 19 – The Great Reset“ ganz offen sein transhumanistisches, menschenfeindliches Konzept. Der Mittelstand hat demnach seine Existenzberechtigung verloren und wird zur Beute des Großkapitals. Dass dem Mittelstand, dem produktivsten und innovativsten Bereich der Wirtschaft, eine solche Zukunft zugedacht ist, ist kein Zufall sondern direkte Konsequenz des Weltbildes der Kaste dieses Mannes.

Und hier bei uns? Dann schauen Sie mal nach Berlin oder in manche Landeshauptstadt. Kommen Ihnen die handelnden Akteurinnen und Akteure als mit Lebensfreude beseelt vor? Oder doch eher wie mental tote, verklemmte, sich verbissen an die Macht klammernde, visionslose Apparatschiks? Nicht zu vergessen – zu wessen Vorteil agieren sie?

Ach ja, noch was: Wenn es „Corona“ als „glücklichen“ Anlass nicht gegeben hätte, wäre auch irgendein anderer Anlass recht, um den beschriebenen Weg zu gehen. Irgendetwas gibt es immer.

Farbenspiele und ein Bilderrätsel

Die Farbe einer der die deutsche Große Koalition stellenden Parteien passt doch gut zum Thema – Pest, der schwarze Tod.
Auch die Farbe der anderen Partei passt irgendwie: In „Die Maske des Roten Todes“ beschreibt Edgar Allan Poe das Scheitern des Versuchs einer Gruppe von Privilegierten, sich vor einer Seuche, einem Unheil, in Sicherheit zu bringen – vergeblich.

Welchem realen Politiker sieht die Figur des Titelbildes wohl ähnlich?

Und Tschüs…


Anmerkung:
Dank an K.H. für die Anregung, mich mit dem Thema „emotionelle Pest“ zu beschäftigen!

Auch interessant:

Fußnoten:

  1. Karl Marx, Kritik der politischen Ökonomie, Vorwort. Zitiert nach MEW 13, S. 9 [↩]
  2. Wilhelm Reich, geb. 1897 in Dobzau, gest. 1957 in Lewisburg, Pennsylvania, verstand sich bis in die frühen 1930er als Psychoanalytiker in der Tradition von Freud. 1934 kam es zum Bruch mit der psychoanalytischen Gesellschaft. Er blieb ein Analytiker der Psyche und entwickelte sein universelles Lebensenergie-Konzept Orgon [↩]
  3. Karl Marx, Friedrich Engels Die deutsche Ideologie, S. 46 [↩]
  4. Die relativ kritiklose Übernahme des Corona-Narrativs durch breite Bevölkerungsschichten könnte auch mit folgender Analogie plausibler werden: Ein Kind kann die Einsicht, dass seine Eltern lügen, nicht an sich heranlassen, weil dann sein ganzes Weltbild zusammenbricht. Und wird sich nur umso fester an die (Illusion der) Ehrlichkeit seiner Eltern klammern [↩]
  5. Der konkrete Wirkmechanismus der Impfung kann womöglich schwelende („schlafende“) Krankheitsherde im Körper des Geimpften „wecken“, wie auch möglicherweise die Entwicklung von Mutationen über das bei Viren normale Maß hinaus begünstigen [↩]
  6. Gemäß der im Mai 2009 ins Beliebige geänderten Pandemie-Definition der WHO könnte jederzeit eine neue globale gesundheitliche Notlage ausgerufen werden (im Prinzip sogar bei einer starken Schnupfenwelle…) [↩]

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