Corona-Daten: Vertuschung, Fehler, Fälschung, Nichtstun

…das ist das Bild, was sich aus den Aktivitäten des öffentlichen Gesundheitswesens in drei Jahren „Corona-Pandemie“ ergibt. Der Politik geholfen haben viele Ärzte, teils in leitenden Positionen und natürlich auch ‚Wissenschaftler’. Niemand hat Interesse an verlässlichen Daten, sei es hinsichtlich Verbreitung und Auswirkung von Covid, sei es hinsichtlich der Sicherheit der „Impfstoffe“. Das ist das Fazit nach drei Jahren.

Das zeigt zum Jahresende noch einmal drastisch an Fehl-, Falsch- und Nicht-Information zu den Daten, die die AfD Ende November von der Kassenärztlichen Vereinigung (KBV) erhalten hatte. Es geht um Diagnosecodes der Patienten, die in den Jahren 2016 bis 2021 behandelt und von niedergelassenen Ärzten in Deutschland abgerechnet wurden.

Bei Infosperber erscheint zum Jahresabschluss eine kleine Chronik der Corona-Zeit, insbesondere zum Thema der Schaffung verlässlicher Daten. Deutlich wird dabei, dass zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Bestrebungen festzustellen waren, eine solche Datenbasis zu schaffen. Vage gesetzliche Vorgaben wurden (und werden) nicht umgesetzt.

Etliche Male wird das von Medizinern, Gesundheitsforschern und Statistikern angemahnt, erstmals bereits Anfang April 2020 von Prof. Bhakdi in einem offenen Brief an die damalige Kanzlerin Merkel. Er schließt mit den Worten: „Die allerwichtigste Frage, die wir sofort beantworten müssen, ist, ob die Einschränkung der demokratischen Rechte in unserem Staat überhaupt zu verantworten ist. Irrglauben hat in der Medizin in der Vergangheit unzähligen Menschen unsagbares Leid angetan.“ Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch Prof. Schrappe, der immer wieder, meist zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlern, konstruktive, wohl begründete Vorschläge zum Vorgehen bei Covid machte.

Der Datenanalyst Tom Lausen stellte am 12.12.2022 einige Resultate seiner Analyse der Daten der Kassenärztlichen Vereinigung (KBV) vor. Er hatte bereits früher in der Pandemie mit dazu beigetragen, einen Schwindel mit angeblich belegten Intensivbetten in deutschen Spitälern aufzudecken (siehe Video und hier!). Lausen berichtet von einem jähen Anstieg plötzlicher, unerwarteter Todesfälle im ersten Quartal 2021 (Start der mRNA-Impfungen). Ihm zufolge blieb diese Zahl seither auf dem hohen Niveau. Der KBV seien diese Daten intern seit neun Monaten bekannt gewesen, schreibt Lausen auf der Website corih.de (Chartquelle).

Die KBV bestreitet einen plötzlichen Anstieg an Todesfällen nicht: „Aus Sicht der KBV handelt es sich bei der dargestellten Zunahme der Todesfälle grösstenteils um eine pandemiebedingte Übersterblichkeit.“ Anhand der Abrechnungscodes ließen sich keine kausalen Zusammenhänge zwischen Covid-Impfungen und Todesfällen herstellen. Das hatte Lausen allerdings auch nicht behauptet, sondern eine Abklärung gefordert. Wieso sich aber aus den Daten über die Zunahme der Todesfälle eine Kausalität zur Pandemie ergibt, lässt die KBV offen.

Die Frage von Infosperber an die KBV, was sie so sicher mache, dass die Covid-Impfungen nichts mit dem Anstieg an plötzlichen Todesfällen zu tun haben, wird nicht beantwortet.

Anders als die KBV bestreitet das ZI (Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung, eine Stiftung der KBV) die Zunahme an Todesfällen. Die Daten würden ‚keine Auffälligkeiten’ in Bezug auf die plötzlichen Todesfälle zeigen, schreibt das ZI und präsentiert eine entsprechende Grafik. Tatsächlich nehmen die plötzlichen Todesfälle dort nicht zu. Auf welche Grundgesamtheit sich die Prozentangaben in der y-Achse beziehen, teilt das ZI vorsichtshalber nicht mit (Chartquelle).

„Der Widerspruch –die KBV bejaht eine plötzliche Zunahme von Todesfällen, das ZI sieht keine– wird weder von der KBV noch vom ZI aufgelöst,“ schreibt Infosperber. Das ZI sagt nun, Lausen habe nur die Daten von Patienten erhalten, die im Jahr 2021 beim Arzt waren oder es müsse sich um Fehler bei der Eingabe oder Übertragung handeln. Lausen erwidert, es seien laut diesen KBV-Daten von 2016 bis 2020 über 100.000 Versicherte als plötzlich verstorben kodiert worden. Die müssten dann aber nach Leseart des ZI im Jahr 2021 angeblich wieder zum Arzt gegangen seien. Das wären über 100.000 fehlerhafte Eingaben, gibt Lausen zu bedenken.

Das Hickhack geht weiter, viele Presseanfragen werden von den Adressaten entweder gar nicht oder ausweichend bis fehlerhaft/widersprüchlich beantwortet. In diesem Zusammenhang sagt Thomas Voshaar, Chefarzt des Lungenzentrums Moers und Vorsitzender des Verbandes Pneumologischer Kliniken: Bei der gänzlich neuartigen mRNA-Impfung sei es ein Skandal, dass eine besonders aufmerksame Beobachtung von Wirkungen und Nebenwirkungen in Deutschland fehle. „Noch schlimmer und eigentlich von kriminellem Charakter ist das Ignorieren von Daten. Oder sie gar nicht erst regelgerecht zu erheben.“

Im Deutschen Bundestag wird Lausen in einer Debatte vor Weihnachten als ‚Datenverfälscher’ bezeichnet, begründet wird das auch auf nachträgliche Nachfrage nicht. Die Scheindebatte berührt die zentralen Punkte nicht: Warum findet weiterhin keine genaue Überwachung der Impfstoffsicherheit statt? Warum kommen die KBV und die Krankenversicherungen mehr als zwei Jahre nach dem Gesetzesbeschluss (s.o.!) ihrer gesetzlichen Pflicht nicht nach und übermitteln ihre Daten dem PEI? Warum war es rund zwei Jahre lang nicht möglich, die technische Schnittstelle für die Datenübermittlung einzurichten und die Datentöpfe miteinander zu verknüpfen?

Es ist absolut kein Problem, eine solche technische Schnittstelle zu schaffen, damit lässt sich der lange Zeitverzug nicht erklären oder entschuldigen.

Ein anderer Analyst, Huseyin Özoguz, erklärt in einem Youtube-Video, was seine eigene Analyse ergab. Auch er widerspricht der Darstellung des ZI, es seien ausschliesslich Daten von Patienten geliefert worden, die im Jahr 2021 behandelt wurden. Da das ZI auf wiederholte Medienanfragen nicht reagiert, kann dieser Punkt mit dem ZI nicht geklärt werden. In der Kernfrage kommt Özuguz zu denselben Schlüssen wie Lausen: Die Anzahl der plötzlichen Todesfälle ist mit Beginn 2021 jäh gestiegen. Woran das liege, kann man aus den Daten nicht ableiten, es ist lediglich ein evidenter Zusammenhang.

Am 16.12.2022 verschickt das u.a. für die Sicherheit von Impfungen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eine mehrseitige Information, wonach es sich bei der Analyse von Lausen um Fehlinterpretationen handeln, welche die Bevölkerung irreführen würden. Das PEI habe ‚frühzeitig’ eine Studie mit den grossen Krankenkassen geplant, rechtfertigt es sich, allerdings sei es ihm erst ‚kürzlich’ gelungen, eine grosse Kasse dafür zu gewinnen. Übler kann man sich nicht aus der Verantwortung stehlen…

Das Statistische Bundesamt stellt keinen Anstieg bei den plötzlichen Todesfällen fest. In der am 16.12.2022 veröffentlichten Todesursachenstatistik für 2021 sehen die Zahlen zu den plötzlichen Todesfällen komplett anders aus als die in den Analysen von Tom Lausen und Huseyin Özoguz. Und sie hätten sich seit 2019 nicht auffällig verändert.

Der Vergleich zwischen den Angaben des Statistischen Bundesamts und denen des PEI wirft weitere Fragen auf: In einer umfassenden Analyse von Multipolar heißt es hierzu: „Während in den Vorjahren 2016 bis 2020 laut KBV-Daten durchschnittlich 24 Millionen Impfungen durchgeführt wurden, waren es 2021 154 Millionen – also eine Versechsfachung. Der Anstieg der Todesfälle von 1,2 auf 255 pro Jahr [Statistisches Bundesamt für 2021] entspricht aber einem Zuwachs um das 213-fache. Eine Behörde [Paul-Ehrlich-Institut], die hier kein Sicherheitssignal erkennt, wird, so darf man konstatieren, selbst zu einer Gefahr für die öffentliche Gesundheit.“

Multipolar zeigt anhand der KBV-Daten hinsichtlich Herzmuskel-Entzündung (Myokarditis) auch, „dass in den Vorjahren der jährliche Zuwachs bei dieser Diagnose zwischen null und fünf Prozent schwankte, 2021 jedoch um 20 Prozent in die Höhe schoss. Eindrücklich ist dabei die Steigerung vom zweiten zum dritten Quartal 2021, als besonders viele junge Menschen geimpft wurden, die anfällig für eine solche Impfnebenwirkung sind.“ (Chartquelle)

Und weiter schreibt Multipolar: „In absoluten Zahlen ausgedrückt: Mehr als 20.000 Mal wurde im Jahr des Beginns der Impfkampagne zusätzlich eine solche Herzmuskelentzündung diagnostiziert. Zum Vergleich: Das für die Überwachung der Impfstoffsicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gibt für das Jahr 2021 weniger als 2.000 als Nebenwirkung gemeldete Myokarditis-Fälle nach Injektion mit den Präparaten von Biontech und Moderna an.“

Und: „Kein Wunder, so ließe sich zynisch anmerken, dass das PEI wenig Eile und Initiative zeigt, die KBV-Daten zu analysieren, müsste es sich doch höchstwahrscheinlich erheblich korrigieren und unangenehme Fragen beantworten – Fragen, die früher oder später auch zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen führen dürften.“

Eine Bilanz der „Corona“-Zeit ist die: Im öffentlichen Gesundheitswesen hat niemand ein gesteigertes Interesse an einer gesicherten Datenbasis. Es wäre einfach gewesen, diese Möglichkeiten zu schaffen. Diese Feststellung gilt weltweit, es scheint also koordiniert zu sein.
Auf Basis mehr oder weniger willkürlicher Zahlen wurden drastische Einschränkungen der Grundrechte vorgenommen – von Lockdowns über Kontaktverbote, Einschränkung der Demonstrations- und Meinungsfreiheit, Impfpflicht für Gesundheitsberufe und Maskenpflicht für alle, sowie eine umfassende gesundheitliche und soziale Schädigung unserer Kinder.
Wenn sich eine Politik in ihren Maßnahmen nicht auf wissenschaftlich begründete Annahmen stützt, handelt sie willkürlich. Wenn sie willkürlich handelt, bewegt sie sich außerhalb demokratischer Regeln. In anderen Worten: Sie handelt totalitär.

Artikel hier zum Thema "Übersterblichkeit" (Auswahl): Übersterblichkeit in Deutschland und die Covid-Impfung und Übersterblichkeit in Deutschland?

Ergänzung:
Und wenn es jemand wagte, den Zahlen zu Covid und den Nebenwirkungen der Impfung auf den Grund zu gehen, dann wurde er gefeuert. So geschehen mit dem Vorstand der BBK, Andreas Schöfbeck. Er hat am 21.2.22 an den Chef des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Prof. Cichutek, einen Brandbrief geschrieben. Nach Auswertung der bis jetzt vorliegenden Abrechungsdaten ergibt sich eine massive Untererfassung von Impf-Nebenwirkungen, heißt es. Die BBK kommt auf Basis der Abrechnungen von fast 11 Millionen Versicherten auf nahezu 217.000 behandelte Fälle solcher Nebenwirkungen. Hochgerechnet auf alle Abrechnungsdaten aller Krankenkassen würden sich so 2,3 Millionen Behandlungsfälle von Impf-Nebenwirkungen ergeben.

Nachtrag:
(22.1.23) Die BKK ProVita, der BKK-Dachverband und der GKV-Spitzenverband versuchen, die Herausgabe der Daten «aufgrund der gesellschaftlichen und insbesondere politischen Dimension dieses Themas» zu verhindern.

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