Übersterblichkeit in Deutschland?

Das statistische Bundesamt hat Sterbezahlen für das Gesamtjahr 2021 veröffentlicht. Sie sind noch vorläufig, eine statistische Beurteilung soll erst später erfolgen.

Mich hat interessiert, wie sich das Sterbegeschehen in Zeiten von „Corona“ verändert hat. Kann man eine Übersterblichkeit feststellen und wie hoch ist sie gegebenfalls? Hierzu ist die Frage entscheidend, was man als Referenz benutzt.

Ein Blick auf die Entwicklung der Sterbezahlen zeigt seit 2010/2011 einen klaren Aufwärtstrend. Dabei spielt die Entwicklung der Bevölkerungszahl von 81,8 (2010) auf 83,2 Millionen (2019) eine Rolle (+1,7%), aber auch die Veränderung der Altersstruktur hat einen Einfluss. Der Anteil der über 66-jährigen hat sich von 18,7% (2010) auf 19,5% (2020) erhöht (+4,3%). Beides steigert die Todesfallzahlen in der Tendenz.

Das statistische Bundesamt nimmt als Referenz den Median der zurückliegenden vier Jahre. Will man den Einfluss von Covid messen, muss man als Referenz den Median der Jahre 2019 bis 2016 nehmen. Der Median ist zwar besser geeignet als der Mittelwert, aber auch er liefert einen deutlich zu niedrigen Vergleichswert.

Um den Trend numerisch zu fassen, bieten sich die Methode der Achsenabschnitte oder die linare Interpolation (Regression) an. Beide liefern höhere Referenzwerte als der Median, weil sie die kontinuierlich steigenden Todesfallzahlen berücksichtigen. Ich gebe der Regression den Vorzug. Ein statistischer Test ihrer „Güte“ liefert eindeutige Ergebnisse, auch wenn die Menge der Daten relativ klein ist.

In den folgenden Charts ist die lineare Regression „rotbraun“ dargestellt. Sie wurde für den Zeitraum 2011 bis 2019 (Halbjahre: 2010 bis 2019) berechnet und im Chart fortentwickelt für 2020 und 2021. In „gelb“ ist das Ergebnis nach Methode der Achsabschnitte für dieselben Zeiträume gerechnet und für 2020 und 2021 fortgeschrieben. In „magenta“ ist der Median auf Basis der Jahre 2016 bis 2019 gezeigt.

Für das jeweilige erste Halbjahr 2020 und 2021 ergibt sich eine Untersterblichkeit von gut 17.000, bzw. eine Übersterblichkeit von gut 500. Demgegenüber wurden an Covid-Todesfällen („an“ oder „mit“) fast 9.000, bzw. fast 59.000 gemeldet. Für das jeweilige zweite Halbjahr 2020 und 2021 ergibt sich eine Übersterblichkeit von rund 40.000, bzw. von rund 42.000. An Covid-Todesfällen wurden gut 22.000, bzw. gut 20.000 gemeldet. Hier müsste eine genauere Untersuchung der Entwicklung der Todesursachen erfolgen. Für das zweite Halbjahr 2021 liegt nahe, dass dabei Impffolgen eine Rolle spielen. Vor „Corona“ lagen die Todesfälle in den ersten Halbjahren stets über denen der zweiten. Im zweiten Halbjahr 2020 kehrte sich das Verhältnis um, per 2021 ist der Unterschied aufgehoben.

In den Gesamtjahren 2020 und 2021 betrug die Übersterblichkeit 20.000, bzw. gut 39.000. Die Covid-Todesfälle betragen gut 31.000, bzw. 79.000. (Die Einzeldaten der Halbjahre hinsichtlich Übersterblichkeit können nicht addiert werden, da deren Referenz-Trendlinien jeweils unterschiedlich verlaufen.)

Die Covid-Todesfälle kommen für die beiden Jahre auf über 110.000. Die Übersterblichkeit addiert sich zu knapp 60.000. Gut 50.000 Covid-Todesfälle (45%) schlagen sich in der Statistik also nicht nieder. Mindestens in dieser Größenordnung sind also andere Todesursachen zurückgegangen. Man kann es auch anders ausdrücken: Es liegt nahe, dass die Covid-Todesfälle lediglich als solche etikettiert wurden. Oder auch so: Die vorgebliche Ursache „Covid“ ersetzt eine andere.

Die Übersterblichkeit nach Median-Referenz kommt 2021 auf 81.000 (8%), mehr als doppelt so hoch wie nach der Trend-Referenz (3,9%). Die Überschätzung war zu erwarten – siehe oben. Ich bin auf die Auswertung des Statistischen Bundesamts gespannt – 8%, das stützt das offizielle Narrativ. Nach Median-Referenz wäre die Übersterblichkeit in beiden Jahren zusammen um rund 20.000 Todesfälle höher als der Gesamtzahl der Covid-Todesfälle entspricht, es wären also zusätzlich noch andere Todes-Ursachen verstärkt aufgetreten.

Inwieweit Covid eine bestimmende Rolle bei der Entwicklung der Sterblichkeit der zurückliegenden beiden Jahre gespielt hat, zeigt der folgende Chart. Das hier verwendete Bestimmtheitsmaß analysiert die gegenseitige Abhängigkeit von zwei Zeitreihen „qualitativ“, gleichgerichtete Bewegungen werden mit einem Ausschlag der Kurve des Bestimmtheitsmasses (blau) über die Mittellinie angezeigt. Sie muss in Verbindung mit der Entwicklung der Covid-Todesfälle interpretiert werden.

Es zeigt sich, dass die Gesamtsterblichkeit außerhalb der Grippesaison (jeweils von Anfang Oktober bis Mitte Mai – vertikale gestrichelte Linien im Chart) in der Regel nicht durch den Verlauf der Covid-Todesfälle erklärt werden kann. Innerhalb der Grippesaison gab es ebenfalls Episoden, in denen das zutraf, so etwa im März und April, sowie im Oktober und auch im Dezember. Zwischen Mitte Mai und Anfang Juni trat in beiden Jahren jeweils ein deutlicher Gleichlauf auf, der in Verbindung mit den abnehmenden Covid-Todesfällen das Ende der Grippesaison untermauerte. Längere Phasen der Synchronität von gesamten und Covid zugeschriebenen Todesfällen traten von Ende Oktober 2020 bis Anfang Januar 2021 auf, sowie jetzt von Anfang November bis Mitte Dezember auf.

Der Anteil der Covid zugeschriebenen Todesfälle an der Gesamtzahl kam Mitte Dezember 2021 auf über 10% und nimmt seitdem ab (im Januar 2021 lag der Wert in der Spitze noch bei deutlich über 20%). Das zeigt in Verbindung mit der rekordhohen „Inzidenz“ auch die offenbar deutlich abnehmende Gefährlichkeit des Erregers. Die Inzidenz war vor einem Jahr weniger als halb so hoch.

SARS-CoV-2 hat sich nach den aktuellen Sterbefallzahlen nicht als der „Killer“ gezeigt, als der er uns präsentiert wird. Bei allen zur Verfügung stehenden Daten muss man immer berücksichtigen, dass es das RKI bis heute nicht geschafft hat, solide Daten zu generieren (Absicht? Oder Blödheit?). Da wird auch schon mal mehr oder weniger offen gemogelt und getrickst. Es ist weiterhin nicht sauber unterscheidbar, ob ein Todesfall wegen oder mit Corona eingetreten ist. Es muss nicht einmal ein Test erfolgen, eine entsprechende Symptomatik reicht meist für "Covid" im Totenschein. Entsprechende finanzielle Anreize tun ein Übriges.

Es gab 2020 bezogen auf den langjährigen Trend des Sterbegeschehens mit 2% eine leichte, etwa mit 2015 vergleichbare Übersterblichkeit. 2021 fiel diese deutlicher aus (3,9%). Die nach RKI Covid zugeschriebenen Todesfälle betrugen 2020 3,2% der Gesamtzahl, 2021 waren es 7,8%. Ein bedeutender Teil davon (45% für beide Jahre) führte zu einer „Verdrängung“ anderer Todesursachen. Das mittlere Sterbealter ist aktuell kaum verändert gegenüber der Zeit vor „Corona“. Der Erreger sucht besonders Ältere (mit entsprechenden Vorerkrankungen) heim, „Corona“ ist beim Sterbegeschehen häufig lediglich ein hinzukommendes Ereignis. Die Todesursache „Covid“ ist in fast der Hälfte der Fälle lediglich ein „Etikett“ (nicht "an" Corona gestorben).

Eine Frage noch: Wenn nicht Covid, was sind dann die Todesursachen? Ein Blick in die Liste der schweren Nebenwirkungen der Gen-"Impfungen" hilft vielleicht weiter. Der starke Anstieg der Todesfälle im zweiten Halbjahr ist da ein deutliches Indiz.

Nachtrag:
(23.1.22) Prof. Kuhbandner weist in einer Untersuchung eine enge zeitliche Korrelation zwischen der mRNA-Impfaktivität und Todesfällen in Deutschland im Jahr 2021 nach (h/t multipolar). Das gilt nicht nur für das gesamte Bundesgebiet, sondern auch auf der Ebene jedes einzelnen Bundeslandes: „Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl der Verlauf der Todesfälle im Jahr 2021 als auch der Verlauf der Übersterblichkeit mit einer leichten Zeitverzögerung nahezu exakt den Verlauf der Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen widerspiegelt: Steigt die Anzahl der Impfungen, steigt kurz darauf auch die Anzahl der Todesfälle bzw. Übersterblichkeit, sinkt die Anzahl der Impfungen, sinkt kurz darauf auch die Anzahl der Todesfälle bzw. die Übersterblichkeit.“ RKI und PEI verweigerten auf eine entsprechende Nachfrage eine Auskunft. Einen Artikel hierzu finden Sie hier!

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