Wer ist Klaus Schwab?

Klaus Schwab ist die treibende Kraft hinter dem Weltwirtschaftsforum (WEF – World Economic Forum), nach Eigendarstellung „der internationalen Organisation für öffentlich-private Zusammenarbeit“. Schwab hat in der über 50 Jahre langen Geschichte dieser Organisation Staatsoberhäupter, führende Wirtschaftsmanager und die akademisch-wissenschaftliche Elite zu jährlichen Treffen nach Davos geholt. Er gilt als einer der am besten vernetzten Menschen dieser Welt.

Zuletzt ist er als Frontmann des „Great Reset“ aufgetreten, einer umfassenden Anstrengung, die Zivilisation weltweit zum ausdrücklichen Nutzen der Elite des Weltwirtschaftsforums und ihrer Verbündeten umzugestalten. Der Kern dieser Elite, das sind die hundert größten Unternehmen auf der Welt.

Wenn jemand mit solch „ehrgeizigen“ Plänen antritt, sollte man etwas über dessen Geschichte und Herkunft wissen. Die online-Informationen hierzu sind nicht zufällig spärlich. Johnny Vedmore hat sich die Mühe gemacht, Licht ins Dunkel zu bringen (h/t K.H.!). Ich bringe nachfolgend eine Zusammenfassung.

Klaus Martin Schwab wurde 1938 in Ravensburg geboren, einige Jahre später bekam er einen Bruder namens Urs Reiner Schwab. Sein Vater, Eugen Schwab, beginnt sein Berufsleben in der Tradition der Familie als Maschinenbauingenieur in der deutschen Niederlassung der Schweizer Firma Escher-Wyss. Das Stammhaus der 1805 gegründeten Firma befindet sich in Zürich. In den 1930er Jahren war das seinerzeit von Eugen Schwab geleitete Ravensburger Escher-Wyss-Werk der größte Arbeitgeber in Ravensburg. Hitlers Nazi-Partei verlieh der Niederlassung den Titel „Nationalsozialistischer Musterbetrieb“.

Escher-Wyss war führend in der Großturbinentechnik für Staudämme und Kraftwerke, aber sie stellte auch Teile für deutsche Kampfflugzeuge her. Die westlichen Militärgeheimdienste wussten von Escher-Wyss‘ Komplizenschaft und Kollaboration mit den Nazis. In den Jahren des Zweiten Weltkriegs arbeiteten fast 3.600 Zwangsarbeiter in Ravensburg. Escher-Wyss beschäftigte davon etwa 200. Die Firma unterstützte die Kriegsanstrengungen der Nazis auch durch einen Beitrag zur Produktion von schwerem Wasser für deren Atomprogramm in einem Wasserkraftwerk in Vemork nahe Rjukan, Norwegen.

Klaus Schwab schloss 1962 sein Maschinenbaustudium an der ETH Zürich mit dem Ingenieurdiplom ab. Im folgenden Jahr absolvierte er zusätzlich ein Wirtschaftsstudium an der Universität Fribourg, Schweiz. 1966 promovierte er über ein ingenieurwissenschaftliches Thema. 1967 kam ein Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften der Universität Fribourg hinzu, sowie ein Master of Public Administration an der John F. Kennedy School of Government in Harvard, USA. 1972 wurde er Professor an der Universität Genf.

Während seiner Zeit in Harvard wurde Schwab von Henry Kissinger unterrichtet. Von dem sagte er später, er gehöre zu den drei bis vier Persönlichkeiten, die sein Denken maßgeblich beeinflusst haben. Großen Einfluss auf seine Weltanschauung hatte offenbar auch ein Buch von Jean-Jacques Servan-Schreiber, „The American Challenge“, in dem behauptet wird, Europa werde den USA wegen der europäischen Managementmethoden unterliegen.

[Anmerkung: Kissingers Denken wurde auch durch den deutschen Philosophen Oswald Spengler geprägt, wie er in seinen Memoiren schrieb. Spengler lehnte den Rationalismus in der Politik ab, weil ein Staat durch permanente Abwägungen faktisch handlungsunfähig werden kann. Kissinger zog daraus den Schluss, dass „der Staatsmann ausdauernd und intuitiv Entscheidungsmöglichkeiten wahrnehmen muss, um das Schicksal seines Volkes zu gestalten.“]

1967 ging Schwab zur alten Firma seines Vaters, Escher-Wyss. Als Assistent des Präsidenten des Verwaltungsrats sollte er sich um die Reorganisation des mit Sulzer fusionierenden Unternehmens kümmern. 1969 entstand so schließlich die neue Sulzer AG. Das Schweizer Traditionsunternehmen Sulzer befasste sich hauptsächlich mit der Herstellung von Kompressoren.

Klaus Schwab half mit, das Unternehmen von einem Maschinenbaugiganten zu einem Technologie-Konzern umzuwandeln. In diesem Zusammenhang wurde auch ein neuer Geschäftsschwerpunkt „medizintechnische Produkte“ entwickelt. Escher-Wyss hatte sich schon 1962 mit der Herstellung und Installation von Kerntechnik beschäftigt und in den 1960er Jahren begonnen, Schlüsselteile für Atomwaffen zu beschaffen und zu bauen. In Schwabs Zeit in der dann mit Sulzer fusionierten Firma fiel auch die Schlüsselrolle bei der Entwicklung des illegalen südafrikanischen Atomwaffenprogramms, von der die Schweizer Regierung offenbar wusste. Auch deutsche Unternehmen spielten dabei mit.

In den späten 1960er Jahren beginnt Schwab, in der Öffentlichkeit zu erscheinen. Erste Luft in dieser Richtung dürfte er von 1963 bis 1966 geschnuppert haben, als er Assistent des Generaldirektors des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt war. In einer Veranstaltung im Januar 1969, dem „Pressetag der Maschinenindustrie“, stellte Schwab fest, dass Unternehmen mit einem autoritären Führungsstil „nicht in der Lage sind, das ‚Humankapital‘ voll zu aktivieren“.

1970 bat Schwab die Europäische Kommission um Hilfe bei der Gründung einer „nicht-kommerziellen Denkfabrik für europäische Wirtschaftsführer“. Die Europäische Kommission sollte die Schirmherrschaft übernehmen. 1971 fand das erste Treffen des Weltwirtschaftsforums, damals noch unter dem Namen European Management Symposium, in Davos statt. Es kamen 450 Teilnehmer aus 31 Ländern, zumeist Manager verschiedener europäischer Unternehmen, Politiker und US-Wissenschaftler. Die Harvard Business School hatte sich für die Idee stark gemacht, auch der Harvard-Ökonom John Kenneth Galbraith gab Unterstützung.

Die einflussreichste Gruppe, die die Gründung des Symposiums von Klaus Schwab vorantrieb, war der Club of Rome. Er war 1968 von dem italienischen Industriellen Aurelio Peccei und dem schottischen Chemiker und Direktor für Wissenschaft, Technologie und Erziehung bei der OECD Alexander King gegründet worden. Wo? Bei einem privaten Treffen in einer Residenz der Rockefeller-Familie in Bellagio, Italien. Die Veröffentlichung des Clubs 1972 „The Limits to Growth“ (Die Grenzen des Wachstums) fokussierte die globale Überbevölkerung und warnte, die Erde würde „innerhalb eines Jahrhunderts an ihre Grenzen stoßen, wenn die Konsumgewohnheiten der Welt und das Bevölkerungswachstum mit den gleichen hohen Raten wie bisher fortgesetzt würden.“ 1973 veröffentlichte der Club of Rome einen Bericht, in dem er ein „adaptives“ Modell für die globale Regierungsführung vorstellte, das die Welt in zehn miteinander verbundene wirtschaftliche und politische Regionen aufteilen sollte.

Der Club of Rome ist umstritten wegen seiner Besessenheit hinsichtlich der Reduzierung der Weltbevölkerung, die von Kritikern als eugenisch und neomalthusianisch beeinflusst bezeichnet wurde. In dem berüchtigten Buch des Clubs von 1991 „The First Global Revolution“ wurde argumentiert, dass solche Politiken aber die Unterstützung der Bevölkerung gewinnen könnten, wenn die Massen in der Lage wären, sie mit einem existenziellen Kampf gegen einen gemeinsamen Feind zu verbinden.

[Anmerkung: Das Thema der Überbevölkerung wird bei den Eliten durchgängig sehr hoch gehängt. So wird etwa Henry Kissinger zitiert mit dem Satz: „Die Weltbevölkerung muß um 50 Prozent reduziert werden.“ Prinz Philip, Ehegatte der britischen Königin, sagte 1988 in die heutige Zeit passend, im Falle einer Wiedergeburt würde ich gerne als tödlicher Virus zurückkommen, um das Problem der Überbevölkerung lösen zu helfen.]
[Anmerkung: Der Kampf gegen einen gemeinsamen Feind ist oft das Leitmotiv von Diktaturen. Siehe etwa den Nazi-Faschismus mit seiner Hetze gegen alles „nicht-arische“.]

Eine Passage in dem Buch lautet: „Auf der Suche nach einem gemeinsamen Feind, gegen den wir uns vereinigen können, kamen wir auf die Idee, dass Umweltverschmutzung, die drohende globale Erwärmung, Wasserknappheit, Hungersnöte und Ähnliches dazu passen würden. (…) Alle diese Gefahren sind durch menschliche Eingriffe in natürliche Prozesse verursacht und können nur durch veränderte Einstellungen und Verhaltensweisen überwunden werden. Der wahre Feind ist also die Menschheit selbst.“

In den vergangenen Jahren hat die Elite, die den Club of Rome und das Weltwirtschaftsforum bevölkert, häufig argumentiert, Methoden der Bevölkerungskontrolle seien unerlässlich für den Schutz der Umwelt. Es ist daher nicht überraschend, dass das Weltwirtschaftsforum die Themen Klima und Umwelt in ähnlicher Weise nutzt, um ansonsten unpopuläre Politiken, wie die des Great Reset, als notwendig zu vermarkten.

Klaus Schwab ist zu einem der einflussreichsten Menschen der Welt geworden, sein „Great Reset“ macht es wichtiger denn je, den Mann auf dem Globalistenthron zu hinterfragen. Er ist Mitglied einer wohlhabenden, gut vernetzten Familie. Der Arbeitgeber von Vater und Sohn Schwab, beide auf hohen Positionen, war involviert in Geschäftsbeziehungen mit aggressiven, rassistischen Regierungen, den Nazis und dem südafrikanischen Apartheid-Regime. Haben sie von nichts gewusst?

Schwab sagte 2006: „Wissen wird bald überall verfügbar sein (…). Es geht nicht mehr darum, was man weiß, sondern darum, wie man es nutzt.“ Er sieht sich dabei selbst als Taktgeber. Im Januar verkündete Schwab, 2021 sei das Jahr, in dem das Weltwirtschaftsforum und seine Verbündeten „das Vertrauen der Massen wieder aufbauen“ müssten.

Schwab hat durch das World Economic Forum dazu beigetragen, die von der Eugenik beeinflusste Bevölkerungskontrollpolitik zu rehabilitieren, die in der Nachkriegszeit mit den Enthüllungen der Nazi-Gräueltaten in Verruf kam. Womöglich besteht Schwabs Rolle überhaupt darin, „globale, regionale und industrielle Agenden“ der Gegenwart in jahrzehntelanger Bemühung zu formen, um die Kontinuität größerer, viel älterer, nach dem Zweiten Weltkrieg in Verruf geratener Agenden zu gewährleisten.

Gibt es irgendeinen Grund zu glauben, dass Klaus Schwab, so wie er heute existiert, sich in irgendeiner Weise verändert hat, fragt Johnny Vedmore zum Schluss seines Artikels. Die hinsichtlich der Zukunft der Menschheit wichtigste Frage, die man zu den wahren Beweggründen von Herrn Schwab stellen sollte, ist vielleicht die: Geht es um die vierte industrielle Revolution oder um etwas anderes viertes?

Zuletzt ist Schwab durch bewundernde Kommentare aufgefallen, wie effektiv die chinesische Führung „Corona“ besiegt hat. Dasselbe „Corona“, das er in seinem Buch (Schwab, Klaus & Thierry Malleret (2020): Covid-19: The Great Reset) für eine der mildesten Pandemien der letzten 2000 Jahre hält.

Folgende Linien ziehen sich für mich durch Schwabs Persönlichkeit:

  • Er sieht sich als Macher, als treibende Kraft mit unbändigem Gestaltungswillen.
  • Den Satz des Club of Rome „Der Mensch ist der Feind des Menschen“ dürfte er für sich so nehmen, dass der Mensch „an sich“ unvollkommen ist. Daher bedarf es besonderer Führer, die die Geschicke der Menschheit in „richtige“ Bahnen lenken.
  • Das dürfte ihn auch zum offenen Verfechter des Transhumanismus gemacht haben, einer Denkrichtung, die die Begrenztheit des Menschen durch technologische Verfahren überwinden will. Für den sendungsbewussten Schwab gilt diese „Verpflichtung zum Fortschritt“ rationalisiert im Interesse der Werte der Menschheit.
  • Das Thema Bevölkerungskontrolle speist sich aus einer gewissen Herrenmenschen-Einstellung. Es zieht sich durch praktisch alle mächtigen Kreise, steht auch bei Gates, Rockefeller und anderen im Fokus.
  • Von Kissinger dürfte er hinsichtlich der Gefahr geschärft worden sein, dass rational-abwägende Faktenmenschen das Momentum kreativer, risikobereiter Macher neutralisieren können.
  • Vom Club of Rome hat er die Erkenntnis, dass man „nicht genehme“ Ziele in allgemein anerkannte Trends verpacken muss, um Erfolg zu haben. Am besten lässt man sie im Windschatten des Kampfes gegen einen gemeinsamen Feind segeln („Corona“).

Für mich ergeben sich viele Bezugspunkte zur „emotionellen Pest.

[Das Titelbild stammt von Wikipedia – Informationen zur Lizenz hier und hier]

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