Covid wie saisonale Influenza

Covid ist mittlerweile weniger tödlich als die saisonale Grippe (Influenza). Das ergibt sich aus Zahlen der englischen Regierung. Aber natürlich wird gleich gewarnt: Eine auf Omicron folgende Virus-Variante könnte den Prozess umkehren.

Vor dem Aufkommen von Omicron lag die Sterblichkeitsrate von Covid bei etwa 0,2%, jetzt kommt sie auf 0,03%. Nur noch einer von 3.300 Infizierten stirbt an Covid. Die normale saisonale Inluenza weist eine Infektionssterblichkeitsrate (IFR) von 0,05% und weniger auf. Professor Robert Dingwall sieht England nun am Übergang zu einem Zustand, in dem Covid eine weitere Atemwegserkrankung ist (Chartquelle).

Zu Beginn der „Pandemie“ war man davon ausgegangen, dass die IFR bei über einem Prozent liegt. Die WHO sah eine Sterberate von 3,4%. Der weltweit anerkannte Epidemiologe Prof. John P.A. Ioannidis hatte aber bereits im März 2020 gewarnt: „A fiasco in the making? As the coronavirus pandemic takes hold, we are making decisions without reliable data“. Er kam aufgrund einer Analyse der Zahlen auf der „Diamond Princess“, einem vor Japan isolierten Kreuzfahrtschiff, zu dem Schluss, dass unter Berücksichtigung der Altersstruktur eine Sterberate von etwa 0,125% zu erwarten sei. Diese Feststellung hatte er in einer Nachfolge-Untersuchung bestätigt.

Die Situation für Deutschland wird im folgenden Chart gezeigt. Im größeren Bild zeigt gelb die IFR auf Basis der täglich neuen Ereignisse (Quotient aus Todesfällen und „Fällen“, jeweils pro Million Einwohner). Sie kommt aktuell auf 0,02%. Magenta stellt den Verlauf des Infektionsgeschehens auf Basis akkumulierter Daten dar, der Wert liegt aktuell bei 0,68%, er nähert sich immer weiter der IFR an. In dunkelblau ist der Verlauf der Anzahl der Tests gezeigt (pro 1000 Einwohner – rechte Skala). Das kleinere Bild zeigt den Verlauf der Hospitalisierungen im Verhältnis zur Anzahl der „Fälle“. Der aktuelle Wert steht bei 0,11%. [Anmerkung: Versehentlich war hier zuerst mit wöchentlichen Beträgen gerechnet worden; demzufolge musste auch die Graphik bei der Hospitalisierungsrate korrigiert werden.]

Die Werte sind alle mit höchster Vorsicht zu nehmen. Das fängt schon an bei der Definition der „Fälle“. Darunter wird bei Corona ein positives Testergebnis beim PCR-Test verstanden. Der ist selbst schon als äußerst problematisch anzusehen. Weiter: Kann jemand allein wegen eines positiven Tests als „infiziert“ gelten? Ich denke nicht. Also ist es eine tägliche Lüge in den Medien, wenn von "Neuinfektionen" die Rede ist. Zahlreiche Untersuchungen haben zudem ergeben, dass es eine asymptomatische Covid-Infektion nur in sehr seltenen Ausnahmefällen gibt.

Hinzu kommt die Anzahl der Tests – wer viel testet, findet viel. Also hängt die IFR auch davon ab, wie viel getestet wird. Da die Zahl der Fälle im Nenner steht, wird die IFR In Zeiten niedrigerer Testaktivität (wie etwa in der Zeit von März bis Juni 2020) schon deshalb höher ausfallen als in Zeiten einer hohen Anzahl von Tests (etwa zuletzt seit Jahresbeginn).

Des weiteren verzerrt das bei uns praktizierte anlasslose Testen, der Verlauf der Fälle hat nur einen eingeschränkten Bezug zum Infektionsgeschehen. Hinzu kommt, dass nicht jeder Inzifierte einen Test machen lässt, etwa weil die Symptome nicht gravierend sind. Die so entstehende Dunkelziffer wird auf Werte zwischen vier und zehn geschätzt, die WHO ging in einer Veröffentlichung sogar von über 20 aus. Mit diesem Faktor wäre die Anzahl der „Fälle“ zu multiplizieren, um sich der „wahren“ IFR anzunnähern. Damit ist die Angabe der IFR oben mit aktuell 0,02% in Deutschland auch eher konservativ.

Die vom RKI und anderen Institutionen erhobenen Daten haben also nur eine geringe Aussagekraft. Es wäre schon viel gewonnen, wenn man eine repräsentative Statistik entwickelt hätte, wie sie etwa der Sonntagsfrage im TV zugrunde liegt. Dies hatte Prof. Bhakdi im Frühjahr 2020 in einem offenen Brief an Merkel gefordert. Passiert ist nichts. Auch sonst ist die statistische Leistung des RKI mehr als dürftig. Teilweise wurde offen geschummelt, die erhobenen Daten sind unvollständig oder verzerrt.

Wenn man auf den Zähler der IFR schaut, so ist es in weiten Grenzen beliebig, ob der Todesfall ursächlich durch Covid aufgetreten ist oder das Vorhandensein eines positiven Tests auf das Coronavirus nur eine Begleiterscheinung war. Die Abrechnungsmodalitäten unterstützen das noch und so liegt die Vermutung nahe, dass es hier eine deutliche Verzerrung gibt. Viele Schätzungen laufen darauf hinaus, dass grob die Hälfte der Todesfälle nicht ursächlich durch Covid bedingt sind (siehe etwa hier!).

Aus Studien zu Influenza A (Pandemie 2009) ergab sich, dass die Fall-Sterblichkeitsrate (CFR) bei Labor-bestätigten Fällen in der Größenordnung von 0,1% bis 5% liegt. Bei symptomatischen Fällen kam man auf 0,005% bis 0,05%. Bezogen auf die geschätzte Zahl der Infizierten (entsprechend der IFR) ergaben sich Werte zwischen 0,001% und 0,01%.

Da sich überall auf der Welt unter den unterschiedlichsten Konstellationen derselbe abnehmende Verlauf bei der Covid-IFR, bei der Hospitalisierungsrate und bei der Belegung der Intensivstationen mit Covid-Patienten ergibt, kann man gesichert davon ausgehen, dass Covid mit der Omicron-Variante tatsächlich zu einer endemischen Erkältungskranheit wurde.

Das haben ernst zu nehmende Wissenschaftler schon im Frühjahr 2020 vorhergesagt. Auch die Gruppe um Prof. Schrappe hatte sich so geäußert. John Ioannidis hat ebenfalls sehr früh anhand der Reagenzglas-Situation auf der Diamond Princess eine zutreffende Einschätzung der Gefährlichkeit von Covid gegeben.

Es gab denn auch bisher weder eine flächendeckende Überlastung des Gesundheitssystems noch der Intensivstationen. Das hatte im Mai 2021 auch der Bundesrechnungshof festgestellt, als er sich auf die Suche nach von der Bundesregierung geförderten Intensivplätzen machte. Ob er sie mittlerweile gefunden hat, weiß ich nicht.

Angesichts der Lage ist klar, dass eine Impfpflicht grundgesetzwidrig ist – zumal die Impfstoffe ein hohes Gefährdungspotenzial für die Impflinge aufweisen und nicht einmal verhindern können, dass Geimpfte das Virus übertragen. Auch zum Eigenschutz taugt das Zeug nicht, wie die steigende Anzahl von infizierten Geimpften zeigt.

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