Großbauer Bill und seine Freunde

Bill Gates hat über verschiedene Tochterfirmen überall in den USA Ackerland gekauft. Gegenwärtig besitzt er rund 100.000 Hektar, hinzu kommen noch gut 10.000 Hektar an landwirtschaftlich nicht genutzter Fläche. Er gehört damit zu den größeren Landbesitzern. Amazon-Chef Bezos besitzt knapp 180.000 Hektar und etwa 50 weitere Familien besitzen ebenfalls größere Farmland-Flächen.

Gates ist kein Bio-Bauer – im Gegenteil, er hat stets für gentechnisch veränderte Lebensmittel und giftige Agrochemie geworben. Zudem drängt er westliche Nationen zu hundertprozentig synthetischen Nahrungsmitteln, etwa „Fake-Fleisch“. Keineswegs überraschend ist, dass Gates in vielen seiner vorgeschlagenen Lösungen für vermeintliche Probleme selbst investiert ist.

Gates begann 1994, sich im Bereich der Produktion gentechnisch veränderter Nahrungsmittel zu engagieren. 2006 gründeten die Bill & Melinda Gates Foundation und die Rockefeller Foundation die „Alliance for a Green Revolution in Africa“ (AGRA). Eine Studie aus dem Jahr 2020 ”False Promises: The Alliance for a Green Revolution in Africa (AGRA)” kommt hinsichtlich deren Aktivitäten in Afrika zu dem Schluss, dass in den 18 Ländern, in denen Gates tätig wurde, die Zahl der extremen Hunger Leidenden um 30% zugenommen hat.

Gates Plantagensystem hat die Landbevölkerung auf ihrem eigenen Land zu Sklaven gemacht, die von High-Tech-Mechanisierung, starren Zeitplänen, Krediten und Subventionen abhängig sind. Profitiert von der Umstellung dort hauptsächlich auf Mais haben die Unternehmenspartner von Gates. Hierzu zählt auch die auf gentechnisch verändertes Saatgut und Agrochemie spezialisierte Firma Monsanto, von der die Gates Foundation 2010 500.000 Aktien im Wert von 23 Mio. Dollar erwarb (sie aber später auf Druck von Bürgerinitiativen wieder veräußerte).

Die Studie stellt zu AGRA weiter fest: Die Erträge bei wichtigen Grundnahrungsmitteln haben sich nicht verbessert. AGRA sorgte für eine hohe Verschuldung der Kleinbauern, die dann nicht in der Lage sind, die Kredite für Düngemittel und Hybridsaatgut zurückzuzahlen. AGRA-Projekte schränkten auch die Wahlfreiheit der Kleinbauern ein hinsichtlich dessen, was sie anbauen wollten.

Das hat dramatische Auswirkungen auf die Pflanzenvielfalt. Der Schwerpunkt von AGRA liegt auf dem Anbau von Mais, der Anbau traditioneller klimaresistenter und nährstoffreicher Pflanzen hat abgenommen. Schließlich betreibt AGRA Lobbyarbeit bei Regierungen, um Gesetze zu verabschieden, die Düngemittelproduzenten und Saatgutkonzerne begünstigen, anstatt kleinbäuerliche Nahrungsmittelproduktion und alternative Strukturen zu stärken.

Um seine dystopischen Pläne zu tarnen, bemüht Gates die Rhetorik von „Nachhaltigkeit”, „Biodiversität”, „verantwortungsvoller Führung” und „Klima”. Die Historie seiner Investitionen legt aber nahe, dass diese Worte für Gates & Co ein Alibi sind für soziale Kontrolle, Machtausweitung und eine Überwachung im Rahmen des „Great Reset”.

Ganz zu schweigen von den Plänen für Science-Fiction-Geoengineering, darunter etwa die Projekte, in der Stratosphäre Kalziumchlorid oder Meerwasser zu versprühen, um die Erderwärmung zu verlangsamen oder dort riesige Ballons zu positionieren, um die Atmosphäre mit reflektierenden, die Sonne verdunkelnden Partikeln zu sättigen.

Was seine Investitionen betrifft, so geht daraus sein vorgebliches Engagment für Umwelt und Klima nicht hervor. Er ist in großen Ölkonzernen engagiert, sowie auch in Unternehmen im Bereich von Transport und Energieerzeugung via Kohle. Und der von ihm favorisierte Anbau von Gen-Mais erfordert den heftigen Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden, Agrochemikalien aus Erdgas und anderen fossilen Brennstoffen.

Gates wiederholt die Grüne Revolution, die die Rockefeller Foundation in den 1960er Jahren in Indien und Mexiko ins Leben gerufen hatte. Die Analyse dieser Aktivitäten durch die IAASTD „Agriculture at a Crossroads“ zeigt, dass Monokulturen den Einsatz von immer mehr Chemie erfordern und dabei die Fruchtbarkeit der Böden untergraben. Die biologische Vielfalt nimmt ab, Böden werden zerstört, Wasser wird belastet. Das alles trägt zum Klimawandel bei. Die Politik der Grünen Revolution hat die Ernährungssicherheit vermindert und enteignet Kleinbauern durch Schulden für außerbetriebliche Produktionsfaktoren. IAASTD und zahlreiche andere Studien zeigen, dass Souveränität hinsichtlich Saatgut, Ernährung und Wissen die einzig realistische Zukunft für Ernährung und Landwirtschaft sind.

Gates & Co werden mit Fug und Recht als Philanthrokapitalisten bezeichnet. Philanthropie ist die Fassade für Profit und Unternehmenskontrolle. Sie erwarten von ihren Investitionen in Sozialprogramme langfristig finanzielle Erträge oder sonstige geldwerte Vorteile. Es geht in Wirklichkeit um neoliberale Wirtschaftspolitik und Globalisierung. Der hochtechnologische Ansatz von Gates hat in der Landwirtschaft verheerende Folgen für die Nachhaltigkeit der Ernährung und der Umwelt, wie auch für die lokale Ernährungssicherheit. Für Gates & Co ist es jedoch profitabel, man eignet sich die Ressourcen der Welt an an und kommt dem Ziel näher, sie im Zangengriff zu beherrschen.

Das Weltwirtschaftsforum mit seiner Gallionsfigur Schwab will mit dem „Great Reset“ jeden erdenklichen Aspekt des Lebens und der Gesellschaft „umstellen“, einschließlich der globalen Ernährungspolitik. Angeführt wird dieser spezielle Vorstoß von einer Organisation namens EAT Forum, die sich selbst als das „Davos für Lebensmittel“ bezeichnet.

Mitbegründer des EAT-Forums ist der Wellcome Trust, eine Stiftung, die mit Gates u.a. über das Impfungs-Thema strategisch verbunden ist (siehe hier!). Der größten Initiative des EAT-Forums namens FreSH geht es darum, das Lebensmittelsystem als Ganzes zu „revolutionieren“. Zu den Projektpartnern dieses Vorhabens gehören Bayer, Cargill, Syngenta, Unilever und Google.

Laut Frederic Leroy, einem Professor für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie an der Universität Brüssel, arbeitet das EAT-Netzwerk eng mit einigen der größten Fleischimitatfirmen zusammen, darunter Impossible Foods und andere Biotech-Unternehmen, um gesunde, nahrhafte Lebensmittel durch gentechnisch veränderte Laborkonstrukte zu ersetzen.

Und nun raten Sie mal, wer wohl „Impossible Foods“ gegründet hat? Google, Jeff Bezos und Bill Gates. Gates hält synthetisches Fleisch für die Lösung zur Reduktion von Methan. Und sollte der Umstieg nicht freiwillig gelingen, müsste eben mit Zwang, sprich Gesetzen, nachgeholfen werden, so Gates.

Landwirtschaftliche Praktiken haben sich in Afrika über 10.000 Jahre hinweg so entwickelt, dass sie die Vielfalt der Kulturen, Dezentralisierung, Nachhaltigkeit, Privateigentum, Selbstorganisation und lokale Kontrolle des Saatguts fördern. Gates hat fast fünf Mrd. Dollar investiert, um dieses uralte System zu demontieren und durch eine hochtechnisierte Landwirtschaft, chemieabhängige Monokulturen, extreme Zentralisierung und Kontrolle von oben nach unten zu ersetzen. Landwirte wurden gezwungen, seine teuren Betriebsmittel zu kaufen und sich an sein Diktat zu halten.

Das Ergebnis war absehbar, die Ersetzung traditioneller, nahrhafter Pflanzen durch industrielle Nutzpflanzen wie Mais und Soja liess globale Rohstoffhändler und Junkfood-Hersteller profitierten, während die einheimische Bevölkerung buchstäblich in die (leere) Röhre schaute. Der massive Einsatz von Chemikalien zerstörte die Böden, der Ertrag ging zurück, die Ernährungslage verschlechterte sich weiter.

Es führt letztlich kein Weg daran vorbei: Eine regenerative Landwirtschaft und Tierhaltung kann und muss die biologische Ernährung sicherstellen. Sie ist nicht nur frei von giftigen Pestiziden, gentechnisch veränderten Organismen, chemischen Düngemitteln und Massentierhaltung, sondern auch regenerativ in Bezug auf die Gesundheit des Bodens, der Umwelt, der Tiere, des Klimas und der ländlichen Lebensgrundlagen. Das alles dient auch der menschlichen Gesundheit.

[Unter Verwendung von Material aus:
Bill Gates und Neo-Feudalismus: Ein genauerer Blick auf Farmer Bill
Farmer Bill and the Great Reset, verfügbar hier
Farmer Bill und der große Reset – neue Erkenntnisse]

Ergänzung:
Sie wollen doch sicher auch die Umwelt retten. Dann folgen Sie bitte ab sofort der Anweisung des World Economic Forum, Hosen nur noch einmal im Monat zu waschen. In einem Video wird den zukünftigen Besitzlosen erklärt, wie sie gefälligst ihre Wäsche zu behandeln haben.

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