Merkel & Co im Zwielicht

Dr. Bodo Schiffmann geht in seinem neuen Video „Corona35“ vom 23. April der Frage nach, ob die Maßnahmen der Regierung gegen das Corona-Virus gewirkt haben.

Er nimmt dabei Bezug auf ein Interview mit dem Finanzwissenschaftler Prof. Homburg (siehe auch
hier!), der die neuesten Zahlen des RKI untersucht hat und hinsichtlich der Reproduktion des COVID-19-Virus feststellt: Die Reproduktionszahl 1, die die Kanzlerin als Erfolg des Lockdown präsentiert, war schon 2 Tage vor den Maßnahmen des 23. März 2020 erreicht worden. Daraus schließt Homburg: „Der Lockdown hat überhaupt keine Auswirkungen auf die Verbreitung des Virus.“ Zudem sei die Pandemie in Europa so gut wie vorbei, meint Prof. Homburg unter Verweis auf die neuen Zahlen des Euromomo.

Schiffmann hat die Graphik des RKI, auf die sich Homburg u.a. bezieht, ergänzt um einige Datumsangaben. Er zieht den Schluss, dass schon das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen keine entscheidende Wirkung auf die Verbreitung der Infektion mehr hatte. Wenn man von einem Zeitverzug zwischen Infektion und Meldung an das RKI von 14 Tagen ausgeht (Inkubationszeit plus Zeit bis zum Test plus Zeit für die Auswertung), hätte die Spitze der Reproduktionskurve etwa im Bereich der roten Linie liegen müssen (#3 in der Graphik).

Die Kurve der effektiven Reproduktionszahl liegt seit dem 21. März unter eins, also zwei Tage vor der Ausrufung des Lockdown. Am 16. März kam die Schulschließung und damit unmittelbar in Zusammenhang stand eine Massenveranstaltung der besonderen Art, nämlich der Beginn der Hamsterkäufe, als viele tausend Menschen sich in den Supermärkten zusammen drängelten. Die Kurve zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und fiel weiter ab. Zudem haben in der gesamten Zeit, die die Kurve überstreicht, 30 Millionen Menschen den öffentlichen Personennahverkehr genutzt, aber sie ließ sich auch hiervon nicht beeindrucken. Damit ist für Schiffman klar, dass das lokale Maximum der Reproduktionszahl in Deutschland in Zusammenhang mit der Rückkehr aus Urlaubsgebieten steht, in denen das Virus stark verbreitet war. Die Maßnahmen nach altem Seuchenschutzgesetz hätten ausgereicht, um der Gefahr wirksam zu begegnen.

Aus all dem wird auch noch deutlich, dass Masken für eine solche Entwicklung nicht erforderlich waren. Schiffmann zeigt sogar, dass sie kontraproduktiv sind und bezieht sich dabei auf eine Arbeit an der TU München aus dem Jahre 2005. Zudem bewirken Masken nach einer anderen Studie, dass ein Maskenträger seine eigene Viruslast erhöht, weil die Viren aus dem eigenen Körper wieder eingeatmet werden.

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat die ab kommender Woche in ganz Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus geltende Maskenpflicht scharf kritisiert. Er trage zwar selber „aus Höflichkeit und Solidarität“ eine Maske, halte aber eine gesetzliche Pflicht für „falsch“, sagte Montgomery der „Rheinischen Post“. Wer eine Maske trage, werde durch ein trügerisches Sicherheitsgefühl dazu verleitet, den „allein entscheidenden Mindestabstand“ zu vergessen.

Allmählich scheint die Corona-Fassade in Berlin und anderswo zu bröckeln. Das Kanzleramt stellte sich zunächst vehement gegen eine Verpflichtung zum Tragen von Mund- und Nasenschutz, fast alle Bundesländer führen die Maskenpflicht aber ein. Ein Vertrauter der Kanzlerin behauptete gar, Masken hätten „null Einfluss auf das Infektionsgeschehen“. Der Bundestags-Vizepräsident Kubicki kritisiert Merkel, sie habe keine rechtliche Befugnis zur Koordinierung der grundrechtseinschränkenden Maßnahmen, noch könne sie in diesem Zusammenhang Weisungen aussprechen. Und Gesundheitsminister Spahn wird zitiert mit den Worten in der Fragestunde des Bundestages vom 22.4.20: „Wir müssen in ein paar Monaten evt. um Verzeihung bitten, da wir uns bzgl. des Virus geirrt haben.“ (siehe hier!)

Ja, warum dann nicht schon mal vorsorglich zurücktreten? Noch kann Bankkaufmann Spahn die Schuld irgendwelchen Beratern in die Schuhe schieben. Die haben zwar vermutlich einen Abschluss in Medizin, aber der schützt offenbar nicht davor, ihre einmal gelernten naturwissenschaftlichen, medizinischen und ethischen Prinzipien über Bord zu werfen und andere mit ihren wahrscheinlich wissentlichen Panikmacherereien zu infizieren.

[Die Bilder sind dem Video „Corona35“ von Dr. Bodo Schiffmann entnommen]

Ergänzung:
Merkel hat am 20. April mit dem Begriff „Öffnungsdiskussionsorgien“ Debatten um zügigere Lockerungen in einigen Bundesländern scharf kritisiert. Abgesehen davon, dass diese Wortwahl eine ebenso undemokratische Gesinnung offenbart wie das vor einigen Jahren in die Welt gesetzte „alternativlos“, zeigt dies wohl auch, dass die Nerven bei den obersten Veranstaltern der Anti-Corona-Orgie allmählich blank liegen.
Da wundert es auch nicht, dass heute der Bayer Söder (CSU) und Kretschmann (Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, ihre Männerfreundschaft im Krieg gegen das Corona-Virus öffentlich zur Schau gestellt haben.

Nachtrag:
(26.4.20) Zu den Infektions-Zahlen muss man sich immer wieder ins Gedächstnis rufen, dass es sich bei der Zahl der Infizierten um absolute Zahlen handelt. Diese bekommt die Öffentlichkeit serviert. Mit wissenschaftlicher Datenerhebung hat das aber nichts zu tun.
Beispiel: Wenn man zunächst 100 Leute testet und bei zehn eine Infektion feststellt, sind das 10% Infizierte. Testet man dann 300 Leute und findet 30 Infizierte sind das ebenfalls 10%. Nach absoluten Zahlen aber ist die Zahl der Infizierten von zehn auf dreißig gestiegen.
Die Zahl der Testungen hat sich in den zurückliegenden etwa vier Wochen verdreifacht, die Zahl der Infizierten ebenso. Prozentual gesehen hat sich die Infektion damit nicht weiter ausgebreitet. Nach absoluten Zahlen aber schon, und die serviert die Dreier-Bande von Merkel, Drosten und Spahn der Öffenlichkeit, um Angst zu schüren und die völlig überzogenen Maßnahmen zur Einschränkung bürgerlicher Freiheiten zu begründen.
Nicht umsonst fordern Experten wie etwa auch Prof. Scheller seit längerem repräsentative Untersuchungen, die so gestaltet sind wie z.B. die Sonntagsfrage im TV. Gehör haben sie bisher nicht gefunden. Zu schnell würde dann nämlich klar, welches Spiel da getrieben wird.

Nachtrag:
(1.5.20) In einer ausgezeichneten Analyse erklärt Prof. Christof Kuhbandner, warum die zunehmende Erhöhung der Anzahl der Coronavirus-Tests zu einer dramatischen Überschätzung des wahren Anstiegs der Neuinfektionen führt. Außerdem würde der zeitliche Abstand zwischen tatsächlichem Infektionszeitpunkt und Testzeitpunk den in Wirklichkeit deutlich früher stattfindenden Rückgang der Neuinfektionen verbergen.
Im Gegensatz zur verbreiteten Darstellung wäre demnach das Szenario einer epidemischen Ausbreitung des Coronavirus ein statistischer Trugschluss. Laut Kuhbandner sind darum die drastischen Eingriffe in unsere Grundrechte wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. Ein nicht begutachteter Vorabdruck in englisch ist hier erschienen.

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