Flash-PMIs in USA und China besser

Der Markit Eurozonen-PMI steigt im November marginal von 45,7 auf 45,8. Der Oktober-Stand war der tiefste seit Januar 2009.

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Chris Williamson, Chief Economist bei Markit, sagt: „Die Wirtschaft der Eurozone rutscht weiter ab und vollzieht den stärksten Abschwung seit Mitte 2009. Zwar ist die Region mit einer BIP-Kontraktion im dritten Quartal von 0,1% nur leicht in Rezession, aber der PMI-Verlauf legt nahe, dass die Abwärtsentwicklung Fahrt aufnimmt. Das vierte Quartal könnte einen BIP-Rückgang um 0,5% bringen.“

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Tim Moore, Senior-Ökonom bei Markit, kommentiert den aktuellen Markit Flash-PMI für Deutschland (47,9 nach 47,7): „Unsere November-Umfrage zeigt, dass die deutsche Wirtschaft das Jahr wohl in kläglichem Zustand beenden dürfte. Die Krise der Eurozone setzt der Binnenwirtschaft und dem Verbrauchervertrauen gleichermaßen zu. Der Servicesektor schrumpfte der heutigen Vorabschätzung zufolge so stark wie seit knapp dreieinhalb Jahren nicht mehr. Immerhin vermeldet die Industrie abgeschwächte Produktionsund Auftragsverluste, was die Branchenakteure auf
Impulse im Exportgeschäft mit Ländern außerhalb der Eurozone zurückführten.“

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Der Markit Flash U.S. PMI signalisiert mit einem Anstieg im November auf 52,4 (von 51,0) die stärkste Verbesserung in der US-Fertigungsindustrie in den zurückliegenden fünf Monaten. Ausstoß, Aufträge und Beschäftigung steigen mit zunehmenden Raten, heißt es. Dabei gaben die Aufträge von inneramerikanischen Kunden den größten Schub. Gleichzeitig wird von den stärksten monatlichen Preissteigerungen im Einkauf seit März berichtet. Dabei spielten partiell allerdings auch die zurückliegenden Stürme eine Rolle.

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Der Flash China Manufacturing PMI steigt im November von 49,5 auf 50,4 und erreicht ein 13-Monats-Hoch. Hongbin Qu, Chief Economist bei HSBC, sagt: „Der Index hat zum ersten Mal in 13 Monaten wieder Expansionsgebiet erreicht, was bestätigt, dass die wirtschaftliche Erholung zum Jahresende hin Fahrt aufnimmt. Trotzdem ist das erst eine frühe Phase der Erholung und das globale Wirtschaftswachstum bleibt fragil. Das ruft nach einer Fortsetzung der lockeren Geldpolitik…“

Deutlich wird die divergente Entwicklung der Eurozone fast schon zum Rest der Welt. Hinsichtlich Weihnachtsgeschäft (in den USA) scheinen die Zeichen besser zu stehen als im Vorjahr. Zumindest haben sich die Anbieter in diesem Sinne positioniert.
In China verbessert sich die Lage auch deswegen, weil neben der lockeren Geldpolitik die großen staatlichen Infrastrukturprojekten für Impulse in der Binnenkonjunktur sorgen.

Nachtrag:
(26.11.12) Der ifo-Index ist im November überraschend um 1,4 auf 101,4 Punkte angestiegen. Dem Chef des ifo-Instituts, Hans Werner Sinn, zufolge stemmt sich der deutsche Konjunkturzyklus gegen die Eurokrise. Der Einzelhandel berichte von einer deutlichen Verbesserung seiner Situation, ebenso der Bausektor. Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in Q4 in eine Rezession fällt, wird als deutlich reduziert angesehen.

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