mRNA-Impfung – nur Männer über 90 profitieren

Mitte Juli wurde auf der Web-Seite des „Brownstone Institute“ ein Beitrag veröffentlicht, der sich mit ernsten Nebenwirkungen der Covid-mRNA-Impfungen in Schweden beschäftigt.

Die Impfbefürworter werden auf ihrem Rückzugsgefecht nicht müde, zu behaupten, dass die Impfung vor schweren Nebenwirkungen schützt. Es wird getrommelt, dass der Nutzen größer ist als das Risiko. Der Beitrag fragt: Stützen Beweise diese pauschale Behauptung? Die kurze Antwort ist: Nein!

Unter der Annahme, dass fünf Prozent aller schwerwiegenden Nebenwirkungen in Schweden gemeldet werden, zeigt der Beitrag, dass die COVID-19-Impfung wahrscheinlich nur einer einzigen Gruppe zugute kommt – Männern im Alter von über 90 Jahren. Bei allen anderen Gruppen überstieg die Häufigkeit von schwerwiegenden Nebenwirkungen das Risiko von Krankenhausaufenthalten und Tod durch COVID-19.

Untersucht wurde das relative Risiko, eine schwere Nebenwirkung zu erleiden. Eine Meldung gilt als schwerwiegend, wenn die vermutete Nebenwirkung zum Tod führt, lebensbedrohlich ist, einen längeren Krankenhausaufenthalt erfordert, zu einer Behinderung führt oder ein anderes medizinisch bedeutsames Ereignis darstellt.

Der Untersuchungszeitraum beruht auf Daten von Hospitalisierten und Verstorbenen von März 2020 bis zum 3. Juni 2022. Die schwedische Impf-Kampagne startete am 27.12.2020. Für den Zeitraum von März 2020 bis Februar 2021, also für das erste Jahr mit Covid, aber ohne wesentliche Impfungen, ergab sich die folgende Verteilung von an/mit Covid-19 hospitalisierten und verstorbenen Personen (pro 100.000 Einwohner).

Die Melderate für Impf-Nebenwirkungen könnte in Schweden bei einem bis zwei Prozent liegen, schätzen die Autoren. Da sie unbekannt ist, rechnen sie auf Basis der Verteilung der erfassten schweren Nebenwirkungen der mRNA-Impfung und der schweren Covid-Infektionen mit Melderaten von 5%, 10% und 25%. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

Ein Wert größer als eins deutet darauf hin, dass die COVID-19-Impfung für diese Gruppe nachteilig war. Frauen und Männer im Alter von 10-79 Jahren waren von schweren Nebenwirkungen besonders betroffen. Unter der Annahme einer 5%-igen Melderate waren Männer im Alter von 10-19 Jahren am stärksten benachteiligt und erlebten eine Inzidenz von schweren Nebenwirkungen, die 14,1-mal höher ist als die von Krankenhausaufenthalten mit COVID-19.

Somit übersteigen die Risiken der Impfung den potenziellen Nutzen in den meisten Gruppen, und die Impfung scheint nur bei Männern über 90 Jahren von Vorteil zu sein. Geht man von einer sehr konservativen Schätzung einer Melderate von 25% für schwere Impf-Nebenwirkungen aus, überwiegt das Risiko den Nutzen für Männer unter 40 und Frauen unter 70 Jahren, heißt es. [Anmerkung: Statt "konservativ" sollte man "unrealistisch" sagen; frühere Schätzungen haben gezeigt, dass die Melderaten in den USA, aber auch in Deutschland nicht über 5% kommen.]

Die Autoren stützen sich auf öffentlich zugängliche Daten und mussten deshalb zum Teil bestimmte, für diese Studie benötigte Daten hochrechnen. Die vollständigen Daten, die für eine exakte Bestimmung des Risiko-Nutzen-Verhältnisses einer Covid-mRNA-Impfung erforderlich sind, sind nur den schwedischen Behörden zugänglich, so die Autoren. Und dort sind sie unter Verschluss…

Nachtrag:
Die Studie „Serious Adverse Events of Special Interest Following mRNA Vaccination in Randomized Trials“ kommt (ebenfalls) zu dem Ergebnis, dass das Risiko bei mRNA-Covid-Impfstoffen hinsichtlich schwerer Nebenwirkungen höher ist als die Reduktion des Risikos, mit Covid hospitalisiert zu werden.
In der Zusammenfassung heißt es (übersetzt): „Die mRNA-COVID-19-Impfstoffe von Pfizer und Moderna waren mit einem erhöhten Risiko für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse von besonderem Interesse verbunden, mit einem absoluten Risikoanstieg von 10,1 bzw. 15,1 pro 10.000 Geimpfte im Vergleich zu den Placebo-Basiswerten von 17,6 bzw. 42,2 (95% CI -0,4 bis 20,6 bzw. -3,6 bis 33,8). Zusammengenommen waren die mRNA-Impfstoffe mit einem absoluten Anstieg des Risikos schwerwiegender unerwünschter Ereignisse von besonderem Interesse von 12,5 pro 10.000 (95% CI 2,1 bis 22,9) verbunden. Das erhöhte Risiko für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse von besonderem Interesse übertraf die Risikoreduktion für COVID-19-Hospitalisierung im Vergleich zur Placebogruppe sowohl in der Pfizer- als auch in der Moderna-Studie (2,3 bzw. 6,4 pro 10.000 Teilnehmer).“

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