El pánico es injustificado

Der angesehene Virologe Pablo Goldschmidt hatte bereits am 9. März 2020 hinsichtlich Coronavirus gesagt: “El pánico es injustificado” (die Panik ist nicht gerechtfertigt). Und zwar ebenso wenig gerechtfertigt wie diejenige 2003 hinsichtlich des schweren akuten respiratorischen Syndroms (SARS) oder 2009 hinsichtlich des Influenza A (H1N1) Virus („Schweinegrippe“). Er sagt: Das 2019 in China identifizierte Coronavirus sei vergleichbar mit einer schweren Erkältung oder Grippe, so wie wir sie kennen.

Zu den unangemessenen Maßnahmen hinsichtlich „Corona“ sagt Goldschmidt in einem Interview mit „infobae“ Ende März: „Wie weit ist es mit dieser Überwachung gekommen. Man muss jetzt Hannah Arendt lesen und sehr genau die damaligen Ursprünge des Totalitarismus anschauen. Wenn man der Bevölkerung Angst macht, kann man alles mit ihr machen“. (Zu Hannah Arendt siehe „Ist der gesunde Menschenverstand verloren, schägt ihm die totalitäre Propaganda ins Gesicht“; siehe auch den Vortrag von Rainer Mausfeld „Warum schweigen die Lämmer?“ zu Angst als Herrschaftsinstrument, aktualisierte Fassung auf Youtube hier.)

Dieser Typ Erkrankung rechtfertige keinen Totalstillstand des Planeten — es sei denn, es gäbe realistische Prognosen. Doch die gibt es nicht, so Goldschmidt im Interview weiter.

Im London Imperial College hat ein Professor namens Neil Ferguson ein Kurven-Modell in der Epidemiologie erarbeitet. Dieses Modell wurde dank einer Empfehlung der WHO allen politischen Regierungs-Entscheidungen zugrundegelegt, ohne es zuvor einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Der weltweiten Ausgangssperre, die zum Abflachen der Infektionskurve eingerichtet wurde, lagen diese ersten Berechnungen zugrunde.

Goldschmidt hatte von Anfang an Zweifel, er fand das Modell nicht schlüssig.

Am 12. März gab Ferguson zu, dass die von ihm errechnete Projektion in Bezug auf die Anzahl der Todesfälle massiv heruntergesetzt werden müsste. Mit seinem Modell, das nun die ganze Welt anwendet, ohne es je hinterfragt zu haben, waren für die USA 2.200.000 und für Großbritannien 500.000 Todesfälle vorausgesagt worden, wenn man keine Maßnahmen zur Abflachung der Kurve ergreife.

Hinsichtlich Corona nimmt Ferguson nun an, dass sich der Übertragungs-Koeffízient („R0“) lediglich zwischen 2,5 und 3 bewegt, was in etwa dem Wert bei Grippe entspricht. Genauso geschah es 2009 auch mit dem H1N1-Virus. Demnach würden in Großbritannien jetzt nur noch 20.000 Leute durch das Virus sterben – oder durch andere Leiden, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden.

Das Problem ist, so Goldschmidt, dass sich gerade alles vermischt. Wenn eine Person wegen eines Selbstmordversuchs eingeliefert wird und ein Mittel gegen eine Erkältung eingenommen hat, ist sie am Virus gestorben. Auch jemand mit einem unsachgemäß behandelten Schlaganfall ist, wenn er erkältet war, am Virus gestoben und nicht am Schlaganfall.

In Oxford gibt es einen Epidemiologen, der sich überrascht darüber zeigt, dass man seitens internationaler Organisationen das Modell des Imperial College so bedingungslos akzeptiert hat. Hier wurde eine anderes Prognosemodell entwickelt, das darauf basiert, dass sich das Virus unsichtbar und unkontrolliert mindestens einen Monat lang verbreitet hat, bevor irgendjemand Verdacht geschöpft hat. Würde man die Bevölkerung durchtesten, würde man feststellen, dass sich wahrscheinlich die Hälfte infiziert hat, womit sich eine viele geringere Sterblichkeit ergeben würde. Wenn das stimmt, würde einer von Tausend Infizierten erkranken und bräuchte einen Krankenhausaufenthalt.

Bei 85% der Patienten mit Grippe-ähnlichen Symptomen stellt man eine virale Infektion fest. Das kann Corona sein oder irgendein anderer Virus, Influenza, Adenovirus, was auch immer. Wenn die Werte einer üblichen Laboruntersuchung nicht beunruhigend erhöht sind, braucht man keine Panik zu haben.

Bei den übrigen 15% kann ein PCR-Test weiter helfen. Aber selbst bei den besten verfügbaren Tests (aus Süd-Korea) liegt das Risiko eines falschen Testergebnisses bei 20% – und man braucht sehr gut ausgebildetes Personal und Material.

Wenn jemand eine Viruserkrankung hat und sagt, er habe Fieber (zwei Tage lang mehr als 38,5°C), sei müde, habe Husten, Atemnot und aus seltsamen Gründen seinen Geruchs- und Geschmackssinn verloren, muss man ein MRT oder einen Lungenscan machen. Daran führt kein Weg vorbei. Wenn die Radiologie dann sagt, es liege eine Infektion vor, die mit einer vom Coronavirus verursachten Lungenentzündung vereinbar ist, muss diese Person in die Intensivpflege — das trifft aber höchstens auf fünf Prozent dieser Personengruppe zu.

Man behandelt es wie eine Lungenentzündung mit der Gabe eines Antibiotikums wie Amoxicillin mit Clavulansäure. Im Unterschied zur klassischen Lungenentzündung fügt man Hydroxychloroquin hinzu. Es gibt keine schlagenden Beweise, dass dieses wirkt, aber es ist besser als nichts. Voraussetzung ist aber, dass dies unter permanenter ärztlicher Kontrolle geschieht, weil es unter Hydroxychloroquin zu Herzrhythmusstörungen kommen kann.

In Deutschland gibt es sechsmal so viele Beatmungsgeräte wie in Italien, bei zehnmal weniger an derselben Erkrankung Verstorbenen. In Europa gibt es 80.000 Behandlungsbetten mit entsprechend ausgebildetem Personal, durchschnittlich 12 pro 100.000 Einwohner. In den USA gibt es 28 pro 100.000, in Deutschland 29, in Portugal 4,2 und in Spanien 10,3, in Italien weniger als fünf.

Heute zählt man überall alle Infarkte oder Lungenentzündungen zu den COVID-19-Fällen. Aber letztes Jahr wurden den ganzen Toten keine nasalen Proben entnommen. Letztes Jahr wurden sie durch andere Atemwegsviren verursacht. Die Grippe tötete sehr viele Menschen in Spanien und Italien. Sie starben jedoch an einer Lungenentzündung, ohne dass man sie genauer spezifizierte. Heute wird alles Corona zugeschrieben.

In Italien sind seit 25 Jahren Betten abgebaut und keine Arztposten mehr eingerichtet worden, schon gar nicht für Ärzte in der Intensivpflege im Krankenhaus. Dies bedeutet: Es ist in Italien nicht nur das Virus.

In der Lombardei sterben die meisten Menschen an einem Mesotheliom (Lungenkrebs). Dort befanden sich all die Faserzementfabriken, die Asbest benutzten – bis 1992, als es verboten wurde. 85% der Autopsien, die in den letzten zehn Jahren in der Lombardei durchgeführt wurden, ergaben berufsbedingte Todesfälle, bösartige Tumore der Lunge und des Bauchfells. Und die Zahlen steigen. Dieses Jahr gab es im Vergleich zu den Vorjahren schon 3,6% mehr Fälle bei Männern und 3,3% bei Frauen über 65 Jahren.

In dieser Region, durch fehlende Mittel, Reduzierung der Bettenanzahl, Mangel an Beatmungsgeräten schon gestraft genug, leben alte Menschen mit Lungenkrebs oder anderen chronischen Leiden, die dazu führen, dass eine Virusinfektion zu einer tödlichen Infektion wird. Eine von Mineralfasern angegriffene Lunge reagiert anders als eine gesunde. Es ist kein Zufall, dass in einer Gegend mit Asbestfabriken mehr Menschen sterben.

Alle Virusinfektionen können tödlich verlaufen. Der Unterschied ist, dass sich heute eine Panik entwickelt und früher nicht. Letztes Jahr starben viele Menschen an der Grippe und niemand erlegte dem Planeten eine Ausgangssperre auf. Letztes Jahr gab es 36 Millionen Grippefälle in den USA, 370.000 wurden in Krankenhäuser eingeliefert und 22.000 starben. Und es wurden keine Flughäfen gesperrt. In Frankreich gibt es 33.000 Fälle. Auch als dort wegen einer Hitzewelle 23.000 alte Menschen in Altenheimen starben, wurde das Land nicht abgeriegelt. Das alles ist schon seltsam.

Goldschmidt: Ich habe von Anfang an schwere Fehler der Experten der WHO angeprangert. Jedes Jahr gibt es eine Erkältungspandemie und es wird rein gar nichts abgeriegelt! Müsste man dies alles nicht relativieren? COVID-19 ist ansteckend – wie eine Erkältung, an der die Leute in den Altenheimen sterben. Bis jetzt hat man sie nicht gezählt, nun tut man das aber. Im letzten Jahr gab es weltweit mehr als 500.000 Lungenentzündungen. In diesem Jahr könnten die alle zu Corona-Infektionen werden…

In Afrika könnte sich eine Million mit der Meningitis anstecken, die durch Spucke übertragbar ist — aber die Flugzeuge kommen und gehen. Das interessiert niemanden. Es gibt 135.000 mit Tuberkulose Infizierte in Lateinamerika und keiner regt sich auf. Wenn jemand viel Lärm um etwas macht wie bei Corona … ich finde, das wird alles sehr dramatisiert. Vom ersten Tag an habe ich gesagt, dass die Zahlen nicht stimmen – wie damals mit der Schweinegrippe.

Bezogen auf sein Heimatland Argentinien sagt Goldschmidt: Ich habe den Eindruck, dass die Regierung sehr gut und vorsichtig handelt. Sie wird jedoch mit den Sterberaten, die die Experten der WHO anhand mathematischer Berechnungen erstellen, unter Druck gesetzt. Ginés (Gesundheitsminister) erscheint mir sehr gut. Wenn man von Menschen umgeben ist, die gelehrt und ernsthaft sind, macht das zuversichtlich. Sie machen ihre Sache so gut, wie sie sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln machen können.

Frage: Über die WHO denken Sie aber nicht so?
Antwort: Überhaupt nicht.

[Übersetzung aus dem Spanischen teilweise von mir, teilweise unter Zuhilfenahme von „Der Corona-Totalitarismus“]

Wer ist Pablo Goldschmidt?
Der argentinische Biochemiker Pablo Goldschmidt war vor seiner Emeritierung Professor für molekulare Pharmakologie an der Université Pierre et Marie Curie (Paris VI). Für den angesehenen Wissenschaftler „verdient das Coronavirus nicht, dass sich der Planet in einem Zustand des völligen Stillstands befindet.“ In seinem Buch „La gente y los microbios“ (zu deutsch „Die Menschen und die Mikroorganismen“) erklärt er die Psychose anlässlich der H1N1-Grippe (Schweinegrippe) und der SARS-Welle. Er sagt, sieben von zehn Todesfällen in Industrieländern und zwei von drei Todesfällen bei Kindern weltweit gehen auf mikrobiologisch bedingte Erkrankungen zurück. Zwei Drittel dieser Todesfälle wären mit einem guten Gesundheitssystem vermeidbar.

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