Margin Debt an der NYSE

Die NYSE hat vor einigen Tagen die Margin Debt Daten bis Februar aktualisiert. Der Wert ist im Vergleich zum Vormonat um 2,9% auf ein neues Rekordhoch angestiegen.

Der folgende Chart zeigt den S&P 500 und die Margin Debt real, d.h. um Inflation bereinigt. Daraus geht hervor, dass einem Rekordhoch bei der Margin Debt (invertiert dargestellt) regelmäßig zügig ein Topp im S&P 500 folgt. Umgekehrt gilt auch, dass ein Tief bei der Margin Debt einer Bodenbildung bei Aktien vorausläuft – siehe 2009.

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Im folgenden Chart wird die Margin Debt in einem größeren Zusammenhang analysiert, der freie Mittel und Kredit-Salden berücksichtigt. Die Daten basieren auf nominalen Werten. Hier wird besonders deutlich, dass die Kredithebelung von Aktienportfolios ab Mitte 2015 in zwei Phasen bis Mitte 2016 um rund 75 auf etwa 150 Mrd. Dollar reduziert wurde. Danach stieg der Investorenkredit erneut an, mit der Wahl Trumps setzte sich die Bewegung fort. Aktuell ist der Höchstwert aus dem ersten Halbjahr 2015 fast wieder erreicht. Ich hatte an anderer Stelle vermutet, dass die US-Wirtschaft im Laufe des Jahres 2016 wohl auf eine Rezession zusteuerte, was Investoren im Vorfeld mit der Rückführung ihrer Kredithebel quittiert haben dürften.

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Inwieweit aktuell tatsächlich ein signifikantes lokales Maximum bei der Kredithebelung von Aktienportfolios erreicht ist, lässt sich naturgemäß erst sagen, wenn es hinter uns liegt. Da die Zeitverzögerung zwischen Kredithebel und S&P 500 gewöhnlich mehrere Monate beträgt, kann der Verlauf der Margin Debt dann immer noch wertvolle Hinweise auf die Entwicklung des S&P 500 geben. Wegen der wenigen Erfahrungswerte muss er aber in Verbindung mit anderen Indikatoren betrachtet werden.

[Die Charts sind dieser Quelle entnommen]

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