Flash-PMIs zeigen Wachstumsschwäche

Der Flash China Manufacturing PMI kommt im April auf 50,5 nach 51,6 im März, liegt damit aber noch knapp über dem Wert aus Februar. Der Flash China Manufacturing Output Index bei 51,1 nach 53,0 im März, auch hier wird ein zwei-Monats-Tief markiert.

Hongbin Qu, Chief Economist bei HSBC, kommentiert: “Die neuen Exportaufträge kontrahieren nach einer zeitweiligen Ausdehnung im März, was nahelegt, dass die Auslands-Nachfrage (…) schwach bleibt. Die schwächere Gesamtnachfrage belastet nun auch die Beschäftigungslage im Fertigungssektor. Es ist damit zu rechnen, dass Peking in den kommenden Monaten mit deutlichen Anstrengungen zur Steigerung der einheimischen Investitionen und des Inlands-Verbrauchs reagieren wird, um die wirtschaftliche Erholung zu stützen.“

Nach viermonatigem Wachstum muss die deutsche Wirtschaft im April erstmals wieder moderate Einbußen hinnehmen. Der saisonbereinigte Markit Flash Deutschland Composite Index Produktion ist binnen Monatsfrist um 1,8 Punkte auf 48,8 zurückgegangen und sinkt damit wieder unter die neutrale Wachstumsmarke bei 50. Tiefer hatte der Index zuletzt im Oktober 2012 notiert.

Tim Moore, Senior-Ökonom bei Markit, kommentiert: „Da es beim Neugeschäft sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor im April wieder stärker bergab gegangen ist als im März, dürfte ein mögliches BIP-Wachstum auf das erste Quartal 2013 beschränkt bleiben. Die nachlassende Nachfrage war auf das gedämpfte Geschäftsklima in der Eurozone zurückzuführen.“

Die Privatwirtschaft der Eurozone ist im April mit unveränderter Rate geschrumpft. Dies signalisiert der Markit Flash Eurozone Composite Index Produktion mit einem Rückgang auf 46,5 Punkte. Bis auf das minimale Wachstum im Januar 2012 verzeichnet die Eurozone nun bereits seit 20 Monaten einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Die Industrieproduktion wurde im Berichtsmonat so stark zurückgefahren wie zuletzt vor vier Monaten, im Servicesektor schwächte sich die Talfahrt gegenüber März hingegen minimal ab. Der 21. Auftragsverlust in Folge fiel so gravierend aus wie seit Dezember nicht mehr.

Der Preisdruck ließ weiter nach. Die Einkaufspreise sanken erstmals seit September 2009 wieder, die Verkaufspreise mussten angesichts der Nachfrageflaute so stark reduziert wurden wie zuletzt im Februar 2010.

Der französische Markit Flash France Composite Output Index stieg von einem vier-Jahres-Tief im März bei 41,9 im April auf 44,2. Das ist bisher der höchste Wert in 2013. Jack Kennedy, Senior Economist bei Markit, kommentiert: “Der Abschwung im französischen privaten Sektor hat sich im April verlangsamt, bleibt aber scharf. Der Arbeitsplatzabbau geht weiter, der Druck auf die Abgabepreise bleibt bestehen. Das beleuchtet die Schwierigkeiten, denen sich die Unternehmen im Abschwung gegenübersehen. Die zukünftige Entwicklung dürfte schwierig bleiben.“

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