Newsletter KW16/12

Der chinesische Yuan ist aus seinem Aufwärtsband aus September 2010 (gegen Dollar) ausgetreten und läuft aktuell seitwärts. Beobachter sehen den Stopp der weiteren Aufwertung des Yuan als Zeichen, dass die chinesische Regierung nicht darauf vertraut, eine harte Landung vermeiden zu können…

Der IWF hat seinen aktuellen Finanzstabilitätsbericht (Global Financial Stability Report) vorgelegt. Er geht davon aus, dass europäische Banken bis Ende 2013 ihre Bilanzen stark verkürzen werden. Zwar hält der IWF eine Stabilisierung der europäischen Banken für dringend erforderlich, warnt aber gleichzeitig vor den Folgen eines simultanen, starken „Deleveraging“. Das könnte u.a. zu einer Kreditklemme führen. Außerdem warnt der IWF vor der „verderblichen“ Verbindung von Staaten und Banken in den PIIGS, davor, dass die dortigen Banken zu viele Staatsanleihen ihrer Länder in ihre  Bücher nehmen…

Nach einer aktuellen Mitteilung des ifo Instituts hat jeder deutsche Erwerbstätige mittlerweile über das Target2-System 15.000 Euro an Forderungen gegenüber den PIIGS–Ländern.

Wovon man in der Mainstream-Presse nichts liest: Ein Rechtsprofessor hat die Bundesbank wegen Untreue in Bezug auf die immer weiter wachsenden Target2-Forderungen angezeigt. Und: Herta Däubler-Gmehlin, unter Schröder Justizministerin, kündigt eine BVG-Klage gegen den EMS-Mechanismus an.

Haben die Anleger bald keine Freude mehr an der Apple-Aktie? Die Aktie hatte am 9. April bei 636,23 ein Allzeithoch markiert. Noch könnte die Aktie von der Phantasie eines Einstiegs von Apple in das Geschäft mit intelligenten TV-Geräten profitieren….

Andererseits: Die Ähnlichkeit des Kursverlaufs von Apple mit dem von Google im Spätjahr 2007 ist auffallend. Damals markierten die breiten Aktien-Indices ein Hoch. Zusammen mit Google schloss sich eine volatile Abwärtsphase an, die in den „Lehman-Crash“ mündete. Ist jetzt Apple das „Menetekel“? …

EZB-Ratsmitglied Klaas Knot hat Spanien als größtes Risiko im Euroraum bezeichnet. Das zuletzt (durch die LTROs) verbesserte Klima an den Finanzmärkten habe den Reform-Druck auf die spanische Regierung verringert.

Skeptiker befürchten, die wieder erwachte Krise in Spanien berge die Gefahr einer Ansteckung von Italien und sogar von Frankreich. Dann seien weder EFSF/ESM, noch die IWF-Kriegskasse groß genug…

 
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