Wie läuft es eigentlich für Klaus Schwab?

Klaus Schwab, Chef des World Economic Forum (WEF), hat den Großen Reset ausgerufen. Covid-19, in seinem Buch „Covid-19: The Great Reset“ als eine der mildesten Pandemien der letzten 2000 Jahre bezeichnet, biete die einzigartige Chance zu dessen Umsetzung. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Ein Rück- und ein Ausblick.

Der „Great Reset" ist eine umfassende Anstrengung, die Zivilisation weltweit zum Nutzen der Elite des WEF und ihrer Verbündeten umzugestalten. Der Kern dieser Elite, das sind die hundert größten Unternehmen auf der Welt. Der Great Reset ist kein Traum eines einzelnen im Dienste des internationalen Großkapitals ergrauten Opas mit transhumanistischen Phantasien. In einem Werbefilm des WEF heißt es in Bezug auf 2030: „You’ll own nothing and you’ll be happy“. Wer im Kapitalismus nichts besitzt, ist materiell vollständig abhängig. Wer dabei auch noch glücklich ist, hat sich mental Schwab & Co ergeben. Was für das Großkapital offenbar eine leuchtende Zukunftsvision ist, ist für die Bevölkerung eine Dystropie von totaler digitaler Überwachung und Aufgabe aller demokratischer Freiheiten.

Kontrolle ohne Ende
Entsprechende, bis 2025 reichende Zukunfts-Vorstellungen haben bereits 2010 die Rockefeller Foundation und das Global Business Network (GBN) des US-amerikanischen Futurologen Peter Schwartz entwickelt, die interessanterweise um eine gravierende Viruspandemie kreisen (siehe hier!). Ein solches Szenario wurde auch in der Simulationsübung „Event 201“ durchgespielt, das das Johns Hopkins Center for Health Security, das WEF und die Gates-Stiftung im Oktober 2019 veranstaltet hat. Als Reaktion auf eine angenommene Pandemie wird in dem Rockefeller-Papier von 2010 ein autoritärer Ansatz als erfolgreich angesehen, wie er auch in China praktiziert wird, „Lock Step“ genannt. Demnach begrüßt eine geschockte Bevölkerung das Mehr an Überwachung mit biometrischer Identitätserfassung und verzichtet auch über das Ende der Pandemie hinaus auf einen Teil ihrer Souveränität. (Die Rockefeller Foundation gründete vor gut 100 Jahren die Johns Hopkins Universität, die uns täglich mit Wasserstandsmeldungen zu Corona beschäftigt.)

Im April 2020 veröffentlichten Salesforce und Deloitte den Bericht „The world remade by COVID-19: Scenarios for resilient leaders“ (Die Welt, umgepolt durch Covid-19: Szenarien für robuste Entscheidungsträger). Wie Norbert Häring schreibt, ähnelt eines der vier vorgestellten Szenarien, genannt „Lone Wolves“ (Einsame Wölfe), dem „Lock Step“-Szenario von 2010. Kein Wunder, ist doch der Zukunftsforscher Peter Schwartz auch hier eine treibende Kraft, mittlerweile als Senior Vice-President für Strategische Entwicklung von Salesforce, einem US-amerikanischen Anbieter von Cloud-Computing-Lösungen für Unternehmen. Im Zuge der Entwicklung der „Pandemie“ wird darin physische Distanzierung zum den sozialen Zusammenhalt beeinträchtigenden Dauerzustand, Paranoia und Misstrauen verbreiten sich. Die Regierungen ergreifen strenge Maßnahmen (z.B. obligatorische Screening- und Tracking-Programme und Strafen), um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, die Freiheit des Einzelnen wird immer weiter eingeschränkt. In einem zu „Lone Wolves“ von Häring als komplementär gesehenen Szenario spielen Werte für die durch Lockdowns und Quarantäne einander entfremdeten Menschen keine Rolle mehr, nur noch Notwendigkeit und Bequemlichkeit. Sie nehmen die ihr Leben immer mehr dominierende Rolle der Technologie an, es macht ihnen immer weniger aus, Konzernen ihre Daten zu überlassen. Große Konzerne kommen besser mit den Umwälzungen zurecht als kleine. Diese werden aufgekauft oder gehen unter. Die größeren Konzerne übernehmen Funktionen, die früher der Staat erfüllt hat. Letztlich wird als Ziel auch hier eine technologisch totalüberwachte Gesellschaft beschrieben.

Allen diesen Zukunftsperspektiven gemeinsam ist eine paranoide Kontrollgesellschaft ohne demokratische Freiheiten, die dem hinterherläuft, was in der VR China schon weit fortgeschritten ist. Die Schlüsselrolle spielen dabei große Technologie-Unternehmen, die eine immer umfassendere Kontrolle und Überwachung der einzelnen Bürger organisieren. Bausteine auf diesem Weg sind ein digitaler Impfnachweis, sowie auch die Initiative ID2020, nach der jedem Weltbürger bis 2030 eine global lesbare biometrische Identität gegeben werden soll. Schon auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos von 2018 wurde ein Bericht mit dem Titel „Der bekannte Reisende: Wie man das Potential der digitalen Identität für sicheres und reibungsloses Reisen hebt“ verabschiedet, der einerseits darauf abzielt, aus den privaten Daten der Bürger möglichst viel unternehmerischen Profit zu schlagen und andererseits auf deren umfassende Kontrolle (siehe hier!). Microsoft-Gründer Bill Gates sieht in Covid-19 einen willkommenen globalen Anwendungsfall für diese KTDI-Infrastruktur (Known-Traveller-Digital-Identity).

Nebenbei gesagt ist das auch die große Stunde emotionell Pestkranker, wie ich es in "Die moderne Pest" dargestellt habe.

Dominanz der großen IT-Konzerne
Wie wichtig die großen Tech-Konzerne geworden sind, wird ganz aktuell am Beispiel des Vorbilds China deutlich. Hintergrund der im Juli dort begonnenen Regulierung ist die Sorge der Regierung, dass im Ausland gehandelte chinesische Unternehmen von den dortigen Behörden gezwungen werden könnten, ihre Datenmengen und Technologien zur Verfügung zu stellen. Offenbar ist jetzt auch ein Verbot von Börsengängen in den USA für chinesische Unternehmen vorgesehen, die über große Mengen sensibler Verbraucherdaten verfügen. Umgekehrt wird im „Westen“ ein verstärktes Augenmerk darauf gelegt, westliche Technologie zu schützen vor dem Zugriff aus China. Man sei zwar in der Entwicklung solcher Technologie weiterhin führend, heißt es. Jedoch hätten die chinesischen Konkurrenten ein viel größeres, durch Datenschutzrichtlinien kaum behindertes Testfeld, was für die Entwicklung neuer Verfahren der KI (Künstliche Intelligenz – ein hochtrabendes Wort für elaboriertes Lernen) förderlich sei. Nicht gerade überraschend, dass auch im Westen (natürlich nicht nur aus diesem Grunde) gefordert wird, die Messlatte der geschützten Privatsphäre immer tiefer zu legen.

Die großen IT-Konzerne, an der Spitze Apple, die Google-Mutter Alphabet, Amazon, Microsoft und Facebook mit zusammen rund zehn Bill. Dollar Börsenwert, haben sich in der gesamten Wirtschaft ausgebreitet, ohne sie läuft nichts mehr. Die modernen Geschäftsmodelle „Software as a Service“, „Platform as a Service“ und „Infrastructure as a Service“, allesamt Teilbereiche des Cloud-Computings, basieren darauf, dass Software und IT-Infrastruktur eines Unternehmens bei einem externen IT-Dienstleister betrieben. Deren Nutzung als Dienstleistung ist günstiger als etwas Vergleichbares im eigenen Unternehmen selbst aufzubauen, führt aber zu praktisch völliger Abhängigkeit vom Cloud-Betreiber, der noch dazu tiefe Einblicke in das Geschehen bei den Unternehmen bekommt, die bei ihm Kunde sind. Höchst bemerkenswert, dass ein Zukunftsforscher wie Schwartz (s.o.) hier, bei einem Anbieter von Cloud-Computing-Lösungen, ein Betätigungsfeld sieht.

Hinzu kommt auf der Seite der die modernen Internet-Technologien nutzenden Einzelpersonen, dass diese damit zu gläsernen Bürgern werden, über die durch Zusammenführen von allen möglichen Einzeldaten ein sehr genaues „Profil“ erstellt werden kann. Die Kombination vieler solcher „Profile“ erlaubt ein genaues Bild über bestimmte Gruppen innerhalb der Bevölkerung, was es erlaubt, diese gezielt anzusprechen etwa mit entsprechender Werbung oder ausgesuchten Nachrichten. Nicht zu vergessen die vom Staat auf private Firmen wie Facebook, Youtube usw. ausgelagerte Zensur – missliebige Beiträge werden auf Basis bestimmter Algorithmen automatisch gelöscht.

Umfassende Informationen über Individuen und Gruppen sind wiederum die Grundlage für umfassende Beeinflussung und Kontrolle.

Die Verbindung von IT-Unternehmen und Finanzkapital
Die größten Kapitalsammelstellen heutzutage sind BlackRock, Vanguard, State Street, Fidelity und J.P. Morgan. Diese sogenannten Vermögensverwalter verwalten über 25 Bill. Dollar an Vermögen, das ist mehr als das aktuelle Bruttoinlandsprodukt der USA. Diese Institutionen sind über Engagements in Aktien oder durch direkte Unternehmensbeteiligungen in allen bedeutenden Unternehmen weltweit vertreten, insbesondere auch in denen der Informationstechnologie. Sie haben dadurch einen Informationsvorsprung, der sie zu globalen Machtzentren werden lässt. BlackRock fungiert zudem für Fed und EZB als Berater, um den Fluss der im Zuge des Lockdowns erzeugten Liquidität zu steuern.

Daneben gibt es noch die Rockefeller Foundation, die Gates Foundation, den Wellcome Trust und andere große sogenannte private Stiftungen, die demgegenüber zwar ein wesentlich geringeres Kapital auf die Waage bringen, aber in dem, was sie tun, eine Art Speerspitze und agiler Wegbereiter für die Kolosse darstellen.

Kurz zurück zu BlackRock: Mit über 9 Bill. Dollar an verwaltetem Vermögen ist BlackRock der Champion. Das Unternehmen ist im Steuerparadies Delaware registriert und als "Schattenbank" eingestuft, womit es der Bankenregulierung entgeht. (Lesenswert: "BlackRock & Co. enteignen!", ein Buch von Werner Rügemer.)

Der Lockdown hat für einen erheblichen Machtzuwachs der großen Digital-Unternehmen gesorgt. „Stay at home“ hat neue Märkte eröffnet. Der Internethandel, die digitale Unterhaltung usw. erlebten einen Boom, aber auch Finanzdienstleister profitierten vom verstärkten bargeldlosen Bezahlen. Nicht zu vergessen – die Pharmaindustrie, allen voran die Konzerne, die Impfungen gegen Covid-19 herstellen. So ist die ehemalige BioTech-Klitsche BioNTech jetzt im Börsenwert so wertvoll wie Bayer und Daimler zusammen.

Entscheidend für den Status quo unserer westlichen Gesellschaften ist die Verbindung der aktuell wirtschaftlich bedeutsamsten Digital-Unternehmen mit den größten Kapitalkonzentrationen zu einer „unheiligen Allianz“. Solche „Komplexe“ gab es in anderer Konstellation auch früher schon, etwa den militärisch-industriellen Komplex in den 1950er Jahren. Die heutige Verbindung übertrifft aber in ihrer Konzentration und Machtfülle alles bisher dagewesene.

Corona - die Aufgabe der westlichen Werte
Warum werden die demokratischen Freiheiten mit „Corona“ beschleunigt zurückgedrängt, wo doch unsere Wirtschaft seit Ende des zweiten Weltkriegs so prosperiert und selbst solche Bedrohungen wie Covid-19 so leicht wegsteckt, dass die Aktienkurse schon wieder Rekorde verzeichnen? Und wo doch das auf zentraler Kontrolle und Planung beruhende Wirtschafts- und Sozialsystem des „Ostblocks“ untergegangen ist und das unsrige, auf Eigeninitiative fußende, als Sieger hervorgeht?

Klar, es gibt aktuell ein paar Probleme mit gestressten Lieferketten, mit Ernteausfällen, teilweise sind elektronische Komponenten knapp. Die Ausbreitung der Delta-Variante von SARS-CoV-2 lässt befürchten, das wieder härtere Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen werden. Der Mittelstand als größter Arbeitgeber und wichtigster Steuerzahler ist durch die Maßnahmen gegen Covid-19 besonders betroffen. Aber 20 Bill. Dollar, die die Zentralbanken weltweit seit März 2020 an zusätzlicher Liquidität geschaffen haben samt umfassender staatlicher Hilfen, scheinen das Schlimmste abgewendet zu haben. Nun gut, mit dem Rückzug des „Westens“ aus Afghanistan deutet sich wieder einmal eine Neuausrichtung der internationalen Einflussphären an. Aber bisher wurde noch jede wirtschaftliche, soziale oder geopolitische Krise überwunden. Dank der Überlegenheit unseres Systems, wie immer wieder gesagt wurde.

„Never change a winning team“ – warum wird diese Grundregel erfolgreichen Handelns nun so systematisch missachtet in all den Planungen und Zukunftsvisionen von WEF & Co? Wo doch die als Anlass hierzu verkaufte Pandemie zu den leichtesten der zurückliegenden 2000 Jahre gehört. Warum wird im Zusammenhang mit allen möglichen Zukunftsmodellen immer öfter auch über ein Grundeinkommen für jedermann diskutiert, das gerade das Gegenteil einer „leistungsgerechten Entlohnung“ ist, einem Herzstück unserer Wirtschaftsform?

Und weiter: Während das Credo der Globalisierung die liberale Öffnung aller Märkte und die Freizügigkeit der technologischen Entwicklung war, reagieren die USA seit Trump auf die Abhängigkeit von chinesischen Unternehmen mit zunehmender Abschottung und behindern die Geschäfte insbesondere mit chinesischen Digital-Konzernen. Daran hat sich mit Biden als US-Präsident nichts geändert.

Offenbar glauben die Strategen in den bedeutenden Interessenvertretungen des westlichen Großkapitals nicht mehr an ihre alten Werte und die auf Eigeninitiative, individueller Freiheit und freiem Welthandel beruhenden Rezepte.

Finanzkapitalismus in Schwierigkeiten
Der Grundstein für die gegenwärtige Ausformung des Finanzkapitalismus wurde mit dem Ende des Systems von Bretton Woods gelegt, als Nixon 1971 die Goldbindung des Dollar aufhob. Mit der Freigabe der Währungsrelationen kam die Freizügigkeit des Kapitals und damit in Konkurrenz um dessen beste Verwertungsbedingungen die schleichende Entmachtung der Nationalstaaten. Die Bedeutung der Finanzseite der Wirtschaft nahm mit der Kapitalakkumulation stetig zu. Unsere moderne Art des Wirtschaftens ist durch Finanzialisierung geprägt. Alles wird unter dem Aspekt von Kosten, Preis und Ertrag gesehen. Der besondere Charakter des Kapitals als Wert, der sich verwertet, hat sich verallgemeinert und bestimmt alle Lebensprozesse der Gesellschaft.

Nur dadurch, dass der Preis der Schulden, der Zins, immer weiter sinkt, kann das Kapital in Gestalt von Kredit in immer neue Ecken der Gesellschaft vordringen.
Kreditnehmer werden durch niedrige Zinsen zu mehr Schulden verleitet. Diese Spirale führt zu einem immer höheren Verschuldunggrad der Gesellschaft. Chance und Risiko sind nicht mehr ausbalanciert. Die Höhe des Zinses spiegelt das Risiko eines Kredits für den Darlehensgeber nicht mehr wider. Umgekehrt bewerten Kreditnehmer ihre Chancen falsch – sie werden eher riskante, womöglich auch wenig lukrative Projekte bis hin zu laufenden Ausgaben Darlehens-finanziert eingehen.

Seit den frühen 1980er Jahren liegt die Summe der gesamten Schulden in den USA über dem BIP, aktuell kommt sie auf mehr als das dreifache. Die Schulden-Spirale führte zur Finanzkrise 2008. Die Zentralbanken sprangen ein und pumpten im weiteren Verlauf weltweil insgesamt etwa zehn Bill. Dollar in das Wirtschaftssystem. Der Zusammenbruch des Geldsystems konnte abgewendet werden.

Elf Jahre später war die Gesamtverschuldung weltweit ungehindert weiter angestiegen. Im September 2019 begann die Fed plötzlich ihre Bilanz erneut aufzublasen, und zwar in einer Geschwindigkeit, die es so weder in Zeiten von QE2 (ab November 2010), noch von QE3 (ab November 2012) gab. Als Begründung gab sie an, man wolle damit Friktionen im Geldmarkt in Zusammenhang mit dem Ende des Steuerjahres verhindern. Die Maßnahme sei vorübergehend. Aus „vorübergehend“ wurden einige Monate, es folgte die „Corona-Krise“. Ein Fonds-Manager sagte im Februar 2020, wenn „Corona“ nicht schon unterwegs gewesen wäre, es hätte erfunden werden müssen.

Anfang 2020 bestand die Lage, dass die Finanzindustrie ein weiteres Mal dringend frisches Geld brauchte. Zugleich drohte die Realwirtschaft in eine Rezession zu fallen, ein Konjunkturprogramm musste her. Es stand eine Krise am Horizont, gegen die "2008" ein Kindergeburtstag gewesen wäre.

Corona - die perfekte Ablenkung
In dieser Situation war „Corona“ die Entschuldigung dafür, die Geldschleusen aufzureißen, ohne dass der Verdacht (wie 2008) auf die Finanzindustrie und die strukturelle Ursache, die Verschuldung, fiel. Die perfekte Ablenkung – und der medial hoch gezüchtete Schrecken vor „Corona“ ließ kritische Fragen gar nicht erst aufkommen.

Mit den von den Staaten ergriffenen „Corona-Maßnahmen“ stieg deren Verschuldung und mithin deren Abhängigkeit von ihren Darlehensgebern dramatisch weiter an. Zu diesen Darlehensgebern zählen indirekt über ihre Beteiligungen an den großen Finanz-Instituten wiederum die großen Vermögensverwalter. Und die großen Finanz-Institute zählten zu den größten Nutznießern des Geldsegens der Zentralbanken.

Ich behaupte, der fragile, nicht reparable Zustand des Finanzsystems ist den Verantwortlichen in den Zentralbanken und anderswo sehr wohl bekannt. Als „Corona“ diesbezüglich mehr oder weniger zufällig eintrat, war das eine willkommene Gelegenheit. Man konnte anwenden, was man in Simulationssübungen á la „Event 201“ hinsichtlich medialer, zentral gesteuerter Beeinflussung der Bevölkerung trainiert hatte. Und man bekam die Gelegenheit, unverdächtige Vorkehrungen einzuleiten für den Fall ernster Krisen mit sozialen Unruhen.

Ich halte das, was wir in den jüngsten 18 Monaten unter dem Deckmantel „Corona“ gesehen haben, für den Beginn der Umsetzung lange vorher geplanter, oben dargestellter Szenarien mit der Einschränkung demokratischer Freiheiten, sowie umfassender Kontrolle der Bevölkerung im Zentrum.

Kann das System noch?
Das Finanzsystem hat mit seiner Gier und seiner auf keinerlei materiellem Gehalt gründender Macht die wirtschaftliche Basis ruiniert und ausgesaugt. Hinzu kommt auf der Ebene der Realwirtschaft, dass der im Kapitalismus eingebaute Widerspruch zwischen dem Individuum als betrieblichem Kostenpunkt und, volkswirtschaftlich gesehen, als Konsument ein extremes Niveau erreicht hat.

Im Zuge der Entwicklung der kapitalistischen Konkurrrenz sinkt die Profitrate der Unternehmen tendenziell (K. Marx). Um dem entgegenzuwirken, wird die Produktivität vorangetrieben, es werden laufend menschliche Arbeitskräfte durch Mechanik ersetzt (Automatisierung). In unserem Stadium der Produktionsweise findet immer mehr ein Ersatz von Menschen durch Software statt. Das macht eine fortschreitende Automatisierung für das Unternehmen besonders interessant, wenn damit hochbezahlte Jobs ersetzt werden. Diese Entwicklung verschärft den dargelegten Widerspruch dramatisch. Wer soll künftig den immer kostengünstiger produzierten Kram kaufen, wenn der Job-Abbau durch Automatisierung auch die betuchtere Mittelschicht erfasst.

Kann das System also noch? Im perspektivischen Sinne – nein. Und die herrschenden Kreise wissen das.

Die Erzählung von der tödlichen Gefahr namens Covid mag eine zeitlang effektiv ablenken von der Fragilität des aktuellen Wirtschaftssystems. Das wird sich nicht ewig aufrecht erhalten lassen. Es wird sich mehr und mehr herausstellen, dass sich das SARS-CoV-2 Virus im Laufe seiner Variationen möglicherweise weiter verbreitet, aber gleichzeitig immer weniger gefährlich wird. Also müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Zeit zu nutzen bis…

Schlecht Ding braucht Zeit
Schwab spielt mit seinem Buch „Der große Reset“ die flankierende Rolle dessen, der Argumente beisteuert, um die große Wende breiten Bevölkerungsschichten in der einen oder anderen Form schmackhaft zu machen. Da kann man manches als Selbstkritik verstehen, da wird Besserung gelobt, da wird v.a. dem Umweltschutz ein breiter Raum gegeben. Es werden schöne Aussichten an die Wand gemalt, um das Menetekel an der gleichen Wand zu übertünchen, das von der Unfähigkeit des aktuellen Wirtschafts- und Sozialsystems kündet, unsere Lebensgrundlagen dauerhaft zu sichern.

Mediales Täuschen wird nicht reichen. Ein weiteres Mittel ist die Personalpolitik. Hier, in der Netzwerkerei, liegen besondere Talente des Klaus Schwab.

Die grüne Kanzlerkandidatin Baerbock kam in den Genuss höherer Weihen des WEF, sie wurde 2020 in sein Young Global Leader Programm aufgenommen. In diesem Rahmen wird den Mitgliedern eine entsprechende mehrjährige Eliten-Ausbildung zuteil. Angela Merkel gehörte 1992 zur ersten Runde dieses Programms. Der ehemalige spanische Ministerpräsident Aznar, EU-Kommissionschef Barroso oder der britische Regierungschef Tony Blair waren dabei. Der ehemalige französische Regierungschef Sarkozy durfte mitmachen, wie auch sein Nachfolger Emmanuel Macron. Natürlich fehlte Jens Spahn nicht. Weitere Politiker der Grünen waren ebenfalls schon dabei, so etwa Cem Özdemir. Ja, und der Österreicher Sebastian Kurz durfte auch teilnehmen. So werden Politiker herangezogen, die dem Club der größten Unternehmen der Welt genehm sind. Frau Baerbock muss bei den Kursen der Young Leaders zeitweilig nicht so gut aufgepasst haben, aber sie kommt ja auch vom Völkerrecht.

All das kauft Zeit.

Aber die nächsten Krisen kommen bestimmt, sie werden immer größere Konsequenzen für breite Bevölkerungsschichten haben. Dem wird vorgebeugt dadurch, dass man versucht, die Bürger zu vereinzeln, Corona soll uns an soziale Distanzierung gewöhnen, soll jeden Mitbürger als Gefahr erscheinen lassen. Besser noch, soll sie gegeneinander aufzuhetzen, getreu dem alten Rezept von Macchiavelli „Teile und herrsche“. Aktuell gelingt das über die, die der Corona-Erzählung glauben und die, die Zweifel hegen. Künftig auch immer mehr durch den Widerspruch zwischen Geimpften und Ungeimpften. Die Medien spielen bei dieser Hetze eine wichtige Rolle. Die Bevölkerung soll einerseits an den Abbau demokratischer Rechte gewöhnt werden, andererseits ist der die Grundlage dafür, bei Unruhen im Zuge wirtschaftlicher Krisen brachial (und legalisiert) vorzugehen.

Das gegenwärtige Wirtschafts- und Sozialsystem ist mittlerweile so fragil, dass seine Protagonisten daran arbeiten, es durch etwas anderes zu ersetzen, bevor ihnen das Heft des Handelns entgleitet.

Der Ausweg – Inflation und ein neues Geldsystem
Inflation gilt allgemein als systemkonformes Mittel, um Krisen des Kapitalismus zu „lösen“. Der Schuldner wird entlastet, seine Schulden verlieren real an Wert, der Schuldendienst wird erleichtert. Eine Inflationierung gelingt aber nur dann, wenn die Nachfrage das Angebot dauerhaft übersteigt. Dazu sind Zweitrundeneffekte in Form steigender Löhne erforderlich. Oder es kommt zu einem nachhaltig limitierten Angebot, wenn die Kosten so stark steigen, dass aus Unternehmenssicht eine Ausdehnung nicht profitabel ist. Trifft die Annahme vom Beginn eines neuen Rohstoff-Superzyklus zu, ist eine solche Stagflation ein realistisches Szenario. In jedem Fall ist zu erwarten, dass die Geldflut der Zentralbanken anhält, ohne geht es nicht mehr.

Inflation verschafft Zeit. Zeit, in der die eigentlichen Profiteure am System weiterhin gut verdienen, insbesondere diejenigen mit besonderer Nähe zu den Zentralbanken und ihrer Geldflut. Zeit, in der aber auch das eigentliche Ziel vorbereitet wird.

Das neue System besteht im Kern in der Abschaffung von Bargeld, der geprägten Freiheit wie Dostojewski einmal sagte. Der Ex-Chefvolkswirt des IWF, Rogoff, schrieb vor einigen Jahren bereits, eines Tages werde eine neue schwere Finanzkrise kommen, und dann könnten negative Zinsen von minus fünf oder sechs Prozent nötig werden, um schnell aus der Krise zu kommen. Das ist aber nur machbar, wenn Bargeld in einer international konzertierten Aktion abgeschafft ist. Ansonsten setzt ein Run in Cash ein.

Das digitale Zentralbankgeld, an dem u.a. auch die EZB arbeitet (natürlich nur als Ergänzung zum „normalen“ Euro, wie es heißt), hat völlig andere Eigenschaften als Bargeld. Man kann etwa Fristen vorsehen, innerhalb derer Geld ausgegeben werden muss. Die Gültigkeit kann auch auf bestimmte Regionen oder bestimmte Güter beschränkt werden. Etwas weniger dediziert restriktiv kann mit Negativzinsen rasche Nachfrage provoziert werden. Es bietet darüber hinaus Möglichkeiten zu beliebiger Disziplinierung, missliebige Bürger können von der Verfügung über ihr Geld ausgesperrt werden. Ein wichtiges Merkmal solch digitaler Währung wird auch sein, dass sie in Partnerschaft von öffentlichen und privaten Stellen organisiert wird. Unschwer zu erraten, wer mit „privat“ gemeint ist – die großen Digital-Konzerne.

Technisch wird das so realisiert, dass jeder Bürger ein Konto bei der Zentralbank hat, Geschäftsbanken werden weitgehend überflüssig. Es liegt auf der Hand, dass damit eine absolute Kontrolle aller Bürger ermöglicht wird. Das digitale Zentralbankgeld stellt zugleich den effektivsten finanziellen Steuerungsmechanismus für die Wirtschaft dar, den man sich denken kann. Wir bekommen so eine Art Planwirtschaft, wie sie selbst im „Ostblock“ undenkbar war.

Das digitale Zentralbankgeld ist aber auch die Grundlage für eine umfassende politische Diktatur.

Vermutlich wird sich ein solches Geldsystem nicht widerspruchslos einführen lassen. Eine der Voraussetzungen hierfür ist nämlich auch die Enteignung zumindest der „normalen“ Konsumenten. Nur wer ohne privaten Besitz ist, kann zum Spielball der neuen Geldordnung werden.

Also müssen Bedingungen geschaffen werden, die analog zur Verbreitung von Angst und Schrecken hinsichtlich Corona die Bevölkerung so paralysieren, dass sie den Wandel hinnimmt. Hierzu müssen die Verantwortlichen eigentlich nicht viel tun, sie müssten einfach nur zusehen, wie sich die selbstzerstörerischen Kräfte des Finanzkapitalismus entfalten.

Aber als könnte es nicht schnell genug gehen, wird über die sogenannten Corona-Maßnahmen fleißig an der wirtschaftlichen Destruktion gearbeitet. Der Verschuldungsgrad der Staaten treibt sie in immer größere Abhängigkeit von ihren Gläubigern, den großen Adressen im Finanzsektor. Der unternehmerische Mittelstand, von zentraler Bedeutung für das Funktionieren der Wirtschaft, wird sturmreif geschossen zur Übernahme durch die Oligopole und Monopole. Lieferketten zerreissen und vieles mehr.

Und falls alles nichts hilft: Zur Not tut es auch eine Cyberattacke, der man unterstellt, den Zusammenbruch des Finanzsystems herbeizuführen. Der WEF übt schon fleißig.

Ein Knall, ein Schock, bei dem sich die Bevölkerung direkter materieller Not gegenüber sieht, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. In einer solchen Situation werden die meisten Menschen den Strohhalm ergreifen, der ihnen mittels neuem Geldsystem gereicht wird, so die Hoffnung der „Macher“. Dazu gibt es noch ein Grundeinkommen monatlich auf das neue Zentralbankkonto, garniert mit dem Versprechen, jetzt wird alles gut.

So führt der Weg über Corona und über den Abbau demokratischer Rechte, sowie die Zerstörung wirtschaftlicher Strukturen in Richtung Scherbenhaufen. Notwendig ist dabei die mediale Verbreitung von Angst und Schrecken vor Corona oder was auch immer, ganz nach der Methode „Haltet den Dieb!“. Und die Paralyse der Bevölkerung wird weiter nötig sein, um davon abzulenken, was wirklich gespielt wird.

Dystropie oder Neuanfang?
Wie können die großen Akteure im Finanz- und Wirtschaftssystem nur so blöd sein und sich ihrer gewohnten Art, Geld zu machen, berauben? Sie tun das nicht ohne Grund und nur dann, wenn nichts anderes mehr geht. Zuvor schröpfen sie das bestehende System noch weiter und bringen ihre Schäfchen rechtzeitig ins Trockene – siehe etwa Bill Gates, der systematisch Agrarland aufkauft, von synthetischer Ernährung schwadroniert und sich seit langem im „krisensicheren“ Pharmabereich positioniert.

Aber wenn es um den Erhalt ihrer Macht geht UND nichts anderes mehr geht, dann gehen sie bis zum Äußersten, dem geschilderten Szenario oder etwas vergleichbarem. Wie sagte der gute Investment-Onkel Warren Buffett 2006 in einem Interview mit Ben Stein in der New York Times so treffend: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“ (siehe hier!).

Zu einem Krieg gehören immer zwei Parteien. Der Weg in die paranoide transhumanistische Dystropie ist nicht gesetzmäßig vorgezeichnet. Das sind Pläne, die die dem Finanzkapitalismus innewohnenden Gesetzmäßigkeiten fortschreiben. Diese Pläne sind aber gleichzeitig das Eingeständnis, dass ein solches Wirtschafts- und Sozialsystem auf Dauer nicht in der Lage sein wird, die Existenzgrundlagen der Gesellschaft zu sichern. Im Ablauf der Geschichte kam es in einer solchen Situation stets zur Herausbildung neuer Formen von Wirtschaft und Gesellschaft.

Die breiten Bevölkerungsschichten haben die Wahl. Man kann ein glücklicher Sklave werden, dann hat man alles aufgegeben, was einen zu einem Menschen macht (nach Frederick Douglas). Das ist das, was sich Schwab & Co vorstellen. Man kann aber auch seinen gesunden Menschenverstand einsetzen, sich informieren, sich zusammenschließen, sich wehren, an Neuem arbeiten.



Ich fürchte, bisher wird Herr Schwab zufrieden sein mit dem erreichten. Vielleicht war er sogar positiv überrascht, dass die meisten Länder so bereitwillig im Gleichschritt in die Corona-Wüste marschieren.

Ein bedeutender Teil der Bevölkerung ist entweder eingelullt durch das beständige mediale Corona-Trommelfeuer oder nachhaltig paralysiert. Aldous Huxley sprach davon, dass ein Fünftel der Bevölkerung extrem beeinflussbar ist. Wer diese 20% in die Hände bekommt, kann leicht jede Regierung oder jedes Land stürzen, wie er am Beispiel Hitlers zeigte.

Andererseits regt sich Widerstand. So gehen in Frankreich seit Wochen Hunderttausende in den Provinzen auf die Straße gegen die dortige Corona-Politik und den Gesundheitspass. In zahlreichen Staaten der USA sind die Corona-Beschränkungen abgeschafft. In den Ländern Nordeuropas wird nach und nach die Pandemie für beendet erklärt. In Großbritannien formiert sich Widerstand um die "Together Declaration" herum.

Auch in Berlin haben an diesem Wochenende wieder viele Tausend trotz Demonstrationsverboten demonstriert. Als Grund für die Verbote wurde angeführt, das Einhalten der Hygienevorschriften sei nicht sichergestellt. Andere Demonstrationen mit anderen Inhalten werden genehmigt, die mangelnde Einhaltung der Vorschriften wird aber nicht verfolgt.

Aufwachen!

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Nachtrag:
(31.8.21) Zum Thema "Kontrolle ohne Ende": Die WHO hat einen Leitfaden zur Einführung digitaler Impfzertifikate veröffentlicht. Es trägt den Titel „Digital Documentation of COVID-19 Certificates: Vaccination Status“ (Digitale Dokumentation von COVID-19-Zertifikaten: Impfstatus). Er wurde u. a. von der Gates Foundation und der Rockefeller Foundation finanziert. Das Dokument befasst sich mit den technischen Anforderungen für die Entwicklung digitaler Informationssysteme, die „digitale Bescheinigungen über den Impfstatus“ liefern. Die Implementierung solcher Systeme basiert auf der Blockchain-Technologie.

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