Marktstatus

Abfassung: 23.07.08 12:06 für zurückliegenden Handelstag

 

Aktien – Kursentwicklung

Aktien – Marktinterna

Andere Märkte

Bis hierher

TimePatternAnalysis

Gesamteindruck

 

Aktien – Kursentwicklung (Zeithorizont –3 Tage)

Der Dow (11.602,50) gewinnt, der untere Docht greift an die EMA14. Wichtige statische Pegel: 12750(!!!), 12600, 12300, 12050(!!!), 11750, 11650, *, 11400, 11000, 10750. EMA14 bei 11404/11377/11360/, EMA50 bei 11862/11870/11886/, EMA200 bei 12492/12496/12511/. Der S&P 500 (1.277,00) gewinnt, der untere Docht testet Support bei ~1245. Wichtige Pegel: 1375(!!!), 1360, 1325(!!!),  1285, *, 1270, 1245, 1223, 1182. EMA14 bei 1263/1260/1261/, EMA50 bei 1310/1311/1314/, EMA200 bei 1374/1375/1377/. Der NDX (1.821,62) gut behauptet, schließt gerade über Abwärtslinie aus Jun. Wichtige Pegel: 1990, 1950(!!!), 1930, 1900, 1870, *, 1818(!!!), 1775. EMA14 bei 1836/1837/1838/, EMA50 bei 1887/1888/1889/, EMA200 bei 1908/1908/1908/.

 

Der SOXX (345,45) verliert stark weiter. Wichtige Pegel („Rnn“: Retracements): 435, 420, 406, ~400, 380, *, 345(!!!). Der BTK (832,98) gewinnt stark weiter. Wichtige Pegel: 850 (ATH), *, 830, 780, 760(!!!), 765, 750(!), 740, 710(!!!), 660. Der DJT (5.152,73) gewinnt stark. Wichtige Pegel: 5493(ATH), 5446, 5331, 5250, *, 5128, 5000, 4777(!), ~4700(!!!),4510, 4406, 4366, 4280, 4140. Der HGX (115,71) gewinnt stark.

 

Der DAX (6.442,79) legt  weiter zu, der untere Docht greift an die EMA14. Wichtige Pegel („Rnn“): 7025(!!!), 6960, 6825, 6700, 6610, *, 6440, 6400, 6146, 6000. EMA14 bei 6334/6325/6295/, EMA50 bei 6559/6562/6576/, EMA200 bei 6932/6936/6947/. Der Nikkei (13.312,93) plus 1,0 Prozent; schließt 73 Punkte über Tagestief, 76 unter Tageshoch.

 

Aktienkursaktion – bullisch; NDX mit rel. Schwäche, SOXX verliert, BTK gewinnt; DJT („Globalisierungs-Indikator“) stark über 5000; SOXX („Technologie-Indikator“) sehr schwach; in den großen Indices steht als nächstes EMA50 an; Nikkei weiter bullisch.

 

 

Aktien – Marktinterna (–3 Tage)

Das Handelsvolumen an der NYSE bei 6,18/4,63/5,65/ Milliarden Aktien – kfr durchschnittlich. Das Umsatz-Verhältnis steigt über den unteren Rand des fallenden, verengten Bollingerbandes; Akkumulation; Divergenz zwischen Index und Volumen; kein bärisches Signal. Der TRIN notiert mit 1,08 auf bärischem Terrain. Der kfr Durchschnitt am unteren Rand des fallenden, sich erweiternden Bollingerbandes; Rahmenszenario (Signal): bärisch. Advance/Decline-Linie aufwärts; Signal: neutral.

 

Der VIX minus 8,1 Prozent auf 21,18, der S&P 500 plus 1,4 Prozent (durchschnittlicher „Hebel“ VIX/S&P 500 ~-4:1). Chart-Technik: Der „Angst-Index“ schließt unterhalb der stat. Marke bei 22,00 und unter der EMA200; die Stochastik kauft im überkauften Bereich weiter; der trägere, zur Bestätigung herangezogene MACD kauft weiter. Der VIX am unteren Rand des abwärts orientierten, sich erweiternden Bollingerbandes. Korrelation mit Kursentwicklung im inversen Bereich aufwärts (normalerweise inverse Beziehung – siehe „Hebel“). Der Quotient aus S&P 500 und VIX steigt unter der flachen Signallinie. In Fear nahe Doubt. VIX-Signal: neutral.

 

Das Put/Call-Verhältnis (total PCR) plus 0,03 auf 0,91. Der Wert in der unteren Hälfte des abwärts orientierten, sich erweiternden Bollingerbandes. Der Umsatz mit Index-Optionen steigt, kfr unterdurchschnittlich. Die Positionierung in Index-Optionen steigt über die flache Signallinie; absolut jetzt neutral. Korrelation zwischen Positionierung und SPX im neutralen Bereich abwärts. PCR-Signal: neutral in bullisch.

 

„Technical Quality“: „Bears in progress“ neutralisiert; Signal: neutral.

 

„Fair PER“-Signal: neutral.

 

Aktien-Indikatorgerüst insgesamt: 17:17/0:17/0:50/ Prozent (bullische:bärische Signale).

 

 

Andere Märkte (-1 Tag)

(EoD - aktuelle Tendenz bei Abfassung)

Euro/Dollar (ECW) minus 0,0140 auf 1,5784 – aktuell schwächer.

Dollar/Yen (JPY) plus 0,85 auf 107,26 – aktuell fester.

Euro/Yen (EYN) minus 0,08 auf 169,39 – aktuell gut behauptet.

 

Gold minus 21,30 auf 944,70 - aktuell leichter.

WTI Öl-Future (LC) minus 3,67 auf 127,73 (heute, 08:30) – aktuell schwächer.

 

TBond-Future minus 0,39 auf 114,16 - aktuell leichter.

 

Rendite „13-Week Treasury Bill“ (IRX) plus 0,120 auf 1,500 Prozent.

10-jährige US-Rendite (TNX) plus 0,030 auf 4,097.

30-jährige US-Rendite (TYX) plus 0,015 auf 4,663.

Zinsstruktur (30y-13w) – sehr steil, abnehmend („steil“: 30y-13w>1,25; „sehr steil“: >2,00).

 

Fed Funds Rate (FFR): Eff. 1,98/1,96/2,03/; Target 2,00 Prozent.

„Dw-cycle“ seit 5. Jul 2007; „policy-expectation“: „Ntl“.

 

Intermarket-Korrelation:

ECW vs SPX – pN; ECW vs TYX – pN; ECW vs Gold – nP;

SPX vs TYX - nP; SPX vs Gold – pN; Gold vs TYX – pN.

 

 

Bis hierher

Aktienkursaktion – bullisch; NDX mit rel. Schwäche, SOXX verliert, BTK gewinnt; DJT („Globalisierungs-Indikator“) stark über 5000; SOXX („Technologie-Indikator“) sehr schwach; in den großen Indices steht als nächstes EMA50 an; Nikkei weiter bullisch.

 

Marktstruktur: Steigendes Volumen bei steigenden Kursen; Akkumulation. Der TRIN-Rahmen bärisch. ADL neutral.

Sentiment: leicht bullisch; Indexoptions-Positionierung absolut jetzt neutral.

 

Das Aktien-Indikatorgerüst insgesamt zunehmend bullisch. 

 

Die Marktstruktur abnehmend bärisch. In Akkumulation; TRIN-Rahmen weiter bärisch, das aufgeweitete BB deutet zusammen mit der Lage des kfr Mittelwerts am unteren Rand auf eine Wende hin.

 

Der VIX jetzt in Fear nahe Doubt. Damit dürfte die Wahrscheinlichkeit eines nochmaligen deutlicheren Rückfalls jetzt gering sein. Die gestrige iday-Konsolidierung hat offenbar ausgereicht. „Technical Quality“ (wertet MACD, RSI und Stochastik aus, also traditionelle Indikatoren, die viel beachtet werden) hat an einer Unterstützung im stark bärischen Bereich gedreht, „Bears in progress“ jetzt neutralisiert.

 

Bullische Hinweise in den kurzen Verläufen - wird belastbarer. Jetzt auch leichter Hinweis auf Stärke der Bullen.

 

„Carry-Trade-Indikatoren“: JPY steigt deutlich, EYN hält sich auf hohem Niveau. Der IRX legt deutlich zu (Geld vom Parkplatz), zusammen mit ECW-Abstieg und Aktien-Ausbruch. TBonds zunächst ge-, dann verkauft. Der Dollar gegen Euro brach erneuten Test von 1,60 (zuletzt markiertes ECW-Hoch) vorzeitig ab. Die Intermarket-Korrelation ECW vs SPX (Tendenz pos, statisch neg) unterstreicht (noch zart) die auch sonst zu konstatierenden Struktur-Veränderungen zugunsten der Aktienbullen. 

 

Der Zinsspread TYX minus IRX zeigt seit Beginn des jüngsten steilen Anstiegs am 7. Jul jetzt Tendenzen, zu schrumpfen. Das geht häufig mit einem Aufwärtsimpuls bei Aktien einher – ein weiteres bullisches Zeichen.

 

Belastbarer Boden bei Aktien erreicht? Scheint so (SPX=1210, DAX=6000, NDX=1800). Aber relativ hohe Wahrscheinlichkeit jetzt, dass nochmals Rebound in diese Richtung. In den großen Indices jetzt EMA50 wichtig. NDX: Per EoD rel. Schwäche, jedoch iday deutliches bull. Reversal. Um ein stabileres bull. Bild zu zeichnen, sollte der NDX jetzt rel. Stärke zeigen.

 

 

TimePatternAnalysis (Zeithorizont –3/+5 Tage)

Dieser Abschnitt fasst die Ergebnisse der drei Teile der TimePatternAnalysis zusammen (vorwiegend zu Zwecken der internen Dokumentation); Erklärung der technischen Details hier.

 

DJI - P: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~12000), {0,81}. D: sehr bullisch; Bär-Regime seit 23. Mai, CNG [uU], [uU]; [uU]. S: ./. H: uu (>Mid); BB aufwärts, weiter. A: Bull +6. è MO bull.; DO bull.; Zyklik bull.; übergeordnet hoch.

SPX - P: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~1330), {0,72}. D: sehr bullisch; Bär-Regime seit 3. Jun, CNG [uU], [uU]; [uU]. S: ./. H: ntl (>Mid); BB aufwärts, weiter. A: Bull +4. è MO bull.; DO bull.; Zyklik bull.; übergeordnet aufwärts. 

NDXP: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~2000), {0,31}. D: neutral; Bär-Regime seit 12. Jun, CNG [uU], [u?]; [uU]. S: ./. H: ntl (<Mid); BB flach. A: Flat +1. è MO bull.; DO bull., flach; Zyklik bull.; kfr unsicher, übergeordnet aufwärts, MO beachten!.

 

SOX - P: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~390), {0,54}. D: neutral; Bär-Regime seit 11. Jun, CNG [uU], [d?]; [dU]; Mom. S: ./. H: ntl (<Mid); BB abwärts, weiter. A: Flat 0. è MO bull.; DO bär., flach; Zyklik bull., an bär. Wende?; Mom – stützt bull. Attitüde; kfr unsicher, übergeordnet aufwärts.

BTK P: abwärts; abwärts; Perspektive abwärts (~780), {0,96 up}; bull. Ext; Glitch. D: bullisch; Bull-Regime seit 10. Jul, TRD [uU], [uU]; [uU]. S: Turn dw blockiert. H: uu (>Mid); BB aufwärts. A: Bull +2. è MO bull.; DO bull.; Zyklik bull.; Ext – stützt bull. Attitüde; zunächst auf hohem Niveau, übergeordnet abwärts.

HUI - P: abwärts; seitwärts; Perspektive abwärts (zunächst ~420), {0,55}. D: bärisch; Bull-Regime seit 27. Jun, TRD in NTL [dD], [dD]; [dD]. S: ./. H: ntl (<Mid); BB aufwärts, enger. A: Bear -2. è MO bär. Wende; DO bär. Wende; Zyklik bär. Wende; übergeordnet zunächst oszillierend seitwärts.  

DJT P: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~5200++), {0,88}. D: sehr bullisch; Bär-Regime seit 12. Jun, CNG [uU], [uU]; [uU]. S: ./. H: uu (>Mid); BB aufwärts. A: Bull +4. è MO bull.; DO bull.; Zyklik bull.; übergeordnet aufwärts, Untergrenze lfr Aufwärtskanal bei ~5350 im Visier.


Nikkei P: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~14500+), {0,85}.
D: sehr bullisch; Bär-Regime seit 24. Jun, TRD in NTL in CNG [uU], [uU]; [uU]. S: ./. H: ntl (>Mid); BB flach. A: Bull +4. è MO bull.; DO bull.; Zyklik bull.; übergeordnet aufwärts.

ESX P: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~3500), {0,76}. D: sehr bullisch; Bär-Regime seit 27. Mai, CNG [uU], [uU]; [uU]. S: ./. H: ntl (>Mid); BB aufwärts, weiter. A: Bull +4. è MO bull.; DO bull.; Zyklik bull.; übergeordnet hoch.  

DAX - P: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~6700), {0,79}. D: sehr bullisch; Bär-Regime seit 6. Jun, CNG [uU], [uU]; [uU]. S: ./. H: ntl (>Mid); BB aufwärts, weiter. A: Bull +4. è MO bull.; DO bull.; Zyklik bull.; übergeordnet hoch.

 

GLDP: seitwärts; abwärts; Perspektive abwärts (~900-), {0,78}; Glitch (Abwärtszyklen). D: bärisch; Bull-Regime seit 25. Jun, TRD [dD], [dD]; [dD]. S: ./. H: uu (>Mid); BB aufwärts, enger. A: Flat 0. è MO bär. Wende; DO bär.; Zyklik bär.; kfr volatil (), übergeordnet abwärts.

ECWP: abwärts; abwärts; Perspektive abwärts (~1,55-), {0,73}. D: bärisch; Bull-Regime seit 25. Jun, TRD [dD], [dD]; [dD]; PS+. S: ./. H: ntl (>Mid); BB aufwärts, enger. A: Bear -2. è MO bär.; DO bär.; Zyklik bär.; übergeordnet abwärts.

EYN P: aufwärts; seitwärts; Perspektive ? (), {0,45}. D: bullisch; Bull-Regime seit 3. Apr, CNG in NTL [uU], [u?]; [uU]. S: ./. H: ntl (>Mid); BB flach. A: Bull +3. è MO bull.; DO bull., flach; Zyklik bull.; kfr auf hohem Niveau.

JPY - P: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~108,50+), {0,63}. D: bullisch; Bär-Regime seit 14. Jul, CNG [uU], [uU]; [uU]. S: ./. H: ntl (>Mid); BB flach. A: Bull +2. è MO bull.; DO bull.; Zyklik bull.; übergeordnet noch aufwärts, zunächst Widerstand bei ~108,10 im Visier.

 

IRX - P: abwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~1,70+), {0,96}; Glitch (Aufwärtszyklen). D: bullisch; Bull-Regime seit 26. Jun, TRD [nD], [uU]; [uU]. S: ./. H: dd (<Mid); BB abwärts. A: Flat +1. è MO bär., Tempoverlust; DO bull. Wende; Zyklik bull. Wende; kfr volatil (), übergeordnet aufwärts.

TNX - P: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~4,2++), {-0,00}; Glitch (Aufwärtszyklen). D: sehr bullisch; Bär-Regime seit 3. Jul, CNG [uU], [uU]; [uU]. S: ./. H: uu (>Mid); BB aufwärts, weiter. A: Bull +6. è MO bull.; DO bull.; Zyklik bull.; abnehmende Plausibilität, überzogene Entwicklung der Perspektive legen kfr Irritationen nahe; kfr volatil ().

TYX - P: aufwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~4,7++), {0,86}. D: sehr bullisch; Bull-Regime seit 27. Jun, NTL in CNG [uU], [uU]; [uU]. S: ./. H: uu (>Mid); BB aufwärts, weiter. A: Bull +6. è MO bull.; DO bull.; Zyklik bull.; übergeordnet aufwärts, über wichtigem lfr Widerstand.

                                                                     

OBt - P: abwärts; aufwärts; Perspektive aufwärts (~145), {0,91}. D: sehr bärisch; Bär-Regime seit 22. Jul, CNG [uR], [dD]; [dD]. S: Turn up blockiert. H: dd (<Mid); BB abwärts. A: Bear -5. è MO Regimewechsel; DO bär.; Zyklik bär.; kfr volatil, unter Druck, übergeordnet nochmals aufwärts.

Sil - P: seitwärts; abwärts; Perspektive abwärts (~17-), {0,71}; Glitch (Abwärtszyklen). D: bärisch; Bull-Regime seit 27. Juni, TRD [dD], [dD]; [dD]. S: ./. H: ntl (>Mid); BB aufwärts, enger. A: Flat 0. è MO bär. Wende; DO bär.; Zyklik bär.; übergeordnet abwärts.

 

 

Gesamteindruck (Zeithorizont +5 Tage)

Neuigkeiten und Meinungen:

Der fallende Ölpreis überdeckt schlechte Quartalszahlen (Amex, Wachovia usw.) – Aktien steigen. Insbesondere Konsum-Aktien profitieren von der Phantasie, mit fallenden Energiekosten haben die Verbraucher wieder mehr Geld in der Tasche.

 

Caterpillar meldet besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen. General Electric meldet, dass die Abu Dhabi investment agency Mubadala Development Co im Rahmen eines Jointventures einsteigen will.

 

Den Preisverfall beim Öl begünstigt neben der Erwartung eines Konjunkturabschwungs auch die Erwartung, dass ein Sturm im Golf von Mexiko an den meisten Ölförderanlagen vorbei zieht.

 

Plosser, Philly-Fed, sagte gestern, die Geldpolitik sei bislang sehr nachgiebig. Das müsse sich ändern, die Zinsen müssten bald wieder steigen. Plosser ist im FOMC stimmberechtigt. Das stützte den Dollar neben dem fallenden Ölpreis (u.u.). Auch Finanzminister Paulson (ehemals Goldman Sachs) bekräftigt seine Unterstützung für einen starken Dollar. John Lipsky, IWF, schlug in dieselbe Kerbe, der Euro sei überbewertet und der Rutsch des Dollar in den vergangenen Jahren habe ihn näher an einen mittelfristigen Gleichgewichtspunkt gebracht. Der Hauptfaktor bei der Bildung globaler Ungleichgewichte sei jedoch weiterhin Chinas Geld- und Währungspolitik, sowie die hohen Ölpreise. Gegenwärtig trage die Eurozone die Hauptlast der Anpassungen. 

 

Morris Goldstein und Nicholas Lardy argumentieren in der FT, dass China dringend das doppelte Problem „Währung und Zinsen“ angehen müsse. Die Währungsinterventionen müssten reduziert werden, damit sich der Aufwertungsdruck entfalten kann. Anderenfalls besteht das Risiko eines starken Zuflusses von spekulativem Kapital, was die Geldpolitik untergraben würde.

 

Nouriel Roubini bekräftigt, dass der Schlüssel der Finanzkrise im Hauspreis-Bereich liegt. Diese würden insgesamt um 30 Prozent nominal, 40 Prozent real nachgeben. Kreditverluste durch Pleiten usw. dürften auf ca. 1 Bill. Dollar kommen, was etwa 75 Prozent des Kapitals der US-Finanzinstitute ausmacht. Zudem müssten bis zu 50 Prozent der von Fannie and Freddie besicherten Hypotheken nationalisiert werden. Das wären in absoluten Zahlen rund 2,5 Bill. Dollar (siehe auch Schätzung von S&P - Artikel vom 16. Jul 2008).

 

Holger Schmieding schreibt in der FT, dass die Euro-Zone zwar fundamental besser dasteht als die USA und Großbritannien. Aber es gebe einen tiefgreifenden makroökonomischen Politik-Mix mit einer mäßig restriktiven Geldpolitik, einer neutralen Fiskalpolitik und einer überbewerteten Währung. Er erwartet “Semi-Stagnation” in den USA, verbunden mit dem Risiko, dass irgendein externer Schock eine Rezession auslöst. Hierbei sei die Eurozone nun gleichgezogen. Die reale M1-Geldmenge in der Eurozone sinke, das wäre immer ein sehr guter Hinweis auf Wachstumsperspektiven.

 

Der Wirtschaftshistoriker Marc Flandreau schreibt in VOX, dass fundamentale Gründe den Dollar hätten zu einer Leitwährung werden lassen, nicht irgendwelche äußeren Faktoren (Jeff Frankel). Er äußert sich nicht dazu, ob der Dollar seine Rolle verliert, aber wenn, so würden auch hierbei fundamentale Faktoren die entscheidende Rolle spielen.

 

Interessanter Überblick über Fannie und Freddie und die Aussichten: http://www.eurointelligence.com/Article.620+M5818c778581.0.html

 

(u.a. aus Eurointelligence)

 

Entwicklung gestern und aktuell:

Aktienkursaktion – bullisch; NDX mit rel. Schwäche, SOXX verliert, BTK gewinnt; DJT („Globalisierungs-Indikator“) stark über 5000; SOXX („Technologie-Indikator“) sehr schwach; in den großen Indices steht als nächstes EMA50 an; Nikkei weiter bullisch.

 

Marktstruktur: Steigendes Volumen bei steigenden Kursen; Akkumulation. Der TRIN-Rahmen bärisch. ADL neutral.

Sentiment: leicht bullisch; Indexoptions-Positionierung absolut jetzt neutral.

 

Das Aktien-Indikatorgerüst insgesamt zunehmend bullisch. 

 

Die Marktstruktur abnehmend bärisch. In Akkumulation; TRIN-Rahmen weiter bärisch, das aufgeweitete BB deutet zusammen mit der Lage des kfr Mittelwerts am unteren Rand auf eine Wende hin.

 

Der VIX jetzt in Fear nahe Doubt. Damit dürfte die Wahrscheinlichkeit eines nochmaligen deutlicheren Rückfalls jetzt gering sein. Die gestrige iday-Konsolidierung hat offenbar ausgereicht. „Technical Quality“ (wertet MACD, RSI und Stochastik aus, also traditionelle Indikatoren, die viel beachtet werden) hat an einer Unterstützung im stark bärischen Bereich gedreht, „Bears in progress“ jetzt neutralisiert.

 

Bullische Hinweise in den kurzen Verläufen - wird belastbarer. Jetzt auch leichter Hinweis auf Stärke der Bullen.

 

„Carry-Trade-Indikatoren“: JPY steigt deutlich, EYN hält sich auf hohem Niveau. Der IRX legt deutlich zu (Geld vom Parkplatz), zusammen mit ECW-Abstieg und Aktien-Ausbruch. TBonds zunächst ge-, dann verkauft. Der Dollar gegen Euro brach erneuten Test von 1,60 (zuletzt markiertes ECW-Hoch) vorzeitig ab. Die Intermarket-Korrelation ECW vs SPX (Tendenz pos, statisch neg) unterstreicht (noch zart) die auch sonst zu konstatierenden Struktur-Veränderungen zugunsten der Aktienbullen. 

 

Der Zinsspread TYX minus IRX zeigt seit Beginn des jüngsten steilen Anstiegs am 7. Jul jetzt Tendenzen, zu schrumpfen. Das geht häufig mit einem Aufwärtsimpuls bei Aktien einher – ein weiteres bullisches Zeichen.

 

Belastbarer Boden bei Aktien erreicht? Scheint so (SPX=1210, DAX=6000, NDX=1800). Aber relativ hohe Wahrscheinlichkeit jetzt, dass nochmals Rebound in diese Richtung. In den großen Indices jetzt EMA50 wichtig. NDX: Per EoD rel. Schwäche, jedoch iday deutliches bull. Reversal. Um ein stabileres bull. Bild zu zeichnen, sollte der NDX jetzt rel. Stärke zeigen.

 

Die Schwäche des SOXX ist ein schlechtes Omen für die Wachstumsperspektiven unserer Informations-Wirtschaft.

 

Die nächsten Tage:

Screening der TimePatternAnalysis (TrackRecord)

Siehe auch hier!

 

Wert

Analyse

Kommentar

Diag

Prog

kB

BTK

22.07.08: Bull +2

Hold Call

uU

P:dD

up

DAX

22.07.08: Bull +4

Check Call

uU

P:uU

up

DJI

22.07.08: BULL +6

Hold Call

uU

P:uU

up

DJT

22.07.08: Bull +4

Check Call

uU

P:uU

up

ECW

22.07.08: Bear -2

Check Put

dD

P:dd

dw

ESX

22.07.08: Bull +4

Check Call

uU

P:uU

up

EYN

22.07.08: Bull +3

Check Call

u?

P:un

n+

GLD

22.07.08: Flat

Neutral

dD

P:nd

n-

HUI

22.07.08: Bear -2

Check Put

dD

P:dn

dw

IRX

22.07.08: Flat +

Neutral

uU

P:uU

n-

JPY

22.07.08: Bull +2

Check Call

uU

P:uU

n+

NDX

22.07.08: Flat +

Neutral

u?

P:uU

nt

Nik

23.07.08: Bull +4

Check Call

uU

P:uU

up

OBt

22.07.08: BEAR -5

Hold Put

dD

P:du

dw

Sil

22.07.08: Flat

Neutral

dD

P:nd

n-

SOX

22.07.08: Flat

Neutral

d?

P:uU

dw

SPX

22.07.08: Bull +4

Check Call

uU

P:uU

up

TNX

22.07.08: BULL +6

Hold Call

uU

P:uU

up

TYX

22.07.08: BULL +6

Hold Call

uU

P:uU

up

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktien - „V“ wahrscheinlicher als „W“. Wichtig jetzt die EMA50 in den großen Indices (Dow z.B. ~11850, zugleich wichtiger stat. Bereich). Wichtig auch, dass die relative Schwäche im NDX nicht weiter geht. Er hängt stark nach und sollte einiges Aufholpotenzial haben. Falls die Bullen hier nicht darauf einsteigen – Vorsicht!! Gestern immerhin starke iday-Erholung. Öl dürfte weiterhin sehr wichtig sein - Kristallisationspunkt für Konsolidierung.

 

Intermarket stützt Aktienbullen: IRX mit deutlichem Zugewinn (Geld vom Parkplatz). TBonds mit Verkäufen. EYN (verliert Bedeutung als Carry-Trade-Indikator) flach gesehen, JPY (gewinnt Bedeutung zurück) übergeordnet aufwärts (Widerstand bei 108,1, darüber (lfr wichtig) ~108,70). Die Intermarket-Korrelation ECW vs SPX ist negativ, mit Anzeichen einer Umorientierung.

 

Der ECW hat vor ernsthaftem Test der Marke von 1,60, dem zuletzt markierten Hoch, umgekehrt, begleitet von massivem publizistischem Feuer. Die Prognose zeigt an, dass es weiter abwärts geht (Support 1,54-1,55 zunächst). Da mehrfach versucht wurde, durch 1,60 zukommen, dürfte ein Scheitern hier eine strategische Bedeutung haben. Das deutlichere Aufwärtsszenario bei JPY zusammen mit einer nur mäßigen Aufwärtsperspektive bei EYN stützt das skizzierte Szenario bei ECW.  

 

Edelmetalle - übergeordnet zeigt der Kurspfeil weiter nach unten.

 

IRX – hier ist die bär. Luft raus. Die weitere Perspektive zunächst aufwärts (Geld von Parkplatz). Stützt Wiederbelebung von Asset-Käufen.

 

TBond-Kurse: Übergeordnet dürften Verkäufe weitergehen (TYX aufwärts, Kurse abwärts); wichtiger lfr stat. Widerstand genommen. Angezeigte Perspektive deutet auf stark bis übermäßig Zins-bullische Ausrichtung hin („Hochmut kommt vor dem Fall“). Intermarket-Korrelation: SPX vs TYX positiv, fallende Aktien gehen mit steigenden Bonds einher (u.u.). 

 

Öl hängt eng an ECW. Topp im Bereich von ~145 ist jetzt sehr wahrscheinlich; gegenwärtig fraglich, ob das Niveau jetzt noch einmal gesehen wird, Reboundversuch dorthin aber einplanen. Ein Höherbewertung dürfte kfr konjunkturelle Bedenken verstärken und es den Aktien-Bullen schwer(er) machen – Kristallisationspunkt für eine Konsolidierung.

 

 

Heute (Makronachrichten und Futures)

US_Einzelhandellsdaten w/w

16:30 US_Ölmarktbericht w/w

20:00 Beige Book

 

Do: US_Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung w/w; US_Hausbaudaten

Fr: US_Aufträge langlebiger Wi.-Güter Jun; US_Hausbaudaten; US_Verbraucherstimmung Jul

 

US-Futures (bis zur Mittagszeit eher Wunschkonzert der europäischen Akteure) positiv; DAX positiv.

 

 

TrackRecord (Marktstatus vom 23.07.08 12:06)

Rückblick:

TBond short: TYX über wichtiger Marke

ECW short wird gestützt durch steigenden JPY und flachen EYN – JPY: auf ~108,10 achten

Sil short – korreliert stark mit ECW

DAX long: Auf NDX achten – nimmt rel. Schwäche ab

Insgesamt auf Öl achten – deutlich steigend könnte Konsolidierung einleiten

 

 

 

Heute:

Stopp-Anpassung

!!!Stopp-Überprüfung (und evtl Anpassung) gegen 13:30 und 16:00

 

Vor allem: Öl und ECW beachten

Auch: baut NDX rel. Schwäche ab?

Auch: IRX steigt weiter?

 

Ausblick:

NDX long

Evtl: Gewinnsicherung, falls Anzeichen deutlicherer Konsolidierung

 (Öl mit dyn. Rebound, NDX weiter schwach)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Hinweise

 

 

 

Erläuterungen und ältere Hinweise

 

TimePatternAnalysis

Die TimePatternAnalysis vereinigt drei Ansätze: Die auf der Auswertung der Zyklussituation basierende Prognose ermittelt die Ausrichtung der Akteure und schreibt sie fort. Ihr Ergebnis kann nicht taggenau sein, so entsteht z.B. auch der kürzeste Zyklus erst mit dem dritten Kurs in Folge. Marktausrichtungen an sich sind in der Regel persistent: Ein Szenario kann (z.B. durch noch nicht eingepreiste Neuigkeiten) wohl verzögert, gestreckt oder in der Amplitude modifiziert werden, es bleibt aber gültig. Die Diagnose analysiert fraktale Eigenschaften der Kurshistorie, ihren Ergebnissen kommt im kurzen Zeitfenster (ein bis drei Tage) besondere Bedeutung zu; sie dient dazu, den Einsatz des Prognoseszenarios zu verifizieren, bzw. Verzögerungen oder Modifikationen zu erkennen. Signale werden von statistischen Extremen im Kursverlauf generiert (Mandelbrot: „milder oder wilder Zufall“).

 

Im Marktstatus werden Teilergebnisse zusammengefasst. Einzeldaten können in der Signaltabelle, sowie im TrackRecord eingesehen werden.

 

Die Besprechung der einzelnen Basiswerte ist so gegliedert:

P:“ fasst das Ergebnis der Prognose aus der Chartdarstellung zusammen

D:“ führt zunächst das Gesamtergebnis der Diagnose auf, dann wichtige Einzelaspekte

S:“ stellt die Signale des Trendfolgers dar

H:“ kfr Potenzial am aktuellen Handelstag und Bollingerband („Chart im Chart“)

A:“ Analyse-Ergebnis

è“ Zusammenfassung

 

Prognose:

Vorne an steht die prognostizierte Kursrichtung in drei Zeitzonen: 1-3 Tage (kMD); 5-7 Handelstage (Prognose); „Perspektive“ kennzeichnet den Verlauf über den Prognose-Ausblick hinaus, dabei optional in () nächster Wendepunkt. Die „gelb“ und „violett“ dargestellten regulären (zyklischen) Prognose-Szenarien grenzen den zu erwartenden Kursbereich ein. Der in den Prognosecharts durch „türkis“ repräsentierte kfr Markdruck („kMD“) spiegelt die kurzfristigen (1 bis 3 Tage) und die aperiodischen Einflüsse wider. Die ersten beiden Zeitebenen erscheinen auf dem Prognosechart: „P:dd“ bedeutet z.B., dass es laut Prognose in den beiden ersten betrachteten Zeitebenen abwärts geht.

Extension („Ext“) bedeutet die völlige Abwesenheit von bullischen, bzw. bärischen Kursmustern. Sind als Folge Einzelzyklen in der Ausbildung ihrer Wendepunkte überdehnt, ist das Signaltiming schwer bestimmbar, die Prognoseszenarien sind dann nicht immer „zeithaltig“. Eine Phase bullischer Überdehnung kann z.B. einige Tage lang ein künftiges Abwärtsszenario vor sich her schieben, während es noch zu weiteren kurzen Aufwärtsreaktionen kommt. Auch gehäuft Divergenzen, insbesondere zwischen (kfr ausschlaggebender) Diagnose und Prognose.

Glitch bezeichnet Lücken (Sprungstellen) in den Prognoseverläufen, die von neu einsetzenden Zyklen im Prognosemodell herrühren; eine Aufwärtslücke zeigt den Einsatz abwärts gerichteter Zyklus (u. u.). „Glitch“ impliziert auch, dass es kfr (intraday) zu heftigeren Bewegungen kommen kann (bei Einsatz eines Aufwärtszyklus und bärischer Diagnose bevorzugt zu „Durchrutschern“; u. u.). Bei großen Brüchen im Zyklus-Set kann sich so der Einsatz eines Prognoseszenarios auch um einige Tage verschieben. Für sich alleine sagt der Einsatz neuer, insbesondere kürzerer Zyklen noch nicht viel über die übergeordnete Entwicklung aus, da es auf das Gesamtbild der aktiven Zyklen ankommt. Es ist aber ein Hinweis auf mögliche Umbrüche und sorgt kfr für erhöhte Volatilität. In Extension kann es mehrere Tage in Folge zu erneutem Einsatz identischer Zyklen kommen, da Extension bezogen auf das Zyklusmodell bedeutet, dass Einzelzyklen in der Ausbildung ihrer Wendepunkte gestreckt werden.

Meldung Cyc ist eine auf dem Prognosechart erscheinende Sammelmeldung aus dem Prognosemodell. Sie signalisiert einerseits eine geringe Qualität der gefundenen Zyklusstruktur (Instabilität), andererseits, dass der für die Prognose ausgewählte Set an Zyklen nur unter kurzfristigen Gesichtspunkten eine relativ gute Deckung mit dem aus den Vergangenheitsdaten als relevant ermittelten Set hat. Beides unterstreicht die Kurzatmigkeit des aktuellen Geschehens, bzw. der Prognoseergebnisse.

 

Test: In {} wird ein (neues) Plausibilitätsmaß protokolliert.

 

Diagnose:

Vorne an steht das zusammengefasste Ergebnis ((sehr) bullisch/bärisch – neutral); es folgen die Klassifizierung der Linearität (Teilergebnisse des Mode-Oszillators und des Richtungs-Oszillators); danach die Aussage der Zyklik; danach evtl. weitere Merkmale.

Linearität (Regime, MO, DO)

Bull-/Bär-Regime ist gekennzeichnet durch das Überwiegen der jeweiligen Kursmuster (ersichtlich aus Chart des Richtungsoszillators in der Signaltabelle - bei Kreuzung gelb/grün herrscht Gleichgewicht). Es stellt die Richtungsinformation der Diagnose mit der höchsten zeitlichen Ordnung dar.

Der Mode-Oszillator (MO) ermittelt die Selbstähnlichkeit des Kursverlaufs zu linearen Strukturen. Seine Steigung gilt als Synonym/“Proxy“ für den kfr Mittelfluss – eine positive Steigung zeigt einen Fluss in den Basiswert hinein, eine negative zeigt einen Abfluss. 

TRD/NTL/CNG bezeichnet die zeitlich übergeordnete Klassifizierung des Energieflusses. Trend (TRD) bedeutet Kursbewegung mit Zunahme der Linearität. In Congestion (CNG) hingegen wird der Kursverlauf zunehmend volatil-erratisch, hier wird Energie für die nächste Trend-Bewegung angesammelt. Dementsprechend ist in Congestion -besonders in fortgeschrittenem Stadium- manche Kursbewegung schlicht „zufällig“.

Welche Marktpartei vom Zu- oder Abfluss der Mittel profitiert, wird durch den Richtungsoszillator angezeigt. Gewöhnlich nutzt zufließende Energie der dominierenden Marktpartei, abfließende schadet ihr. Treten hier Divergenzen auf (z.B.: Energieabfluss im Bär-Regime bei fallenden Kursen), ist das ein Hinweis auf mögliche Umbrüche.

Hinsichtlich Kurswirkung des MO bezeichnen in [] „u“ (up, aufwärts), bzw. „d“ (down, abwärts) die kfr (vorläufige) Aussage (Steigung, Energiefluss) des Mode-Oszillators, sowie „U“ (up – aufwärts), bzw. „D“ (down – abwärts) die übergeordnete Aussage aus der Klassifizierung TRD/NTL/CNG. „n“ bezeichnet flachen Verlauf. „R“ zeigt einen Regimewechsel innerhalb der jüngsten drei Handelstage an – in dieser Phase ist die Aussagekraft eingeschränkt.

Der Richtungs-Oszillator (DO) wird hinsichtlich Kursentwicklung in gleicher Weise klassifiziert: Eingeschlossen in [] kennzeichnen kleine Buchstaben die vorläufige kfr Aussage (Steigung), große die übergeordnete Bewegung.

Zyklik

Die Anzeige des Status der Zyklik erfolgt auf die gleiche Weise wie bei der Linearität.

Phasenverschiebung (Phase-Shift, PS) tritt auf, wenn die Orientierung nach Linearität und Zyklik auseinander läuft (blaue und blau-weiße Linie im Chart des Richtungsoszillators). In der Folge ändert sich Richtung und/oder Mode.

Momentum (Mom) wird angezeigt, wenn der Quotient aus Zyklizität und Linearität im Zeitablauf fällt. Das ist einmal dann der Fall, wenn die Linearität stärker steigt als die Zyklizität und tritt meist in starken Bewegungen auf. Es zeigt an, dass die eingeschlagene Richtung (Kurs/Mode) (noch) Bestand hat, insbesondere wenn gleichzeitig Phasenverschiebung herrscht. Im zweiten Fall („Pseudo-Mom“) fällt die Zyklizität schneller als die Linearität; das unterstreicht eine noch andauernde Seitwärts-Bewegung (Konsolidierung); wenn die Bodenbildung der Zyklizität endet, kommt es in der Regel zu einer dynamischen Bewegung (Trendbeginn).

 

Signale:

Turn deutet auf Wendepunkte hin. Es entsteht durch Qualifikation eines rohen Trendsignals (im Chart abgebildet) nach Kriterien der fraktalen Diagnose.

Transaktion setzt ein Turnsignal voraus und qualifiziert Transaktionszeiträume nach dynamischen Kriterien.

In Extension sind die Signale blockiert. „Momentum“ kennzeichnet die Nachhaltigkeit einer Bewegung, Signale sind daher ebenfalls blockiert.

Dem Signalgenerator liegt klassische Statistik zugrunde. Das bedeutet, dass er in Phasen „wilden Zufalls“ (Mandelbrot) (Oszillatoren im Extrembereich; Kurs ragt aus kfr BB heraus) nicht immer zuverlässig arbeitet; auch bei deutlicher, erst recht bei zunehmender Phasenverschiebung, sowie bei „Glitch“ ist Vorsicht bei der Umsetzung der Signale geboten. Es müssen dann weitere Kriterien hinzugezogen werden.

 

Heute:

Ausblick auf den aktuellen Handelstag (Chart in Chart). Es wird die kfr Orientierung (intraday-Potenzial - ntl, uu, dd) angegeben; „ntl“ bedeutet, dass das kfr Potenzial innerhalb des kfr Konsolidierungsbereichs (zw. Stopp Lg und Stopp Sh) liegt; „uu“, bzw. „dd“ besagen, dass es darüber, bzw. darunter liegt; in Klammern wird optional angegeben, ob das Potenzial über der Band-Mitte (>Mid) oder darunter (<Mid) liegt. „tight“ bezeichnet eine eng zusammengezogene neutrale Zone (Wahrscheinlichkeit einer kfr Wende steigt – zuvor häufig noch finaler Schub); optional wird auch die Ausrichtung des Bollingerbandes und seiner Grenzen angegeben. Die Einzeldaten hierzu sind im TrackRecord (Chart in Chart) verfügbar.

 

Analyse-Ergebnis:

Aus den drei Teilen der TimePatternAnalysis (Prognose, Diagnose, Trendfolger), sowie dem kfr Potenzial wird für jeden Basiswert ein Analyseergebnis erzeugt, das von BEAR –7 über Flat bis BULL +7 klassifiziert. Es erscheint dann in der Spalte „Analyse“ („Screening“ im TrackRecord) erscheint. Darauf basierend werden Handelsanregungen generiert (Spalte „Kommentar“ im TrackRecord). Hierbei werden in der Zukunft auch Basiswert-übergreifende Faktoren einfließen (z.B. Intermarket, Marktindikatoren,...).

 

è:

Zusammenfassung auf Sicht der nächsten fünf Tage unter Berücksichtigung der zuvor dokumentierten Einzelergebnisse. Es liegt in der Natur der Sache, dass es immer wieder zu Divergenzen zwischen Diagnose und Prognose kommt. Die Diagnose verkörpert die Vergangenheit, die Prognose die Zukunft. Es ist dann zu entscheiden, ob es innerhalb der Diagnose selbst Hinweise auf einen baldigen Wechsel gibt. Hilfreich ist dabei auch das Bollingerband (Chart im Chart), das beim kfr Ausblick gute Dienste leistet, z.B. wenn der Kurs an einem der „Anschläge“ ist und deren Orientierung sich (nicht) in Trend-Richtung verschiebt (öffnet). Für intraday-Entscheidungen über die Qualität einer Bewegung ist auch das Stopp-Band und die Lage des Kurses hierzu wichtig. Außerdem wird ggfs. Bezug genommen auf wichtige Chart-Marken und das Screening-Ergebnis im TrackRecord. So lange nichts anderes vermerkt, gelten die Kursziele aus dem Teil „Prognose“.

 

Besonders stabile Szenarien sind dadurch gekennzeichnet, dass sich das bestätigte Ergebnis des Mode-Oszillators („uU“, bzw. „dD“) hinsichtlich Kursrichtung mit dem des Richtungs-Oszillators und der zyklischen Prognose deckt.

 

Bitte vergleichen Sie auch die Unter-Seite „Charts“ und hier die „Gebrauchsanleitung“!

 

Transaktions-Regeln

Das Ergebnis des Tages-Screenings im TrackRecord ist die kurzfristigste Aussage zu möglichen Positionierungen. „Flat“/“Neutral“ kennzeichnet geringe Dynamik. Eine bullische (bärische) Positionierung kommt hier gewöhnlich erst in Betracht, wenn der Kurs sich in der oberen (unteren) Hälfte des Konsolidierungsbandes bewegt. Auch dann bleibt das Risiko wegen der geringen Eigendynamik (erratischer Verlauf) hoch. In der Regel sollte erst auf eindeutige Ergebnisse („Bull“/“Bear“, bzw. „Check“/“Hold“) hin agiert werden. Auch hier ist auf die Swing-Stopps zu achten: Wenn sich etwa bei einer bullischen Tageseinschätzung der Kurs (trotzdem noch) in der unteren (bärischen) Hälfte des kfr Konsolidierungsbereichs bewegt, dient „Stopp Lg“ als Orientierung für den operativen Stopp (analog bei entgegengesetzter Ausrichtung). Ansonsten gilt „Stopp Mid“ als Orientierung für das Setzen operativer Stopps.

 

Dem Ergebnis des Tages-Screenings zeitlich übergeordnet ist die Spalte „Diag“ im Screening des TrackRecord. Gewöhnlich können schon Wendesituationen („dU“ – obere Wende, „uD“ – untere Wende) zur Positionierung genutzt werden. Dabei soll das Tages-Screening die Aussage der hier eingesetzten Elemente der Diagnose (Kurswirkung der DO, bzw. des MO) unterstützen.

 

Der Aussage der Diagnose-Elemente übergeordnet ist das Ergebnis des Prognosemodells. Auch hier sollte die Aussage gleich gerichtet sein zu den vorherigen. Eine den ersten beiden Zeitebenen entsprechende Positionierung kann auch eingegangen werden, wenn weitere Hinweise für ein baldiges Einschwenken der Prognose sprechen. Vorsicht bei Extension, hier wird das Prognoseszenario gewöhnlich auf der Zeitachse geschoben. Vorsicht bei Glitches, hier kann es zumindest am selben Tag zu heftigeren, erratischen Bewegungen kommen. Vorsicht bei zunehmender Phasenverschiebung, hier ist der Zusammenhang zwischen Linearität und Zyklik gelockert, daher kann es dann vorkommen, dass der DO/MO langsamer reagiert als die Prognose (Umkehrung der zeitlichen Zuordnung).

 

Möglicherweise nur kurzatmige Positionierungen ergeben sich besonders dann, wenn man dem Ergebnis des Tages-Screening folgt und andere Kriterien die Positionierung nicht stützen. (Anmerkung: „nicht“ im Sinne von “noch nicht“ oder „nicht mehr“?)

 

Marktstatus-Archiv

Ältere Ausgaben des Marktstatus (bis vier Wochen zurück) können unter „http://xnxn/Comments/Marktstatus yyyymmdd.htm“ direkt abgerufen werden. Dabei steht „xnxn“ für Ihren persönlichen Firstgate-Link, der im Adressfeld Ihres Browsers vor dem Ausdruck „index.html ...“ steht. Setzt man z.B. im Datumsfeld „yyyymmdd“ „20070215“ ein, führt das zum Marktstatus vom 15. Feb 2007.

 

Stopps

Stopps sind grundsätzlich nur tagesgültig.

 

Mentale Stopps im TrackRecord: Hilfsweise harte Stopp-Kurse unterhalb der aktuellen Swing-Stopps (siehe „Screening“) oder (schlechter) Trailing Stopps (7 bis 10 Prozent unter Derivate-Schlusskurs des Vortags). Falls durch Bewegungen der US-Märkte nach europäischem Börsenschluss „über Nacht“ harte Stopp-Grenzen erreicht werden, ist es oftmals vorteilhaft, zu versuchen, diese vor europäischem Handelsbeginn herauszunehmen (und evtl. einen besseren Ausstieg zu suchen). Noch besser: Harte Stopps immer nur für den gleichen Tag befristen.

 

Bei einem sich am Tag rasch verändernden ECW ist es bei nicht-währungsgesicherten Derivaten auf US-Basiswerte ratsam, harte Stopps besonders weit zu setzen oder vorrübergehend auf mentale Stopps überzugehen. Grund: Die Berechnung der Stopp-Kurse in den Derivaten legt den Dollarkurs zum Zeitpunkt der Aktualisierung der Stoppkurse zugrunde. Ein sich danach stärker entwickelnder ECW drückt den Derivatekurs. Manchmal ist es sinnvoll, den Stopp nachzujustieren, wenn die US-Börsen den Handel aufgenommen haben (~16:00), auch um Effekte eines hochgespielten Futures am Vormittag auszumerzen.

 

Orderausführung

(Nach Ausführungen der Börse Stuttgart) - Wenn ein skontroführender Händler für seine von ihm betreuten Wertpapiere mehrere ausführbare Aufträge bekommt, so führt der Händler einen Auftrag nach dem anderen aus. In dieser Situation kann es zum sog. Orderstau kommen. Weiter kann es geschehen,  dass die Quotierung seitens des Emittenten erreicht wird, der Zeitraum der Quotierung jedoch so kurz ist, dass die ausführbare Order dem skontroführenden Händler entweder gar nicht angezeigt wird oder nur ein Teil aller vorliegenden Aufträge ausgeführt wird.

 

Durch Orderstau oder durch zu kurzes Erreichen von Limitschwellen kann es insbesondere auch dazu kommen, dass (einige) Stop-Loss-Aufträge nicht ausgeführt werden.

 

Kompensationsgeschäfte

(Nach Ausführungen der Börse Stuttgart) - Stopp-Loss-, bzw. Stopp-Buy-Order werden dann und nur dann ausgelöst, wenn nach Erreichen des Stopp-Limits eine Preisfeststellung mit einem entsprechenden Wertpapierumsatz stattgefunden hat. Dies kann dazu führen, dass die Stopp-Order erst zu einem Zeitpunkt ausgelöst wird, zu dem bereits eine erhebliche Bewegung des Marktes erfolgt ist, d.h. das vom Anleger gesetzte Stop-Limit weit über- bzw. unterschritten ist. Um dies zu verhindern, ist der EUWAX-Skontroführer berechtigt, eine Stopp-Order im Kundeninteresse aktiv auszulösen.

 

Ein Kompensationsgeschäft entsteht durch Überwachung einer Stopp-Loss-, bzw. Stopp-Buy-Order. Wenn eine veröffentlichte Taxe den Geld- (bei Stopp-loss) oder Briefkurs (Stopp-buy) berührt oder über-/unterstreitet, generiert der Skontroführer einen Umsatz, indem er ein (1) Stück des entsprechenden Wertpapiers handelt. Nach Ausführung des Kompensationsgeschäfts werden vorliegende Stopp-Loss- oder Stopp-Buy-Order zum nächst möglichen Quote ausgeführt.

 

Probleme mit Kursstellungen

Emittenten müssen Handelseinschränkungen (keine Kursstellungen usw.) den Börsen melden. Ob ein Derivat davon betroffen ist, kann eingesehen werden z.B. auf der Internet-Seite der Euwax www.euwax.de unter „Der Handel - Handelseinschränkungen“.

Beschwerdestelle der Euwax:

Email: beschwerde@boerse-stuttgart.de

Telefon aus D: von 9 bis 20 Uhr 0800-2268855 (kostenfrei)

Telefon sonst: 0049-711-222985-0

Bei Emittenten, die ihren Meldepflichten nicht nachkommen auch: handelsueberwachung@boerse-stuttgart.de

 

Abkürzungen, Spezialbegriffe

ATH – All-time-high, Allzeithoch

bär. - bärisch

BB – Bollingerband (beide Teilbänder zusammen)

BTK – Amex Biotechnology Index

bull. - bullisch

CBOE - Chicago Board Options Exchange

CNG – Congestion (Mode-Oszillator)

CRB - RJ/CRB Total Return Index

Cyc – Meldung (Prognosemodell der TimePatternAnalysis)

DAX – Deutscher Aktienindex (Performance)

DJI – Dow Jones Industrial Average Index (Dow)

DJT - Dow Jones Transportation Average Index

DO – Direction-Oscillator, Richtungs-Oszillator (Diagnose der TimePatternAnalysis)

Dollar – sofern nichts anderes angegeben: US-Dollar

dw – down, abwärts

dyn. – dynamisch

ECW – Währungspaar Dollar zu Euro

eff. FFR - der (oft sehr volatile) US-Zins für Übernacht-Ausleihungen bei der Fed

EMA – exponential moving average, exponentieller gleitender Durchschnitt; Zahl gibt Größe des Zeitfensters an

EoD – End of Day, Tagesschlusskurs

EoW – End of Week, Wochenschlusskurs

ESX – Dow Jones EuroStoxx 50 Index

Ext – Extension, Überdehnung (Prognose der TimePatternAnalysis)

EYN - Währungspaar Euro zu Yen

Fed – Federal Reserve, US-Notenbank

FFR – Fed Funds Rate

Fix – Fixing; Kursstellung für Gold in Silber in London

GLD – Goldpreis in Dollar

HGX – Philadelphia Housing Sector Index

HUI – Amex Gold Bugs Index

iday - intraday

IRX – 13-Week Treasury Bill

i.S.v. – im Sinne von

JPY – Währungspaar Dollar zu Yen

kfr - kurzfristig

lfr - langfristig

lg – long, aufwärts

lin. - linear

m/m – monatlicher Vergleich (Makrodaten)

mfr - mittelfristig

MO – Mode-Oscillator, Mode-Oszillator (Diagnose der TimePatternAnalysis)

Mom – Momentum (Diagnose der TimePatternAnalysis)

NDX – NASDAQ-100 (DRM)

neg - negativ

NIK – NIKKEI 225

ntl – neutral

NTL - Neutral (Mode-Oszillator)

NYSE – New York Stock Exchange

OBt – Oil Brent

PCR - Put/Call Ratio an der CBOE

PER – Price-Earnings-Ratio; Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

pos - positiv

Proxy - Stellvertreter

PS – Phase-Shift, Phasenverschiebung

PS- - Phasenverschiebung abnehmend

PS+ - Phasenverschiebung zunehmend

q/q – quartalsmäßiger Vergleich (Makrodaten)

R38 – 38er Retracement (sofern nicht anders angegeben auf den jüngsten Swing)

R50 – 50er Retracement (sofern nicht anders angegeben auf den jüngsten Swing)

R62 – 62er Retracement (sofern nicht anders angegeben auf den jüngsten Swing)

rel. - relativ

s.o. – siehe oben

sh – short, abwärts

SIL, Sil – Silberpreis in Dollar

SMA – simple moving average, einfacher gleitender Durchschnitt; Zahl gibt Größe des Zeitfensters an

SOXX, SOX – Philadelphia Semiconductor Index

SPX – S&P 500 Index, RTH

stat. – statisch

Target FFR - US-Leitzins, auch “target FFR”

TXN – 10-Year Treasury Note

TRD – Trend (Mode-Oszillator)

TRIN – short term trading index an der NYSE; nach seinem Erfinder Richard Arms auch ARMS-Index genannt (siehe Web-Seite)

TYX – 30-Year Treasury Bond

u.a. – unter anderem

up - Aufwärts

v.a. – vor allem

Vola – Volatilität; häufig in Zusammenhang mit Volatilitäts-Ausbruch im Rahmen einer deutlichen Verengung des Bollingerbandes gebraucht

VIX - CBOE Volatility Index, implizite Volatilität des S&P 100 (auf Sicht der nächsten 30 Tage erwartete Volatilität)

Vs - versus

w/w – wöchentlicher Vergleich (Makrodaten)

y/y – jährlicher Vergleich (Makrodaten)

Z+, Z- - Zyklusorientierung (Diagnose der TimePatternAnalysis)

zykl. - zyklisch