Inflation der Asset-Preise geht weiter

Die Vermögenspreisinflation hat per Ende des ersten Quartals 2015 weiter zugenommen, und zwar um 7,3% gegenüber dem Vorjahresquartal. Getragen wird der Anstieg sowohl durch die Inflation der Sachvermögenspreise um +7,5% als auch durch den Anstieg der Finanzvermögenspreise um +6,6%. Das geht aus dem FVS-Vermögenspreisindex hervor.

Die Verteuerung bei Aktien hat maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen. Sie stiegen um 21,3% gegenüber dem Vorjahresquartal und weisen damit den höchsten Preisanstieg aller Vermögenskategorien auf. Die Kurse von Rentenwerten und die Preise des sonstigen Finanzvermögens sind im Jahresvergleich ebenfalls gestiegen, und zwar um 6,5%, bzw. 9,3%. Das ist eine ähnliche Größenordnung wie zuvor.

Das Vermögen der wohlhabendsten Haushalte verzeichnet mit 8,9% gegenüber dem Vorjahresquartal die höchste Wachstumsrate, getragen durch den hohen Anteil an Betriebsvermögen (22,3%). Diese verteuerten sich im Jahresvergleich um 15,2%, Immobilien stiegen um 5,6%. Für alle anderen Vermögensklassen der Haushalte wachsen die relevanten Vermögenspreise zwar stärker als zuvor, liegen aber weiterhin deutlich hinter den Wachstumsraten der Vermögenspreise der wohlhabendsten Haushalte. Die obere Mittelschicht (Nettovermögensquantil 80-90%) verzeichnet mit 6,1% die zweithöchste, die untere Mittelschicht (Nettovermögensquantil 20-40%) mit 3,7% erneut die niedrigste Preiswachstumsrate, schreibt das Flossbach von Storch Resarch Institute. Somit dehnt sich die Divergenz der Vermögenspreisentwicklung weiter aus.

[Die Charts sind der Web-Seite des Flossbach von Storch Research Institute entnommen]

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