VDMA: Gute Inlandsaufträge nach mäßigem 2013

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau lässt 2013 enttäuscht hinter sich. Zunächst war ein Produktionsplus von real 2% abgestrebt worden, dieses Ziel wurde im Frühsommer 2013 auf minus 1% revidiert. Die überraschend träge Weltkonjunktur lässt die Branche mit Einbußen der realen Produktion von 1,5% im Jahresvergleich zurück, heißt es. Die Maschinenumsätze gingen auf 205,8 Mrd. Euro zurück, das Niveau von 2012 wurde knapp verfehlt.

Trotz der fehlenden Wachstumsimpulse ist der Maschinen- und Anlagenbau auch 2013 die beschäftigungsstärkste Industrie in Deutschland. Der Beschäftigtenstand in den über 6.000 Unternehmen der Branche nahm in 2013 um über 15.000 Stellen auf ein weiteres Rekordhoch von gut 986.000 Personen in der Stammbelegschaft zu. Der Maschinen- und Anlagenbau ist damit weiterhin größter industrieller Arbeitgeber in Deutschland.

[Nach „Maschinenbau in Zahl und Bild“ (April 2014) – eine Veröffentlichung des VDMA]

Im April 2014 lag der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland um real 1% unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft stieg um 8%, das Auslandsgeschäft lag um 4% unter Vorjahresniveau. Im von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Februar bis April 2014 sank der Bestelleingang im Vorjahresvergleich um 4%. Die Inlandsaufträge lagen bei plus 5%, die Auslandsaufträge bei minus 7%.

Der Zuwachs der Bestellungen aus dem Inland verhalf der Kurve der Inlandsorders zum lange erwarteten Richtungswechsel, heißt es beim VDMA. Die Bestellungen aus den Euro-Partnerländern verfehlten mit einem Minus von 1% das Vorjahresergebnis zwar knapp, doch auch hier deutet sich eine Trendwende ins Positive an. Die niedrigere Nachfrage aus den Nicht-Euro-Ländern enttäuscht jedoch weiterhin.

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