Eurozone: Disinflation geht weiter

Die Vorabschätzung der harmonisierten Inflationsrate in der Eurozone (HVPI) zeigt für März einen Abfall auf 0,5%, nach 0,7% im Februar und 0,8% im Januar. Am Freitag war berichtet worden, dass die spanischen Verbraucherpreise nach erster Schätzung im März in den deflationären Bereich gefallen sind.

Im Vormonat hatte die Teuerungsrate in Spanien noch mit plus 0,05% gerade über Null gelegen, jetzt werden minus 0,2% gemeldet. Die Massenmedien zeigten sich völlig überrascht, anscheinend träumen sie immer noch von einer kräftigen wirtschaftlichen Erholung, die die Preise in die Höhe treibt. Dabei bleibt die Arbeitslosigkeit dort auf Rekordniveau, die Jugendarbeitslosigkeit kommt auf „stolze“ 55%.

Auch in Deutschland ging die HVPI-Inflation im März zurück, und zwar auf plus 0,9%. Der nationale Preisindex steht jetzt bei plus 1% nach 1,2% im Februar, plus 1,3% im Januar und plus 1,4% im Dezember. Die Einfuhrpreise lagen im Februar 2,7% niedriger als im Vorjahresmonat. Dabei spielten die Einfuhrpreise für Energie eine wichtige Rolle, sie lagen im Februar 8,1% niedriger als im Februar vor einem Jahr. Auch bei den Exporten gibt es eine leicht deflationäre Tendenz – der Index der Ausfuhrpreise ist im Jahresvergleich um 0,7% gesunken.

Der Chart zeigt die Entwicklung des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone bis zum Jahreswechsel.

Nach Veröffentlichung der HVPI-Schätzung ist das Währungspaar Euro/Dollar leicht angestiegen. Viele Beobachter hatten eher eine Schwächung erwartet.

Charts von Global Rates

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