Flash-PMIs: Eurozone weiter in der Rezession

Der aktuelle Markit Flash Eurozone Composite Index Produktion zeigt trotz der Verbesserung auf ein Drei-Monatshoch bei 47,7 nach 46,9 im April, dass die Privatwirtschaft der Eurozone auch im Mai kontrahiert. Die Rezession dürfte sich im laufenden Quartal das siebte Quartal in Folge fortsetzen.

Chris Williamson, Chief Economist bei Markit, kommentiert: „Die Schwäche hat alle Länder im Griff: Deutschland stagniert, mit Frankreich geht es steil bergab, und auch die übrigen Länder stecken weiter in Besorgnis erregendem Ausmaß in der Krise, obwohl hier im Mai erste Anzeichen einer Milderung zu erkennen waren. Deflationäre Tendenzen waren ebenso klar ersichtlich – ein untrügliches Kennzeichen dafür, wie ausgeprägt die Nachfrageschwäche derzeit ist.“

Der Markit Flash Deutschland Composite Index Produktion zeigt aufgrund der annähernden Stagnation der Industrieproduktion und der Geschäftstätigkeit im Servicesektor, dass sich die deutsche Privatwirtschaft im Mai stabilisiert. Der Index steigt im Mai um 0,7 auf 49,9 Punkte. Im April hatte er ein fünf-Monatstief markiert.

Der Flash China Manufacturing PMI notiert im Mai bei 49,6 nach 50,4 im April. Das ist ein sieben-Monatstief. Mit einem Wert unter 50 wird Kontraktion angezeigt.

Hongbin Qu, Chief Economist China & Co-Head of Asian Economic Research bei HSBC kommentiert: “Die Abkühlung der Fertigungsaktivitäten spiegelt die schwächere einheimische Nachfrage und weitergehenden Gegenwind von außerhalb wider.“ Kein Kommentar ohne den Ruf nach dem Staat: “Die schwächere Entwicklung des Arbeitsmarktes ruft nach stärkerer Unterstützung durch die Politik. Peking hat noch die fiskalische Munition hierzu zur Verfügung.“

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