FOMC-Sitzungen bewegen Kurse

Innerhalb der New York Fed wurde untersucht, wie groß der Einfluss der FOMC-Sitzungen der Fed auf das Aktienkursgeschehen ist. Die beiden Autoren haben dazu die Kursentwicklung am Vortag, am Tag des FOMC-Treffens und am Tag danach untersucht.

Ihre Feststellung: Im Mittel standen die Kurse zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des FOMC-Ergebnisses 50 Basispunkte (0,5%) höher als zu Handelsbeginn am Vortag. Hierzu wurde der Zeitraum zwischen 1994 und 2011 ausgewertet. Der Chart zeigt mit der durchgezogenen schwarzen Linie das Ergebnis der Untersuchung, während die unterbrochene Linie die Gewinne aller anderen drei-Tages-Zeiträume zeigt. Die jeweiligen farbigen Bereiche zeigen die Streuung der Ergebnisse.

Die internationalen Aktienbörsen wurden in etwa gleichem Ausmaß beeinflusst.

So weit, so gut. Schräg wird die Untersuchung dann, wenn die Kursentwicklung des S&P 500 Index einmal mit, einmal ohne „FOMC-Einfluss“ dargestellt wird. Das ist zwar ein nettes Spiel – interessanterweise würde der Index Ende 2011 bei 600 stehen, wenn es die FOMC-Ereignisse nicht gegeben hätte. Die Aussagekraft dieses Spiels ist allerdings Null, weil hier völlig willkürlich irgendein kursbewegendes Element herausgenommen wird. Genausogut könnte man einen Indexverlauf konstruieren, der von der Annahme ausgeht, es hätte nie eine Euro-Krise gegeben: S&P 500 bei 20.000?

Interessant finde ich das Ergebnis insofern, als dass es zeigt, wie sehr die Aktienmärkte auf das FOMC-Ereignis reagieren. Geahnt hat man das vorher – jetzt ist es „bewiesen“. „Don’t fight the fed“.

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