EZB-Einlagen kollabiert

Die Über-Nacht-Einlagen der Banken bei der EZB sind am Mittwoch kollabiert. Zuvor hatte es sich die „deposit facility“ bei rund 800 Mrd. Euro gemütlich gemacht, der Wert von Mittwoch zeigt 325 Mrd. Euro. Der Grund ist schnell gefunden. Der Mittwoch war der erste Tag, an dem die zuvor beschlossene Senkung des Einlagezinssatzes von 0,25 auf 0% wirksam wurde.

Die EZB will damit die Banken dazu bringen, für ihre Mittel außerhalb der EZB nach Anlage zu suchen. Im kurzfristigen Bereich werden sie da mittlerweile länger suchen müssen. Denn in Dänemark, Deutschland, der Schweiz und jetzt auch Frankreich weisen Staatsanleihen am kurzen Ende eine negative nominale Rendite auf. In Dänemark zahlt die Zentralbank nun nicht nur keine Zinsen für Einlagen mehr, sondern kassiert 0,2% dafür, dass eine Bank Geld über Nacht bei ihr parkt.

Wie die FT berichtet, wurde das von den Über-nacht-Einlagen abgezogene Geld zunächst einmal auf die normalen Konten umgeschichtet, deren Verzinsung ebenfalls Null ist.

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