Gold „im Eimer“?

Das Krisenmetall hat aktuell Probleme. Die „Märkte“ spielen Sonnenschein, mit den jüngsten Liquiditätsmaßnahmen der EZB und dem mittlerweile erfolgten Schuldenschnitt in Griechenland rücken Bedenken über eine ausufernde Schuldenkrise in den Hintergrund. Gefragt sind „riskante Assets“ wie Aktien, insbesondere auch Bank-Aktien.

Ende Februar, zeitgleich mit dem jüngsten LTRO der EZB, stieß sich der Goldpreis bei 1792 den Kopf und kollabierte am selben Tage zeitweilig um 100 Dollar. Von diesem Sturz hat sich Krisenmetall bisher nicht erholt. Es läuft etwa in der Mitte eines seit August 2011 etablierten Abwärtskanals (grün) auf den wichtigen Support bei 1620 zu. Darunter, bei aktuell etwa 1600, verläuft eine langfristige Aufwärtslinie. Findet der Goldpreis hier keinen Support, dürfte die untere Grenze des Abwärtskanals (grün) bei aktuell 1500 getestet werden. Charttechnik: Bull-Keil beachten!

Neben der Schuldenproblematik als Haupt-Motivation für Gold-Käufe zur Absicherung gelten auch Inflationserwartungen als positiv für den Goldpreis. Daneben spielt Gold eine Rolle bei Absicherung gegen Wertverlust des Dollar.

Der Dollar zeigt Stärke, weil hier eine nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft gespielt wird. Die Inflation hatte sich zuletzt eher flach entwickelt. Da auch die Schuldenkrise heruntergespielt wird, sind fundamentale Faktoren, die Goldkäufer anlocken könnten, gegenwärtig Mangelware. Hinzu kommen saisonale Faktoren, die für den Goldpreis aktuell wenig Support bereit halten.

Charts von Incrediblecharts

Nachtrag:
(26.3.12) Mittlerweile ist Gold dynamisch aus dem Bull-Keil ausgebrochen.

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