S&P 500 bricht über 1370 aus

Der S&P 500 ist gestern dynamisch über 1370 ausgebrochen. In diesem Bereich der Hochs aus 2011 war er zuvor mehrfach nicht weiter gekommen. Anfang des Monats war er daraufhin bis 1340 abgeschmiert. Anlass hierzu gaben Äußerungen von Fed-Chef Bernanke, dass es so bald kein neues QE-Programm geben werde. Zwischenzeitlich hatte die Fed nach einem Artikel im WSJ eine QE-Variante diskutiert, die es ihr erlauben würde, die Liquiditätswirkungen feiner zu steuern.

Die gestrige FOMC-Sitzung der Fed ergab im wesentlichen: Es wird so bald kein neues QE-Programm geben; die Zinsen bleiben (wahrscheinlich) bis 2014 auf dem erreichten niedrigen Niveau; die Makrolage verbessert sich leicht, es gibt insbesondere Lichblicke für den Arbeitsmarkt („expanding moderately“).

Zuvor waren Einzelhandelsumsätze in den USA berichtet worden: Sie fielen im Februar stärker als erwartet aus, die Zahlen für Januar wurden aufwärts revidiert.

Nach der FOMC-Sitzung wurden auch die Ergebnisse des jüngsten Banken-Stresstests veröffentlicht. Nach Urteil der Fed zeigen sie, dass die Spannungen im Finanzsystem abnehmen. Die Bank-Aktien zogen daraufhin deutlich an. Außerdem meldete JP Morgan eine Dividenerhöhung und einen Aktienrückkauf im Volumen von 15 Mrd. Dollar.

Der S&P 500 war schon fest in den Tag gestartet. Rückenwind kam von den Einzelhandelsdaten und dann Schlag auf Schlag (perfekte Regie) von den übrigen Neuigkeiten. Dabei störte auch nicht weiter, dass es zunächst kein neues QE-Programm geben wird. Bank-Aktien profitierten besonders – der BKX auf sieben-Monats-Hoch.

Der S&P 500 war Anfang März „regelgerecht“ aus einer aufwärts gerichteten Keilformation herausgefallen, die seit Anfang Dezember Bestand hatte (rote Linien). Nachdem sich der Index in den zurückliegenden Tagen wieder an dessen Untergrenze „gerobbt“ hatte, führte ihn der gestrige „Rückenwind“ an dessen Obergrenze. Diese Linie dürfte für den weiteren Kursverlauf relevant bleiben. Das gilt einstweilen auch noch für die Untergrenze der Keilformation. Keilformationen (Höhe des Keils rund 100 Punkte) haben üblicherweise bärische Implikationen. Die Rückkehr in die Formation zeugt von bullischer Stärke, die Relevanz der Keilformation sollte aber zumindest in den nächsten Tagen noch nicht abgeschrieben werden.

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