Frachtraten – Ein Update

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Es gilt nach wie vor: Steigen die Frachtraten nach Baltic Dry über 1600, wäre das ein positives Zeichen insbesondere für Rohstoff-Aktien – es zeigte damit (einigermaßen) robuste Nachfrage an nach “Schüttgütern” wie Eisenerz, Kohle und anderen Erzen. Aktuell steht Index bei 1600.
Siehe Chart (Bloomberg)!

Der Harpex-Indikator zeigt die Entwicklung der Frachtraten für Container. Er hatte sich Anfang 2010 von seinem Boden lösen können und notierte Anfang Mai in der Mitte zwischen dem Hoch aus dem ersten Halbjahr 2008 und dem Allzeit-Tief in 2009 bei 275. Aktuell ist ein deutlicher Rückzug erkennbar. Siehe Chart (Harper Petersen & Co)!

Der Harpex spiegelt einerseits den Transportbedarf nach Fertigwaren wider, andererseits spielt natürlich auch hier die Kapazitätsentwicklung eine wichtige Rolle. Steigt er, ist die Nachfrage größer als das Angebot.

Ein schneller Fall der Frachtraten lässt recht zuverlässig auf nachlassende Weltkonjunktur schließen, eine schnelle Steigerung legt eine Wirtschaftsbelebung nahe. Bewegungen, die nicht “schnell” ablaufen, lassen keine eindeutigen Schlüsse zu, jedenfalls nicht ohne genau auf die Kapazitätsentwicklung zu schauen. Veränderungen von über plus/minus 20 % p.a. (5 % p.m.) würde ich als “schnell” einstufen.

Danach signalisiert der Harpex eine signifikant nachlassende Nachfrage nach Ferigwaren, während der Baltic Dry eher eine fortschreitende Bodenbildung in der Nachfrage nach Schüttgütern anzeigt.

Beide Indikatoren sind mit „Vorsicht zu genießen“: Denn es muss auch die Entwicklung der Transportkapazitäten berücksichtigt werden, die wegen den relativ langen Bauzeiten der Schiffe mit deutlicher Verzögerung reagieren. Zudem ist zu berücksichtigen, wie groß der Anteil der auf Reserve liegenden Transportkapazität ist.

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