Endgame

Ich kenne die regelmäßigen Kommentare von John Mauldin seit vielen Jahren. Jetzt hat er (wieder) ein Buch geschrieben – zusammen mit Jonathan Tepper: „Endgame“ handelt vom Ende des Schulden-Superzyklus…und davon, wie das alles ändert (und davon, was der einzelne daraus machen kann).

Die Autoren arbeiten zunächst die Ursachen der Finanzkrise auf sozialer, politischer und wirtschaftlicher Ebene heraus. Wichtig ist dabei, wie sie immer wieder auf die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe eingehen. Das ist keine „dröge“ volkswirtschaftliche Analyse, sondern ein lebendiges Bild der Umstände, die zu dem Finanz-Desaster geführt haben. Sie setzen sich dabei auch ausführlich mit den Thesen von Rogoff und Reinhart in deren Buch „This time is different“ auseinander.

Es folgt eine „Weltreise“, in der die besonderen Umstände der wichtigsten Länder/Ländergruppen der Erde beleuchtet werden.

Am Ende steht eine kurze Leitlinie für persönliche Investitionen, unterschieden nach groben Szenarien. Wer hier genaue Ratschläge und Handlungsanweisungen erwartet hat, wird enttäuscht. Aber das ist auch nicht Sinn und Zweck dieses Buches – es will analysieren und Vorschläge für grundsätzliche Wege aus dem „Endgame“ hin zu einer neuen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Perspektive machen.

Im Vorwort schreiben die beiden Autoren: Schlussletztendlich sind wir beide Optimisten. Wir denken, dass auch die Ära des Endspiels selbst endet und eine längerfristige Ära neuer Prosperität kommt.

Prädikat: Äußerst lesenswert – bisher nur in Englisch.
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