US-BIP in Q4/2010

Das reale BIP der USA ist in einer ersten Vorabschätzung annualisiert um 3,2 % angestiegen (Vorquartal: 2,6 %). Die Bandbreite der Schätzungen im Vorfeld lag zwischen 2,9 und 5,4 %.

Die Steigerung geht in erster Linie auf Ausgaben des privaten Konsums zurück, deren Wachstumsbeitrag betrug 3,04 %, so hoch wie in den vergangenen vier Jahren nicht. Die Investitionen des privaten Sektors belasteten hingegen mit 3,2 %. Dahinter verbirgt sich ein Lagerabbau, der mit minus 3,7 % zu Buche schlug. Das ist der höchste Wert seit zumindest 2007. „Herausgerissen“ wurde die BIP-Entwicklung durch sinkende Importe (Wachstumsbeitrag 2,4 %), sowie zunehmende Exporte (Beitrag 1,04 %).

Die realen Ausgaben des privaten Konsums stiegen in Q4 um 4,4 % (Q3: 2,4 %), getrieben von langlebigen Gütern. Das verfügbare Einkommen stieg nominal in Q4 um 3,5 % (1,7 %), real um 1,7 % (0,9 %). Die Sparquote kam auf 5,4 % (5,9 %).
Der Index gezahlter Preise stieg in Q4 um 2,1 % nach plus 0,6 % in Q3 (Kernrate 1,1 % nach 0,4 %).

Der Lageraufbau in den ersten Quartalen 2010 dürfte nunmehr weitgehend neutralisiert sein.

Die offenbar zunehmende Bedeutung des Außenhandelsbeitrags unterstreicht die Bedeutung des Außenwerts des Dollar für die künftige Wirtschaftsentwicklung. Mit QE2 wurde ein Instrument geschaffen, um dies zu unterfüttern, sprich den Dollar unter Druck zu halten.

Wenn da nicht andere Währungen wären, die auch schwach sein sollen…

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